Hebt die SNB die Euro-Untergrenze an?
Von Olivia Kühni. Aktualisiert am 04.11.2011 67 Kommentare
SNB-Direktionsmitglied Jean-Pierre Danthine.
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Die Aussage von Jean-Pierre Danthine lässt aufhorchen: «Selbst bei einem Kurs von 1.20 Franken pro Euro bleibt der Franken stark», sagte das Direktoriumsmitglied der Schweizerischen Nationalbank SNB (SNBN 1067 -2.82%) gestern in Genf an einem Treffen von Finanzmarktexperten. «Er sollte sich mit der Zeit weiter abschwächen. Sollten die wirtschaftlichen Aussichten und die Deflationsrisiken es nötig machen, werden weitere Massnahmen ergriffen», so Danthine weiter.
Die SNB hat am 6. September eine Untergrenze von 1.20 Franken pro Euro festgelegt. Bereits damals wurde öffentlich diskutiert, dass die SNB die Grenze zu einem späteren Zeitpunkt anheben könnte. Erst vor einer Woche sagte der Ökonom Klaus Wellershoff gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet: «Wir denken, es gehört zur Strategie der Nationalbank, die Untergrenze schrittweise anzuheben.»
Kurs gestiegen
Bei der Nationalbank will man die Aussage von Danthine nicht weiter kommentieren. «Das ist dieselbe Aussage, die wir seit dem 6. September immer wieder machen», sagt ein Sprecher. «Wir haben immer wieder betont, dass wir den Franken bei 1.20 als hoch bewertet erachten.»
Der Franken-Eurokurs stand heute Morgen um 9:55 Uhr auf 1.22 Franken, 0,95 Prozent höher als gestern. Die Märkte glauben offenbar daran, dass die Nationalbank zu weiteren Massnahmen fähig und willens ist. Heute Morgen hat die SNB ausserdem die Zahlen zu ihren Währungsreserven veröffentlicht: Sie haben gegenüber Ende September von 282,2 Milliarden Franken auf 242,7 Milliarden Franken abgenommen. Für die Märkte ist das, ebenso wie die Äusserungen von Jean-Pierre Danthine, das Signal, dass es die SNB ernst zu nehmen gilt.
(Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 04.11.2011, 10:19 Uhr
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67 Kommentare
Die Entwertung des Frankens durch die SNB ist eine gigantische Subventionierung der Export- und Tourismuswirtschaft auf Kosten des Rests der Wirtschaft sowie der Rentner und Sparer.
Ausserdem ist noch nie ein Land an einer zu starken Währung zugrunde gegangen aber schon viele an einer zu schwachen!
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