Neue Risikoregion für Immobilienblase geortet
Von Olivia Kühni. Aktualisiert am 03.11.2011 24 Kommentare
Artikel zum Thema
- Angst vor Immobilienblase flammt neu auf
- Bundesrat warnt vor einer Immobilienblase
- Gefahr einer Immobilienblase steigt
- Hier entsteht die nächste Immobilienblase
- SNB warnt erneut vor einer Immobilienblase
Der Index
Für den Swiss Real Estate Bubble Index zieht das UBS-Rechercheteam sechs Kategorien hinzu. Sie beziehen sich auf Eigenheimpreise, Bautätigkeit, Hypothekarvolumen sowie Hypothekenanträge.
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Die Immobilienspezialisten der UBS haben das Untere Baselbiet neu als potenzielle Risikoregion für eine Immobilienblase auf den Radar gesetzt. Das berichtet die UBS in ihrem Bericht zum Swiss Real Estate Bubble Index, der heute für das 3. Quartal 2011 publiziert wird. Als potenzielle Risikoregion (Monitoringregion) gelten Gebiete, die über ein überdurchschnittlich hohes Preiswachstum und ein hohes Preisniveau verfügen.
Im Unteren Baselbiet liegen Orte wie Arlesheim, Muttenz, Binningen, Allschwil oder Birsfelden. Laut Matthias Holzhey vom UBS-Rechercheteam ist es vor allem das starke Preiswachstum in den letzten drei Jahren, das die Region zur potenziellen Risikoregion macht. Der Preis für ein mittleres 5-Zimmer-Einfamilienhaus liegt im Unteren Baselbiet inzwischen bei 981'000 Franken, wie die Zahlen der Immobilienberatung Wüest und Partner zeigen.
Das ist weniger als etwa im Limmattal (1,01 Millionen Franken) oder in Zug (1,17 Millionen Franken) – aber nicht mehr viel weniger. Es ist ausserdem mehr als in der Stadt Basel, wo entsprechende Objekte letztes Jahr für durchschnittlich 893'000 Franken die Hand wechselten. Auch für Eigentumswohnungen erzielten die Verkäufer letztes Jahr im Unteren Baselbiet praktisch gleich hohe Preise wie in der Stadt Basel: Zwischen 5000 und 9000 Franken pro Quadratmeter. Bei einer 4-Zimmer-Wohnung mit 150 m2 Wohnfläche beziffert sich das auf zwischen 750'000 und 1,35 Millionen Franken.
Hinaus in die Agglomeration
In der Stadt Basel sei inzwischen kaum mehr Wohneigentum zu erwerben, sagt Holzhey. Ausserdem ist die Steuerbelastung im Baselbiet tendenziell niedriger. Das treibe die Preise in die Höhe. «Wir beobachten im Baselbiet inzwischen den gleichen Effekt wie rund um die Stadt Zürich.» Basel-Stadt selber gilt nicht als Monitoringregion. Zwar ist das Preisniveau auch hier landesweit überdurchschnittlich hoch, doch der Preisanstieg bleibt bislang moderat.
Was sowohl in der Stadt Basel als auch im Baselbiet bislang nicht zu beobachten ist, sind die aus Zürich bekannten exorbitanten Ausschläge nach oben. Es gibt offenbar in der Region Basel noch eine Schmerzgrenze: Weder im Baselbiet noch in der Stadt Basel wechselte letztes Jahr laut Wüest und Partner eine Eigentumswohnung für mehr als 13'000 Franken pro m2 die Hand. Bei 150 m2 Wohnfläche wären das 1,95 Millionen Franken.
Insgesamt hat sich der UBS Swiss Real Estate Bubble Index auf einen Wert von 0,58 erhöht. Im Vorjahresquartal betrug er 0,38 Punkte. Die Lage auf dem Schweizer Immobilienmarkt verschärft sich somit weiter: Ab einem Wert von 1 spricht die UBS nicht mehr von Boom, sondern von Risiko. Dennoch besteht über das ganze Land gesehen nach wie vor «kein überhöhtes Überhitzungsrisiko», hält der UBS-Report fest. Als Risikoregionen gelten Zürich, Zug, Pfannenstiel, Zimmerberg, March, Genf, Lausanne, Vevey, Nyon, Morges und das Oberengadin. Zu den Monitoringregionen gehört neben dem Unteren Baselbiet neu auch Saanen-Obersimmental (Gstaad) sowie weiterhin das Limmattal.
(Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 03.11.2011, 12:39 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
24 Kommentare
Also ich verfolge Wohneigentum schon seit über 2 Jahren in der Region Wädenswil. Da gibt es keine 4.5 Zimmer-Wohnung unter 1 Mio. Die neu gebauten Objekte starten bei ca. 1.8 Mio. Also wenn das alles keine gewaltige Blase sein soll, dann hab ich nichts kapiert. Aber wenn die Zinsen steigen, dann wird es uns diese Immobilien um die Ohren hauen, dass wir nicht mehr wissen wie uns geschieht. Antworten
Wirtschaft
- 20:38Novartis-Präsident Vasella kritisiert die Einwanderungspolitik
- 16:29Swisscom-Chef: «Den Meisten sind Roaming-Gebühren egal»
- 13:17So günstig zum Eigenheim wie nie
- 26.05.2012Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
- 26.05.2012Das sind die demokratischsten Firmen der Schweiz
- 26.05.2012UBS verliert bis zu 30 Millionen Dollar bei Facebook-Börsengang
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!

Bitte warten

