Wirtschaft

«Nur Griechenland kann dieses Problem lösen»

Griechenland hat grosse finanzielle Probleme. Doch von der EU kann das Land keine konkrete Hilfe erwarten.

Hinweis auf die Eigenverantwortung jedes Landes: Finnlands Premier Vanhanen.

Hinweis auf die Eigenverantwortung jedes Landes: Finnlands Premier Vanhanen. (Bild: Keystone)

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Das stellte der finnische Ministerpräsident Matti Vanhanen am Donnerstagvormittag am Rande eines EU-Spitzentreffens der europäischen Liberalen klar. «Die EU kann nicht helfen; das ist Teil unserer Regeln. Sie wurden festgelegt, damit die Mitgliedstaaten sich selbst um finanzielle Stabilität bemühen», sagte Vanhanen.

Auch die schwedische Europaministerin Cecilia Malmström erklärte: «Nur Griechenland kann dieses Problem lösen.» In der EU gebe es aber durchaus Bereitschaft, einander im Notfall zu unterstützen, fügte sie hinzu. Wie eine solche Unterstützung aussehen könnte, wollte Malmström nicht sagen.

Nein vom deutschen Finanzminister

Bereits zu Beginn dieses Jahres war wegen steigender Zinsen auf Staatsanleihen Griechenlands, Irlands und Spaniens über die Schaffung einer sogenannten Euro-Anleihe diskutiert worden, die gleiche Zinsen für alle Länder der Währungsunion bedeuten würde. Der damalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hatte eine solche Lösung stets abgelehnt, weil sie für Deutschland erhebliche Mehrkosten bedeuten würde.

EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Joaquín Almunia stellte damals aber klar, die Gemeinschaft werde niemanden fallen lassen. Zwar verbiete der EU-Vertrag «einen Bail-out eines Mitglieds der Währungsunion», also eine Art Gemeinschaftshaftung für die Verbindlichkeiten eines einzelnen Landes. Aber ehe ein Mitglied der Eurozone den Internationalen Währungsfonds (IWF) um Hilfe bitten müsse, werde es eine EU-interne Lösung geben. (raa/ap/)

Erstellt: 10.12.2009, 13:30 Uhr

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9 Kommentare

rolf kienast

12.01.2010, 15:40 Uhr
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Man vergisst, dass im Moment der Aufnahme der Griechen in die EU dieses Land gar nicht dazu berechtigt war. Keine gemeinsame Grenze zu einem anderen EU-Staat und darüber hat man hinweggesehen und jetzt kommt die Retourkutsche.Das Land strotzt vor Korruption und Seilschaften, produziert nichts ausser Schulden nicht mal Oliven die man exportieren könnte. Dass es so kommen wird wussten alle !! Antworten


Dieter Wundrig

11.12.2009, 14:25 Uhr
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@ Susann Kim- Irgendwie blind, weshalb glauben Sie, ist in der Schweiz immer alles besser?! Es versickert ebenfalls Geld und verschuldet ist man doch auch. In der Schweiz wird nicht nur betrogen, es wird eben auch anders betrogen, nämlich mit einem besonderen Waschmittel.So wie @ Frau Kellermann es treffend formuliert hat. Da war doch auch noch irgendwas mit der UBS in den USA, schon vergessen. Antworten


Rolf Auf der Maur

10.12.2009, 22:24 Uhr
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Helfen' ja, helft nur solange Ihr noch könnt von der EU-respektive solange Ihr noch existiert! Spätestens nach 2012/14 wird's gewaltig krachen, dass die Fetzen fliegen... Siehe: Chinas National Day,Chinese Military Parade 2009-Naval Weapons Missiles- die kommen bis EU-Land runter. Euer Pech.......Schluss mit lustig. Antworten


Sandro Birchler

10.12.2009, 20:56 Uhr
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Die sogenannten im Fachjargon "PIGS" (auf amerikanisch Schweine) Staaten, gemeint sind Portugal, Italien, Griechenland und Spanien sind alle samtsonders bankrott. Es bleibt der EU am Schluss gar nichts anderes übrig als zu helfen. Doch mit welchem Geld, Geld das sie selbst nicht haben. Die Staatsverschuldungen haben mittlerweile ein Ausmass angenommen das noch bös enden wird. Antworten


Boris Scavezzon

10.12.2009, 17:57 Uhr
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Die EU wird Griechenland helfen - wie immer wird sich eine "Pseudo-Lösung" in einem noblen Hinterzimmer finden! Nur kann sie dies nicht öffentlich sagen, da nämlich noch andere Kanditaten wie Spainien, Irland, Italien im Vorzimmer warten - um nur einige zu nennen. Schön, dass bei einigen Leserbriefen erwähnt wird, dass nicht nur in Griechenland das Geld versickert sondern sogar in der CH, ubs! Antworten


Sonja Kellermann

10.12.2009, 14:37 Uhr
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@Kim: Nur gut gibt es die Schweiz als Vorzeigeland. Da ist alles so sauber, da wird sogar das Geld gewaschen. Antworten


Karl Baum

10.12.2009, 14:06 Uhr
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@Kim: Griechenland, hat damals, als "Jugoslavien" noch ein Land war, von diesem Staat (günstigen) Mais eingekauft und diesen als griechischen und damit von der EU subventionierten Mais verkauft - wem wohl? Richtig: der EU! Antworten


Ronnie König

10.12.2009, 13:41 Uhr
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Aha, die EU realisiert langsam, dass in Süd-Osteuropa das Geld eh nur versickert. Oder es verbrennt. Antworten


Susann Kim

10.12.2009, 13:34 Uhr
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Griechenland hat sich einst mit gefälschten Defizit-Zahlen den Beitritt zur Europäischen Währungsunion erschlichen. Ehrlich gesagt, wenn die Beitrittskriterien der EU so einfach zu umgehen sind, dass auch Länder die lügen und betrügen so einfach dazugehören können, bin ich echt froh, dass die Schweiz nicht dabei ist. Antworten




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