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«Minder-Initiative ist untauglich, absurd und gefährlich»

Aktualisiert am 14.12.2009 29 Kommentare

Einige börsenkotierte Konzerne ziehen mit ihren Managerlöhnen scharfe Kritik auf sich. Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse verweist nun aber auf deren Leistungsausweis.

«Grundlegende Konstruktionsfehler»: Pascal Gentinetta, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Economiesuisse.

«Grundlegende Konstruktionsfehler»: Pascal Gentinetta, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Economiesuisse.
Bild: Keystone

In der Schweiz werde jeder sechste Franken von einem börsenkotierten Unternehmen verdient, schreibt Economiesuisse in einer Mitteilung vom Montag. Die 270 börsenkotierten Firmen hätten laut einer am Montag in Zürich vorgestellten Studie eine entscheidende volkswirtschaftliche Bedeutung.

Die börsenkotierten Gesellschaften beschäftigen rund 600'000 Mitarbeiter und bezahlen 40 Prozent der Unternehmenssteuern, wie Economiesuisse errechnet hat. Pascal Gentinetta, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Economiesuisse, hält an der Medienkonferenz in Zürich fest: «Unser Aktienrecht ist besonders attraktiv, weil es sehr flexibel ist und eine hohe unternehmerische Organisationsfreiheit ermöglicht.»

«Gefährliches Spiel mit dem Feuer»

Damit sei es ein Trumpf im internationalen Standortwettbewerb um attraktive Arbeitgeber und zahlungskräftige Steuerzahler. Das gelte es bei der gegenwärtigen Revision des Aktienrechts als indirekten Gegenvorschlag zur Initiative «gegen die Abzockerei» (Minder- Initiative) zu berücksichtigen. Diese wolle sämtliche börsenkotierten Aktiengesellschaften mit starren Vorschriften in ein Korsett zwingen.

«Das ist ein gefährliches Spiel mit dem Feuer», sagt Gentinetta. «Die Minder-Initiative ist mit ihren grundlegenden Konstruktionsfehlern untauglich, absurd und gefährlich: Bei ihrer Annahme würde das Schweizer Aktienrecht zu einem äusserst restriktiven internationalen Sonderfall verkommen.» Die laufende Aktienrechtsrevision sowie die Massnahmen der Finanzmarktaufsicht böten demgegenüber Grundlagen für taugliche Lösungen auch für die Mitsprache der Aktionäre bei den Entschädigungssystemen, so Gentinetta. (sam/sda)

Erstellt: 14.12.2009, 11:17 Uhr

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29 Kommentare

Robert Koch

14.12.2009, 12:04 Uhr
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Hohe Managerlöhne sind untauglich, absurd und gefährlich! Gentinettas Eskapade gegen Ethik in der Wirtschaft zeigt die Unbelehrbarkeit der Neoliberalen. Aktionäre als Eigentümer eines Unternehmens müssen nicht nur Mitsprache, sondern Mitbestimmung in Gehaltsfragen erhalten. Antworten


Peter Ulrich

14.12.2009, 11:19 Uhr
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Tatsächlich, würde die Schweiz zu einem Sonderfall werden. Ob dies, dann aber langfristig negativ oder positiv ist, muss sich zuerst mal weissen. Es ist einfach zu sagen, lassen wir alles beim alten es wird schon gut kommen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass dies nicht reicht. Es braucht umfassendere und zwingende Vorschriften, damit das soziale Gleichgewicht einigermassen erhalten bleibt. Antworten



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