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Für die Anleger ist 2011 ein Minusgeschäft

Aktualisiert am 02.10.2011 10 Kommentare

Der Schweizer Leitindex SMI hat seit Jahresbeginn 14 Prozent verloren. Die Chancen auf Erleichterung stehen schlecht: Die Weltwirtschaft kühlt sich ab und über allem hängt das Damoklesschwert der Rezession.

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Dreiviertel des Börsenjahres 2011 sind um und es scheint, dass dieses wie zuletzt im Krisenjahr 2008 den Investoren in Schweizer Aktien kein Glück bringen wird. Die Anleger müssen wohl mit einem deftigen Minus rechnen.

Die Chance, dass der Swiss Market Index (SMI) das aktuelle Jahresminus von rund 14 Prozent bis Ende Jahr noch wettmachen oder gar in ein Plus verwandeln kann, scheint gering. Die dominierenden Themen auf den Kapitalmärkten werden auch in den kommenden Wochen weiterhin der starke Franken, die Schuldenkrise in Europa sowie die sich abkühlende Konjunktur sein.

Deutlich unter 6000 Punkten

Nach einem starken 2009 und einem flachen 2010 zeichnet sich damit für 2011 wieder ein schwaches Schweizer Aktienjahr ab. Seit 2009 hielt sich der SMI, (SMI 5865.19 0.22%) der Index der Schweizer Grosskonzerne, für fast zwei Jahre zwischen 6000 und 7000 Punkten. Nun, im dritten Quartal, gerieten die Kurse ins Rutschen und der SMI unterschritt die 6000-Marke zeitweise deutlich.

Geprägt war das bisherige Börsenjahr vor allem von der europäischen Schuldenkrise mit dem Drama um Griechenlands mögliche Total-Pleite. Auch die verheerende Erdbeben-Katastrophe und die Havarie im Atomkraftwerk Fukushima im März belastete die Börsen, allerdings nur vorübergehend.

Das böse «R-Wort»

Grosse Irritationen gab es zudem wegen des politischen Trauerspiels zwischen Demokraten und Republikanern in den USA um die Anhebung der Schuldenobergrenze, die den Staatsbankrott der USA verhindern sollte. Ein Kompromiss wurde bekanntlich erst nach zahlreichen taktischen Manövern und in allerletzter Sekunde gefunden.

Zuletzt, das heisst in den vergangenen paar Monaten, häuften sich die Anzeichen auf eine konjunkturelle Abkühlung und das «R»-Wort wurde vermehrt mahnend ausgesprochen. Die Experten streiten sich darüber, wie stark die Gefahr einer Rezession ist. Ausser Frage steht aber, dass das weltweite Wirtschaftswachstum langsamer wird.

Franken im Rampenlicht

Aus Schweizer Sicht stand im bisherigen Jahresverlauf ganz klar der starke Franken im Rampenlicht. Schon im Vorjahr war er ein Thema, doch mit dem vorübergehenden Erreichen der Parität zum Euro anfangs August bekamen das Ganze eine neue Dimension. Die Massnahmen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) gaben den Märkten wieder etwas Stabilität.

Stark unter der Schuldenproblematik litten die Banken. Die Aktien von UBS (UBSN 11.15 -0.89%) und Credit Suisse (CSGN 19.09 -1.39%) verloren im laufenden Jahr 29 bzw. 35 Prozent an Wert. Weniger stark war der Wertzerfall bei den so genannten «defensiven», also weniger stark schwankenden Titeln wie jenen der Pharmakonzerne Roche (ROG 152.4 0.26%) und Novartis, (NOVN 49.92 0.89%) des Nahrungsmittelmultis Nestlé oder des Telekomanbieters Swisscom.

Erholung fraglich

Ob es bis zum Jahresende mit dem Gesamtmarkt nochmals deutlich nach oben geht, bleibt offen. Immerhin stieg der SMI innerhalb von sieben Wochen vom Jahrestief bei 4695 Punkten auf gut 5500 Punkte, getrieben von Hoffnungen, die EU werde die Schuldenkrise doch noch in den Griff bekommen.

Viele Kommentatoren raten aber unverändert zu einer vorsichtigen Haltung, da die Hoffnungen auf die Politik herb enttäuscht werden könnten. Grössere Rückschläge seien jederzeit möglich. (ami/sda)

Erstellt: 02.10.2011, 13:58 Uhr

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10 Kommentare

Walter Krauer

03.10.2011, 02:01 Uhr
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Besonders der Westen steht politisch vor einer Zerreisprobe. Die Wurzeln dafür liegen in einem Amerika das alle Vernunft fallen lies. Der Grössewahn einer Nation die nach dem letzten Weltkrieg die Weltmacht anstrebte ist gescheitert. Nicht nur der Kommunismus hat sich nicht bewährt, auch der Kapitalismus ist ausgeartet. Die wahren Schuldigen weisen jegliche Schuld zurück. Antworten


erich schweizer

02.10.2011, 20:58 Uhr
Melden 2 Empfehlung

amerikanische boersen stehen noch mit wenig verlust da, dort lauern die groessten gefahren. rezession wird es sicher keine geben und sobald griechenland problem geloest ist, werden die europaeischen boersen steigen.
man darf nicht vergessen dass alle eu laender zusammen nur 8 billionen schulden haben usa dagegen 15 billionen.
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