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Krise vernichtet 10'000 Jobs in der Industrie

Aktualisiert am 26.05.2009

Der Arbeitsmarkt in der Schweiz ist in den ersten Monaten 2009 leicht gewachsen, die Aussichten werden aber zunehmend schlechter.

Die Beschäftigung ist in der Schweiz im ersten Quartal dieses Jahres nochmals leicht gewachsen. Die Zunahme hat sich aber weiter verlangsamt, und die Folgen der Rezession machen sich in einem Verlust von 10'000 Jobs in der Industrie sowie in düsteren Aussichten für die kommenden Monate bemerkbar.

Laut dem am Dienstag veröffentlichten Beschäftigungsbarometer des Bundesamts für Statistik (BFS) hat die Zahl der Beschäftigten im ersten Quartal dieses Jahres noch um 0,8 Prozent auf 3,957 Millionen zugenommen. Das Wachstum hat sich damit im Vergleich zum Vorquartal halbiert. Die Folgen der Rezession sind in der Industrie schon deutlich sichtbar. Dort ging die Zahl der Beschäftigten um 0,4 Prozent zurück. Ausgedrückt in Vollzeitäquivalenten waren das 10'000 Jobs weniger als im Vorjahresquartal. Um weitere 1,4 Prozent zugenommen hat die Zahl der Beschäftigten hingegen im Dienstleistungssektor. Besonders stark war die Zunahme im Gesundheits- und Sozialsektor, der um 18'000 Beschäftigte oder vier Prozent zulegte.

4,5 Millionen Erwerbstätige

Bei der nach anderen Kriterien erstellten Erwerbstätigenstatistik machte die Zunahme im ersten Quartal noch 0,6 Prozent auf 4,5 Millionen aus. Einmal mehr stieg die Zahl der ausländischen Erwerbstätigen mit 1,4 Prozent deutlich stärker als jene der einheimischen mit 0,4 Prozent. Die Effekte der Personenfreizügigkeit spiegeln sich in einer Zunahme der ausländischen Aufenthalter und einem Rückgang der Kurzaufenthalter.

Die in die Zukunft gerichteten Indikatoren des Beschäftigungsbarometers verheissen wenig Gutes: Der Indikator der Beschäftigungsaussichten verschlechterte sich im Vorjahresvergleich um 8,2 Prozent und rutschte erstmals unter die Marke von 1,00. Laut BFS ist damit im zweiten Quartal ein Beschäftigungsrückgang zu erwarten, wobei die Industrie stärker betroffen sein dürfte als der Dienstleistungssektor. Der Index der offenen Stellen brach um 37 Prozent ein. Um 5,9 Prozent gesunken ist der Indikator der Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von qualifiziertem Personal. (vin/sda)

Erstellt: 26.05.2009, 10:54 Uhr

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