Flucht ins Gold

Mit dem Börsensturz steigt die Lust auf Gold. Der Preis für das gelbe Metall schiesst regelrecht in die Höhe.

Ob physisch oder nur im Bank-Portfolio, Gold ist wieder gesucht: Glänzender Goldbarren.

Ob physisch oder nur im Bank-Portfolio, Gold ist wieder gesucht: Glänzender Goldbarren. Bild: Keystone

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Am Donnerstag erreichte der Preis für eine Feinunze an der Börse in London ein Zwölf-Monats-Hoch und notierte zeitweise bei 1244 Dollar (1104 Euro). Gold gilt als krisensichere Anlage. Den Höchstwert hatte der Goldpreis im Jahr 2012 mit im Jahresschnitt knapp 1300 Euro für eine Unze Feingold erreicht. In den Jahren danach ging es wieder bergab. 2015 war Gold im Jahresdurchschnitt aber laut Deutschem Bankenverband immer noch rund dreimal so teuer wie zehn Jahre zuvor. Eindrückliche Entwicklung: Der Goldpreisanstieg in den letzten drei Monaten.

Eine Prognose über die weitere Entwicklung sei schwierig, erklärte der Bankenverband. Er gab zu bedenken, dass Gold keine regelmässigen Erträge bringt - sein Vermögen kann ein Anleger mit Gold also nur steigern, wenn der Goldkurs steigt.

China und Indien bleiben grösste Abnehmer

Die weltweite Nachfrage nach Gold blieb im vergangenen Jahr stabil. 4212 Tonnen wurden nachgefragt, fast genauso viel wie im Vorjahr mit 4226 Tonnen, wie der Weltgoldrat in London mitteilte.

China und Indien blieben auch 2015 die grössten Abnehmer für Gold. Auf sie entfielen laut Weltgoldrat zusammengenommen 45 Prozent der weltweiten Nachfrage, wobei China mit 985 Tonnen vor Indien mit 849 Tonnen lag.

Weniger Goldschmuck

Gold als Investitionsobjekt war im vergangenen Jahr weiterhin gefragt: Hier stieg die Nachfrage um acht Prozent auf 878 Tonnen. Vor allem in China sei ein starker Anstieg von 21 Prozent verzeichnet worden, erklärte der Weltgoldrat. In Europa wurde Gold als Investition mit 219,3 Tonnen um zwölf Prozent stärker nachgefragt als im Vorjahr.

Das Interesse an Goldschmuck ging weltweit dagegen im Jahresverlauf um drei Prozent auf 2415 Tonnen zurück. In Indien immerhin legte die Nachfrage um fünf Prozent auf 654,3 Tonnen zu. Das war der höchste Stand seit 2010. Die Nachfrage der Zentralbanken nach Gold blieb 2015 in etwa stabil. (cpm/afp)

(Erstellt: 12.02.2016, 14:18 Uhr)

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