Japans Exporte so tief wie zuletzt in der Wirtschaftskrise

Die weltweite Sorge um die drittgrösste Volkswirtschaft wächst: Die Nachfrage nach Produkten aus Japan ist im Januar um 12,9 Prozent eingebrochen.

Weniger Stahl und Ölprodukte ausgeliefert: Container-Terminal in Tokio. (Archivbild)

Weniger Stahl und Ölprodukte ausgeliefert: Container-Terminal in Tokio. (Archivbild) Bild: Kimimasa Mayama/Keystone

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Die japanischen Exporte sind im Januar so stark eingebrochen wie zuletzt 2009. Die schwächere Nachfrage aus China und anderen wichtigen Absatzmärkten habe zu einem Rückgang auf Jahressicht um 12,9 Prozent geführt, teilte das Finanzministerium am Donnerstag mit.

Analysten hatten im Schnitt mit einem Minus von 11,3 Prozent gerechnet. Es war bereits die vierte Abnahme in Folge, bedingt vor allem durch geringere Auslieferungen an Stahl und Ölprodukten.

Export nach China ging um 17,5 Prozent zurück

Zudem habe das Neujahrsfest in China früher stattgefunden als letztes Jahr, was ebenfalls die Exporte belastet habe, teilte ein Vertreter des Finanzministeriums mit. Allein nach China – dem grössten Handelspartner – wurden 17,5 Prozent weniger Waren ausgeliefert.

Die jüngsten Daten dürften die Sorgen um den Zustand der japanischen Wirtschaft schüren. Im Schlussquartal schrumpfte die weltweit drittgrösste Volkswirtschaft hinter den USA und China. Zur Ankurbelung der Kreditvergabe hatte die japanische Notenbank im Januar Strafzinsen für Geschäftsbanken eingeführt. (chk/sda)

(Erstellt: 18.02.2016, 06:41 Uhr)

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