«Jetzt ist der Zeitpunkt, um Gold zu kaufen»
Von Bernhard Fischer. Aktualisiert am 26.09.2011 93 Kommentare
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Der Goldpreis ist seit Anfang September von 1827 auf 1608 US-Dollar je Feinunze abgestürzt. «Jetzt ist der Zeitpunkt, um Gold zu kaufen», sagt Susanne Toren, Analystin der Zürcher Kantonalbank für Gold und andere Edelmetalle. Toren schliesst sich den mehrheitlich optimistischen Prognosen im Markt an. In drei Monaten soll der Preis demnach wieder auf 1850 US-Dollar je Feinunze steigen, auf Jahressicht sogar auf 1900 Dollar.
Unsicherheit bleibt Goldpreistreiber
Seit dem Entscheid des Fed, die Refinanzierungszinsen in den USA auf tiefem Niveau zu belassen, haben die Edelmetall-Experten ihre Prognosen wieder nach oben revidiert. Zudem beflügelt das fragile weltwirtschaftliche Umfeld weiterhin die Unsicherheit der Investoren, die sich in Edelmetalle flüchten werden, was ebenfalls für einen steigenden Goldpreis spricht.
Der Grund für das zwischenzeitliche Absacken des Goldpreises tönt banal: Spekulanten hatten es auf kurzfristige Gewinnmitnahmen abgesehen und die Abwärtsbewegung sei auf den Handel mit Goldfutures zurückzuführen, meint Toren.
Tatsache ist, dass börsengehandelte Goldfonds (Exchange Traded Funds – ETF – auf Gold) nicht weniger geworden sind und die Nachfrage nach physischem Gold nach wie vor stark ist. Aufgrund der volatilen Wirtschaftsentwicklung ist das Bedürfnis nach Sicherheit so gross, dass auch die Notenbanken – insbesondere in den aufstrebenden Märkten – ihre Goldbestände den Einschätzungen zufolge ausweiten werden.
So gesehen entwickeln sich sowohl ETF als auch physisches Gold parallel gut. Gold-ETF haben laut Toren sogar ein noch grösseres Aufwärtspotenzial, weil die Käufer des physischen Goldes üblicherweise wesentlich preisempfindlicher reagieren als Finanzinvestoren.
Goldblase kein Thema
Die Gefahr einer Finanzblase beim Gold ist für Toren kein Thema: «Wenn man sich die nach wie vor historisch tiefen Geldmarktsätze in den USA ansieht, dann spricht alles für eine Goldrallye und weniger für eine Blasenbildung. Dazu kommt, dass Gold im Vergleich zu anderen Rohstoffen wie Öl oder Kupfer nicht teuer ist. Und bei diesen verhältnismässig teureren Rohstoffen spricht auch niemand von einer Blase.»
Ebenfalls für einen steigenden Goldpreis würde die weltweit steigende Nachfrage aus den Schwellenländern sprechen, meint Toren. Notenbanken und Privathaushalte vor allem aus China würden in Zukunft verstärkt Gold und Gold-ETFs nachfragen.
Grund dafür ist die Liberalisierung der Edelmetallmärkte in den Emerging Markets. Anfang der 90er Jahre war der Edelmetallhandel in Indien verboten. Bis vor kurzem war das auch in China der Fall. Denn die aufstrebenden Länder wollen zuerst ihre eigene Währung etablieren, bevor das Gold die Landeswährungen konkurrenziert.
Heute ist Indien der weltweit grösste Nachfrager nach physischem Gold. Eine ähnliche Entwicklung prognostiziert Toren auch für China. Bis 2002 war dort der Edelmetallhandel nicht erlaubt. Doch seit Mitte Juli werden erstmals Platin- und Palladium–ETF gehandelt.
Überdies werde auch die Nachfrage im Nahen und Mittleren Osten nach Barren und Münzen steigen. In diesen Ländern stecken Finanzprodukte auf Edelmetalle noch in den Kinderschuhen, das Wachstumspotenzial sei daher beträchtlich, so Toren.
Goldexperten sind sich weitgehend darin einig, dass Gold nach wie vor eine attraktive Vermögensanlage ist. Auch wenn laut den Analysten der Goldpreis in den nächsten Tagen auf dem Papier noch weiter sinken könnte, ist «fundamental» in Zukunft ein höherer Goldpreis gerechtfertigt. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 26.09.2011, 16:13 Uhr
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93 Kommentare
na ja, wer den namen der zkb analystin in google eingibt, liesst belustigt frühere mpfehlungen - damals empfahl fr. toren zum goldverkauf, weil der preis nicht weiter steigen werde "Für die nächsten zwölf Monate gehen wir von einem Preis von 800 Dollar aus", sagt Toren.
genau so gut wirft man eine münze + entscheidet so für kauf oder verkauf
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