Wirtschaft
Kleiner Hoffnungsschimmer für US-Wirtschaft
Aktualisiert am 03.09.2010 12 Kommentare
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Die Zahl der Beschäftigten ist lediglich um 54'000 gesunken. Dies dämpfte an den Finanzmärkten die Furcht vor einem Rückfall der weltgrössten Volkswirtschaft in die Rezession, die Aktien zogen in Europa und den USA deutlich an.
In der Privatwirtschaft entstanden sogar 67'000 neue Jobs, während die Regierung 121'000 Stellen strich. Sie hatte für die Volkszählung vorübergehend Hunderttausende Mitarbeiter angeheuert, die nun nicht mehr gebraucht werden.
Zudem fiel der Arbeitsplatzabbau in den beiden Vormonaten um 123'000 geringer aus als zunächst angenommen. Die Arbeitslosenquote stieg dennoch von 9,5 auf 9,6 Prozent.
Nicht kopfüber in Rezession stürzen
Experten sehen in den Zahlen einen Anhaltspunkt dafür, dass die weltgrösste Volkswirtschaft nicht erneut schrumpfen wird. «Dies deutet nicht darauf hin, dass wir kopfüber in eine Rezession stürzen», sagte US-Chefökonom Nigel Gault von IHS Global Insight.
Der Aufschwung nach der schwersten Wirtschaftskrise der vergangenen 70 Jahren war im Frühling fast zum Erliegen gekommen: Das Bruttoinlandprodukt wuchs nur noch um 0,4 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal, während die Schweiz ein Plus von 0,9 Prozent schaffte.
«Wir stecken in der Flaute»
Die hohe Arbeitslosigkeit steht einer Konjunkturerholung im Weg. Die US-Wirtschaft hängt zu 70 Prozent vom privaten Konsum ab. Die Wirtschaftskrise hatte mehr als acht Millionen Amerikanern den Job gekostet.
Auch die Einkommen steigen nur langsam: Die Stundenlöhne erhöhten sich im August um 0,3 Prozent. «Die Wirtschaft steckt in einer Flaute», resümierte Ryan Sweet von Moddy's Economy.com.
Trotz der wackeligen Erholung erwägt die Demokratische Partei von Präsident Barack Obama keine neuen Konjunkturpakete. «Wir ziehen kein zweites Konjunkturprogramm in Betracht», sagte eine Sprecherin des Weissen Hauses.
Obama hatte im vergangenen Jahr 814 Milliarden Dollar in die Wirtschaft gepumpt, um Stellen zu schaffen. Der Präsident steht gut zwei Monate vor den Kongresswahlen unter Druck, angesichts der Furcht vor einer neuen Rezession Handlungsbereitschaft zu demonstrieren.
Dienstleister schaffen Jobs
In der schleppenden Konjunkturerholung gilt vor allem der Arbeitsmarkt als Sorgenkind. Obama erwägt weitere Steuerkürzungen für Unternehmen. Damit sollten Firmen dazu angehalten werden, Jobs in den USA zu schaffen. Auch eine Verlängerung von Steuererleichterungen für die Mittelschicht werde in Erwägung gezogen.
Die meisten Jobs schufen im August die Dienstleister. Im grössten Wirtschaftszweig entstanden 67'000 neue Stellen. Auch im Baugewerbe stieg die Zahl der Beschäftigten wieder. In der Industrie wurden dagegen 27'000 Jobs gestrichen. (bru/sda/)
Erstellt: 03.09.2010, 16:33 Uhr
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12 Kommentare
hallo man sollte zu den offizeillen arbeitsosen auch die andern dazurechnen 2 millionen insassen in strafanstalten, das sind auch arbeitslose , nur sind sie fuer den staat viel teurer als gemeldete arbeitslose und es gibt noch viele andere statistiken mit denen kommt man am schluss auf 20 millionen arbeitslose, und mit dieser auslagerung der arbeit in andere staaten ist es vorbei mit usa Antworten
@stadler ... Amerika ist ein wunderschönes Land mit vielen Möglichkeiten. Doch was die Wirtschaft betrifft sind die Amerikaner und die Europäer nunmal auf dem absteigenden Ast. Wieviel Know How wurde in den letzten Jahren pulverisiert indem erfahrene Leute zu Gunsten junger Akademiker ohne Marktkenntnisse "Kosteneinsparungen" ausgewechselt wurden. Der Osten jedoch schläft nicht und überholt uns. Antworten
Treffend ausgedrueckt Herr Stadler (03/9-21.13). Als Auslandschweizer habe ich oefters den Eindruck, dass gewisse Schweizer nicht nur das Pulver, sondern Pulver + erfunden haben. Woher kommt diese Arroganz die keineswegs gerechtfertigt ist? Wir sind ein Land unter vielen anderen und ich faende es gut, wenn diese Ansicht der Dinge in der alten Heimat etwas haeufiger einkehren wuerde. Antworten
Habe soeben die Kommentare gelesen. So wie es aussieht sind die USA schon gestorben und diejenigen die noch dort leben sind alles Idioten! Vielleicht sollten die Kommentar Schreiberlinge sich einmal die Muehe machen und ein oder zwei Jahre in den USA leben dann koennten sie sich noch besser fuehlen neben sovielen Dummkoepfen. Die schweizer Arroganz scheint keine Grenzen zu kennen, Antworten
Probleme in USA entstehen durch die Einmischung der grossen Konzernen in der Geld- , Steuer und Sozialpolitik. Man spricht von legaler Korruption. Politik Obamas weist nachhaltig in der richtigen Richtung. Die Veränderung geht langsam voran, weil die korrupte Politik seit Jahrzehnten in USA betrieben wurde. Es ist kein Zufall, dass die Staatsfinanz und Sozialstruktur USA zusammen gebrochen ist. Antworten
Man hofft, dass der CHF nicht aufwertet, das USD nicht zu stark abwertet... das alles sind Wunschdenken. Die ökonomische Wirklichkeit spricht eine härtere Sprache. Die USA hat seine Chance und Vertrauenswürdigkeit bereits seit Jahren verspielt. Defizite USA ist nicht der Ursache für die Abwertung des USD, sondern geldpolitische Inkompetenz, mangelnde an kreativen Lösungen, konservative Haltung. Antworten
Man hofft, dass der CHF nicht aufwertet, das USD nicht zu stark abwertet... das alles sind Wunschdenken. Die ökonomische Wirklichkeit spricht eine härtere Sprache. Die USA hat seine Chance und Vertrauenswürdigkeit bereits seit Jahren verspielt. Defizite USA ist nicht der Ursache für die Abwertung des USD, sondern geldpolitische Inkompetenz, mangelnde an kreativen Lösungen, konservative Haltung. Antworten
Das die Zahlen aus den U.S.A. nicht richtig sind, weiss wohl bald jeder. Arbeitslosenzahl von über 20%. Die Bezieher von Essensmarken ist um über eine Million auf 41 Millionen bezüger gestiegen. Besserung ist nicht in Sicht. Da sieht die Zukunft schön Düster aus. Antworten
Eine interessante Entwicklung. Früher stöhnte man, wenn die Zahlen nicht noch höher im Plus waren als erwartet. Heute jubelt man, wenn das Minus nicht noch schlimmer ist. Und dann heisst es jedesmal: die Analysten hätten noch Schlimmeres erwartet - wohlgemerkt: dann immer im Rückblick. In der Vorausschau hörte man natürlich nichts davon. Das zeigt, wie verzweifelt die Lage ist. Antworten
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Jonas Däppen
Hoffentlich wird es mit den USA noch schlimmer, dann wäre es mal eine Chance für die restliche Welt, wieder für echte Werte einzustehen. Aber solange die USA jährlich über 2300 Mia. für das Militär ausgibt, kann es ja nicht so schlimm sein. Antworten