Prognose: Bald jeder vierte Spanier arbeitslos
Aktualisiert am 23.01.2012 4 Kommentare
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Die Bundesbank stimmt Deutschland auf eine Wachstumspause ein. «Für den Jahresauftakt 2012 deutet sich eine Seitwärtsbewegung der deutschen Wirtschaft an», schreibt die Notenbank in ihrem heute veröffentlichten Monatsbericht für den Januar.
Mit einer Rezession in diesem Jahr rechnen die Experten der Bundesbank nach wie vor nicht – im Gegensatz zu einigen anderen Experten.
Ökonomen sprechen von einer technischen Rezession bei zwei aufeinanderfolgenden Quartalen mit negativen Wachstumsraten. Zwar geht auch die Notenbank nach den bisher vorliegenden Daten von einem schwachen Jahresende 2011 aus. Doch ihr Ausblick ist positiver.
«Rückgang des BIP nicht auszuschliessen»
«Das wirtschaftliche Wachstum dürfte in Deutschland im letzten Vierteljahr 2011 zum Stillstand gekommen sein. Nach dem kräftigen Anstieg der Wirtschaftsleistung im Sommer ist selbst ein leichter Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nicht auszuschliessen», heisst es in dem Monatsbericht. Insbesondere die Industrie habe «unter der nachlassenden globalen Wirtschaftsdynamik und den von der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum ausgehenden Irritationen gelitten».
Die Bundesbank weist jedoch zugleich darauf hin, dass sich der Rückgang der industriellen Aufträge in den ersten beiden Monaten des vierten Quartals 2011 gegenüber dem Vorquartal «deutlich abgeschwächt» habe. Zudem habe sich «die Erwartung der gewerblichen Wirtschaft ... vom Zwischentief im Sommer etwas erholt».
Für das Gesamtjahr 2011 hatte das Statistische Bundesamt ein reales BIP-Wachstum von 3,0 Prozent ermittelt. Darin ist das vierte Quartal allerdings nur als Schätzung enthalten.
Einbruch in Spanien
In Spanien erwarten die Notenbanker für 2012 einen Einbruch der Konjunktur. Nach einer Prognose der Zentralbank in Madrid wird die Wirtschaftskraft des Landes in diesem Jahr um 1,5 Prozent schrumpfen.
Die Arbeitslosenquote werde infolge der Rezession auf 23,4 Prozent steigen, teilte die Bank heute in ihrem Quartalsbericht mit. Die wichtigste Ursache sei ein starker Rückgang der Inlandsnachfrage. Für das kommende Jahr wird wieder eine leichte Erholung erwartet. (kle/sda)
Erstellt: 23.01.2012, 12:42 Uhr
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4 Kommentare
Warum sind die im Süden befindlichen Euroländer so stark verschuldet? Ist es deren Unbesorgtheit der Mentalität und damit verbundene Gleichgültigkeit der Regierung zu verdanken? Das scheint sich immer mehr zu bestätigen. Lange Zeit staunte man wegen Ihrem Wachstum, dass alles nur eine Blasen und erst noch fremdfinanziert wurde konnte nur geahnt werden. Dem muss in Zukunft Rechnung getragen werden Antworten
Die Spanier versuchen IWF und EZB zu erpressen, womit sie sich billiger verschulden können, obwohl die Bonität Spanien in baldiger Zukunft weiter sinken wird, was die Ratingagenture weitere Abstufung der Bonität zur Folgen haben wird. Die Lösung ist einer ordentlichen Austritt der überschuldeten EU-Staaten. Der EU-Traum ist ausgeträumt, man muss es endlich akzeptieren, retten was zum Retten ist. Antworten
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