Nationalbank hält Leitzins auf tiefem Niveau

Aktualisiert am 17.09.2009

Trotz der Gefahr steigender Preise versorgt die Nationalbank die Wirtschaft weiterhin grosszügig mit Geld. Sie hat beschlossen, den Leitzins bei 0,25 Prozent zu belassen.

Zuletzt lag der Dreimonats-Libor hartnäckig bei 0,3 Prozent. Die SNB kann diesen Zins, den sich Geschäftsbanken untereinander für ungedeckte Kredite verrechnen, nur indirekt steuern. Wegen der expansiven Geldpolitik nimmt die Inflationsgefahr zu. Die SNB erwartet, dass die Teuerung in diesem Jahr -0,5 Prozent beträgt. In den Jahren 2010 und 2011 dürfte die Inflationsrate auf 0,6 und 0,9 Prozent steigen.

Die Notenbank behält sich auch weiterhin ausserordentliche Massnahmen gegen eine Frankenaufwertung gegenüber dem Euro sowie Käufe von Schweizerfranken-Obligationen privater Schuldner vor.

Prognose nach oben korrigiert

Die Wirtschaftslage wird von den Währungshütern aber etwas weniger düster beurteilt als noch Mitte Jahr. Neu geht die SNB von einem Rückgang des realen Bruttoinlandprodukts (BIP) im laufenden Jahr von 1,5 bis 2,0 Prozent aus, verglichen mit der bisherigen Voraussage von minus 2,5 bis 3,0 Prozent.

Bei der Teuerung erwartet die Nationalbank in diesem Jahr weiterhin eine negative Entwicklung von minus 0,5 Prozent, sowie positive Inflationsraten von 0,6 beziehungsweise 0,9 Prozent in den beiden nächsten Jahren. Die letzte Inflationsprognose hatte für 2010 und 2011 Werte von 0,4 beziehungsweise 0,3 Prozent vorausgesagt. (cpm/ap/sda)

Erstellt: 17.09.2009, 14:22 Uhr

Wirtschaft

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