Wirtschaft

Eine Geldschwemme wie nie in der Geschichte

Die Notenbankgeldmenge nahm in den letzten Monaten dramatisch zu. Die Gründe, warum der Schweiz dennoch keine Inflation droht.

Gewagte Geldpolitik mangels Alternative: Das Nationalbankdirektorium mit Philipp Hildebrand, Jean-Pierre Roth und Thomas Jordan.

Gewagte Geldpolitik mangels Alternative: Das Nationalbankdirektorium mit Philipp Hildebrand, Jean-Pierre Roth und Thomas Jordan.
Bild: Keystone

Libor und Repo

Die Nationalbank hat zu ihrem Leitzins den Libor für Schweizer Franken für eine Ausleihfrist von 3 Monaten auserkoren. Der Libor ist der Zins, den sich Banken für ihre gegenseitigen und nicht durch Sicherheiten hinterlegten Ausleihungen verrechnen. Libor steht für «London Interbank Offered Rate», denn in London wird er als Durchschnitt der täglich verlangten Zinsen berechnet. Die Nationalbank kann ihn nur indirekt, durch die Geldversorgung der Banken, steuern. Diese läuft über sogenannte «Repo»-Geschäfte. «Repo» steht für «Repurchase Agreement» und entspricht einem durch Wertpapiere gesicherten Kredit an die Banken. Je tiefer sie den Zins für diese Art von «Kredit» ansetzt, je tiefer sinkt normalerweise auch der Libor.

Während des letzten Jahres hat dieser Mechanismus allerdings zeitweise nicht mehr funktioniert. Das Misstrauen der Banken hat dazu geführt, dass der Liborsatz im letzten Herbst sogar angestiegen ist, als die SNB diesen Leitzins offiziell gesenkt hat. Die grösste Schwierigkeit für die Notenbank besteht darin, dass sie die Reposätze praktisch nicht mehr senken kann, da diese sich bereits bei 0,05 Prozent (für ein einwöchiges Repogeschäft) befinden. Die SNB hat daher wie andere Zentralbanken auch, zu anderen und bisher als gefährlich gehaltenen Methoden gegriffen, um weiter Geld in die Wirtschaft zu pumpen. So hat sie unter anderem begonnen, Wertpapiere von Unternehmen aufzukaufen.

Die Konjunkturbeobachter sind sich einig: Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird heute den Leitzins unverändert lassen, sie wird weiterhin einen Wert des «Libor» von 0,25 anstreben. Tatsächlich stellt sie das Geld den Banken wie andere Zentralbanken auch, praktisch gratis zur Verfügung – aufs Jahr hochgerechnet zu einem Satz von 0,05 Prozent pro Woche für sogenannte Repogeschäfte (siehe Kasten links).

Die grosszügige Geldversorgung zeigt sich auch in einer gewaltigen Zunahme der Geldmenge in den meisten entwickelten Volkswirtschaften. Das wiederum weckt Inflationsängste. Sie sind unbegründet. Das neu geschaffene Geld kommt nämlich gar nicht in der Wirtschaft an, wie die Statistiken der Schweizerischen Nationalbank zeigen.

Grösste je gemessene Geldmengenzunahme

Laut dem neuesten «Statistischen Monatsheft» der Nationalbank hat die von ihr direkt steuerbare, sogenannte Notenbankgeldmenge, im Juli im Vergleich zum gleichen Vorjahresmonat um 140,4 Prozent auf 109,3 Milliarden Franken zugenommen. Ein ähnlich hoher Anstieg zeigt sich in keinem anderen Jahr der bis 1950 zurückreichenden SNB-Statistik. Von 1951 bis Ende 2007 belief sich die durchschnittliche Zunahme der Notenbankgeldmenge jeden Monats (im Vergleich zum Vorjahresmonat) auf bloss 3,9 Prozent. Seither ist dieser Durchschnitt auf beinahe 54 Prozent angestiegen. Im Jahr 2009 allein erreichte er bisher sogar den gigantischen Wert von 125 Prozent.

Nach einem Blick in die Geschichte müssten nach einem solchen Geldmengenexzess eigentlich alle Warnlampen blinken. Nach dem mit 59,2 Prozent bisher zweithöchsten Anstieg der Notenbankgeldmenge im Februar 1972 (nach dem Ende des «Bretton Woods Systems» fixer Wechselkurse) stieg die Inflation bis zum Dezember 1973 auf beinahe 12 Prozent an.

Der Wert des Geldes nimmt zu

Eine solche Entwicklung ist trotz dieser beeindruckenden Geldmengenexplosion diesmal nicht zu erwarten. Eine Inflation entsteht dann, wenn das Geld die Nachfrage stimuliert und so die Preise hochtreibt. Bisher geschieht in der Schweiz das Gegenteil: Statt dass die Inflation ansteigt, geht sie seit dem Sommer 2008 stetig zurück. Im August belief sie sich auf minus 0,8 Prozent. Der Wert des Geldes nimmt zu, beziehungsweise das Preisniveau sinkt.

Der Grund: Das viele neu geschaffene Geld kommt nicht in der realen Wirtschaft an. Die Banken parken es postwendend wieder bei der Nationalbank, von der sie es beziehen. Die auf den Konten bei der SNB gehaltenen Gelder (den «Girokonten inländischer Banken») haben im Juli bezogen zum Vorjahresmonat um sage und schreibe um das Zwölffache zugenommen. Die bei der Zentralbank gelagerte Summe belief sich im Juli auf 64,3 Milliarden Franken. Im monatlichen Durchschnitt hielten die Finanzinstitute seit 1950 dagegen bloss einen Betrag von 4,2 Milliarden auf ihren Konten bei der Nationalbank.

Die Banken trauen sich noch immer nicht über den Weg

Die enorm hohe Geldhaltung der Banken hat mit dem anhaltenden Misstrauen zu tun, den diese gegenüber ihresgleichen haben: «Die Banken tauschen das Geld immer noch nicht im selben Ausmass wie früher unter sich aus, sondern über die Nationalbank,» erklärt Nationalbanksprecher Werner Abegg. Dass die Geldkanäle nach wie vor nicht normal funktionieren, zeigt auch die Schwierigkeit der Nationalbank, den Zinssatz für Geschäfte zwischen den Banken (Libor) mit ihrer Geldpolitik auf den gewünschten Satz von 0,25 Prozent zu drücken. Noch immer liegt er bei 0,3 Prozent.

Die drastische Zunahme der Notenbankgeldmenge und die tiefen Zinsen der Nationalbank finden daher auch keinen Niederschlag in der Kreditstatistik. Diese misst auch die vergebenen Hypotheken, die die Statistik dominieren. Sowohl die von den Banken gewährten Limiten wie auch die Beanspruchung der Kredite hat in der Schweiz zwar zugenommen, aber beide mit einem Durchschnitt von unter 5 Prozent deutlich weniger als im letzten Boomjahr 2007, als die Kredite um bis zu 15 Prozent zugelegt haben.

Firmen brauchen keine Kredite

«In der Schweiz ist nach wie vor keine Kreditklemme zu beobachten», sagt Abegg von der Nationalbank. Trotz der grosszügigen Geldversorgung der Nationalbank wird das Kreditvolumen dennoch aller Wahrscheinlichkeit sogar noch weiter abnehmen. Abegg nennt drei Gründe, die alle auf die anhaltend schwache Konjunkturlage zurückgehen. Erstens seien die Banken wegen steigenden Ausfallrisiken bei der Kreditvergabe zurückhaltender; zweitens würden die Unternehmen wegen geringerer Investitionen weniger Kredite nachfragen und drittens finanzierten sich viele kleine und mittlere Unternehmen selbst oder zumindest nicht über Bankkredite.

Mit Blick auf die Daten erstaunt es daher kaum, dass die Nationalbank trotz ihrer eigenen drastischen Geldmengenzunahme noch immer mehr eine Deflation (ein sinkendes Preisniveau) fürchtet, als eine Inflation. Darin liegt auch der Grund, dass sie ihre expansive Geldpolitik noch einige Zeit weiter fortsetzen wird. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.09.2009, 12:00 Uhr

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30 Kommentare

Daniel Schenker

18.02.2010, 19:29 Uhr
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Die weltweite Geldschwemme ist auch der verheimlichte Hauptgrund, wieso der Rentenumwandlungssatz zur Debatte steht: Geld ist von den Notenbanken zur Stützung der Zocker-Banken seit Jahren praktisch gratis zu haben - also gibt's auch für die Sparer inklusive Pensionskassen nur einen mickrigen Zins. Jemand muss am Schluss immer die Zeche zahlen - und das sind meist die (Zwangs-) Sparer! Antworten


Charles Dupond

18.02.2010, 19:05 Uhr
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Abegg verschweigt den vierten Grund: Den Massenkaufkraftwegbruch wegen Doempingloehnen und der Verweigerung des Teuerungsausgleichs auf immer mehr Kapitalabschmelzrenten. Bei einer Inflation von nur 4 Prozent halbiert sich die Rentenkaufkraft alle 17 Jahre, Bei einer Inflation von 10 Prozent (die durchaus in Reichweite liegt) gar alle 7 Jahre. Nur das Umlageverfahren ist inflationsverlustsicher! Antworten


bruno seiler

18.09.2009, 04:39 Uhr
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es scheint, dass da einiges verschwiegen wird!!! von gigantischen staatsverschuldungen und deren gesundung wird nicht angesprochen!!!!! hochgiftiges thema!!!!! die gesundung der staatsfinanzen wird ueber eine hohe inflation geschehen!!!! der dollar wird verschwinden!!!!! es laueft alles ueber milliarden kredite!!!! wo kommt das geld her fuer rueckzahlungen, wenn nicht vorhanden. inflation, infla Antworten


Rene Wetter

17.09.2009, 20:38 Uhr
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Kein Wunder, dass es z.Z.keine Inflation gibt, Banken geben das Geld nicht weiter oder wenn zu Höchstzinsen. Jeder mit Kontokorrent, soll mal schauen was er für einen Mickerzins erhält und was er für einen Horrorzins zahlt wenn er überzieht.Wenn die Konjunktur anzieht kommt die heikle Phase; dann muss die Geldschwemme sofort abgesaugt werden. Aber auch das hilft wenig, das Erdöl macht die Inflatio Antworten


Nadine Binsberger

17.09.2009, 19:08 Uhr
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@Pasquini 16:24: dann würde ich meinen Job künden und mit Ihnen zusammen Getreide pflanzen, Brot backen und es genüsslich verspeisen. Wenn dann Leute kommen und 105 Franken bieten für ein Pfund Brot, würde ich denen sagen: was soll ich mit Geld? Ich hätte lieber zB Käse zum Brot. Dann würden wir zusammen Ziegen halten, etc. Mittelalter? Ih wo! Mit Computern machen wirs genauso ;-) Antworten


Sibylle Weiss

17.09.2009, 18:26 Uhr
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M.Brunner; mit Sparen habe ich die Konsumenten/Kunden gemeint. Antworten


Thomi Horath

17.09.2009, 18:20 Uhr
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Na ja, Gold, Silber, Platin, alles am steigen. Die SNB hat wahrscheinlich beschlossen, mit den anderen Inflationen (Euro, Dollar) mitzugehen, damit wir weiterhin exportieren können und Touristen im Land haben. Nachteil dabei ist wohl, dass wir stärker abhängig werden vom Ausland. Wir können uns immer weniger selber versorgen. Antworten


Peter Maurer

17.09.2009, 17:30 Uhr
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Natürlich verliert der Schweizerfranken an Wert. Seit Anfang 2009 hat er fast 10% verloren. Und die Inflation hat natürlich schon begonnen. Ich bin erstaunt darüber, dass das Volk die Lügen von Politiker bzw. Zentralbanken und IWF immer noch glaubt. Auch die Schweiz hat seit dem Jahre 2000 keine Golddeckung mehr (wurde in der Bundesverfassung festgelegt). Na dann, gute Nacht! Antworten


Manuela Pasquini

17.09.2009, 16:24 Uhr
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@Binsberger: wenn Sie für ein Pfund Brot plötzlich 100 Franken bezahlen müssten, dann wäre für Sie Geld auch nicht mehr einfach nur ein Mittel zum Tausch für Lebensmittel, vor allem wenn Ihr Lohn sich nicht verändert. Dann gfibts nur noch 1x im Monat Brot zu essen:-) Ich finde ihren Kommentar sehr erfrischend! Und das in einem kapitalistischen Land wie der Schweiz:-) *krummlach* Antworten


Marco Brunner

17.09.2009, 16:03 Uhr
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@Sibylle Weiss: Sparen ist für eine Wirtschaft essenziell, denn andernfalls kann nicht investiert und kein Arbeitsplatz geschaffen werden. Was mit einer Gesellschaft passiert, die über Jahrzente eine Sparquote von 0%, einen Konsumanteil am BIP von 70% aufweist und fast nichts mehr produziert, sehen wir momentan an den USA. Und die momentane Geldpolitik wird diese Probleme noch massiv verschärfen! Antworten


Sibylle Weiss

17.09.2009, 15:42 Uhr
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In der Krise zu sparen, wäre hoch konzentriertes Gift,was nicht heisst,über die Verhältnisse leben zu müssen.Wenn gespart wird,nimmt die Liquidität z.B. in den Läden ab,was ein Liquiditätsproblem nach sich ziehen würde,da weniger Kunden vorhanden u.zuviel Personal die Folge wären,was wiederum zu Entlassungen führt. Fazit: Mehr Arbeitslose.Dies bedeutet,Sparer tun der Wirtschaft keinen Gefallen! Antworten


Karl Gunzens

17.09.2009, 15:39 Uhr
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"Das Geld kommt nicht in der Wirtschaft an, daher gibt es keine Inflationsgefahr." - Leider etwas zu kurz gedacht. Was ist mit der enormen Verschuldung der Staaten? Um nicht bankrott zu gehen, haben sie ein Interesse daran, sie irgendwann abzuzahlen, und das geht am leichtesten über eine schleichende Inflation. Antworten


Thomas Braun

17.09.2009, 15:12 Uhr
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Was ist das für ein BusinessCase: Repo bei der Nationalbank, Zinsen zahlen an die Nationalbank und gleich wieder das Geld bei der Nationalbank aufs Konto legen. Wieviel Zins zahlt derzeit denn die Nationalbank den Einlegern? Wer kann mir das erklären? Antworten


Julius Faber

17.09.2009, 13:40 Uhr
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@Binsberger: Ich wünschte doch, das Geld nur Tauschmittel wäre. Aber Geld in der jetzigen Form ist der Kapitalismus! Denn unser Geld sind Schulden bei der Bank und Schulden müssen mit Zins (Wachstum) , also neuen Schulden welche von der Bank bezogen werden, zurückbezahlt werden! Gäbe es keine Schulden, also kein Arm und Reich, würde es in sich zusammenbrechen! @: youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ Antworten


Marco Brunner

17.09.2009, 12:22 Uhr
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@Nadine Binsberger Geld ist eben nicht nur ein Tauschmittel, sondern auch ein Wertaufbewahrungsmittel. Weil insbesondere die US-Wirtschaft sparende Bürger nicht verkraften könnte, sollen die Leute mit allen Mitteln vom Sparen abgehalten werden. Es deutet momentan alles daraufhin, dass die hinterlistige Steuer Inflation zur besten Waffe gegen Konsumverweigerer gekührt wurde. Antworten


Nadine Binsberger

17.09.2009, 11:43 Uhr
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Was interessiert uns dieser Finanzmarktkram? Geld ist nur ein Mittel, ein Tauschmittel für die wirklich wichtigen Dinge im Leben: Nahrung, Kleidung, Behausung, Wasser, Energie, Transport, Kommunikation, Bildung, Pflege, etc. Das alles sind die Produkte der Leistungen von Hirn, Herz und Hand von Menschen, nicht das Ergebnis von irgendwelchen Zahlenschiebereien. Was ist eigentlich "Wirtschaft"? Antworten


Patrick Feusi

17.09.2009, 11:09 Uhr
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@Lukas Schuler: Besten Dank für Ihre Antwort. Mein Gefühl sagt mir einfach, dass dieser Anstieg wieder eine Übertreibung ist, welche bald mal an ihre Grenzen kommen wird. Ich freue mich natürlich, wenn Ihr Börsenindikator dies ebenfalls so sieht. Antworten


Chris Stalder

17.09.2009, 11:00 Uhr
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Hallo, aufwachen! Bei Zinssätzen für Firmenkredite zwischen 8-12% (man rechne sich die Marge der Banken aus bei einer Refinanzierung über die Nationalbank zu 0.25%...) werden natürlich keine Kredite mehr nachgefragt. Wie sollten denn in diesen Krisen-Zeiten in der Realwirtschaft die Renditen erwirtschaftet werden, um solche Schuldzinsen zahlen zu können? Antworten


Lukas Schuler

17.09.2009, 10:49 Uhr
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@Patrick Feusi Habe seit langem selber einen Börsenindikator entwickelt, der hat den Totalabsturz der Finanzkrise vorausgesehen (eigenes Geld im April 2007 aus Fonds abgezogen). Der selbe Indikator gibt Ihnen ebenfalls recht und sagt: Wer auf der sicheren Seite sein will, bleibt momentan noch draussen. Antworten


Dieter Wundrak-Gunst

17.09.2009, 10:43 Uhr
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Einerseits ein aufgeblähtes Geldvolumen und anderseits die Verschuldung durch die öffentliche Hand. Und dann noch die Finanzhaie, die mit dem billigen Geld in die Finanzmärkte (Hedge Fonds, Aktien, strukturierten Produkte, Rohstoffmärkte, etc.etc.) gehen. Und ob alles dies einmal zurück bezahlt werden kann, das wissen nur die Götter. Im Momen hören wir nur - wie auch hier im Kommentar - , i.O. Antworten


Rolf Glauser

17.09.2009, 10:25 Uhr
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Die ueberhohen Bankspesen und Gebuehren senken waere das Eine. Und dem Otto Normalbuerger etwas mehr Zins auf dem den Banken zur Verfuegung gestellten Spargeld zahlen, waere das Andere. So billiges Geld wie das Spargeld wuensche ich mir fuer meine Hypothek. Die Nationalbank duerfte auch wieder mal den Normalbuerger begluecken. Antworten


Patrick Feusi

17.09.2009, 10:04 Uhr
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Wie seht ihr die Zukunft der Börsen? Für mich ist der jetzige Anstieg nichts anderes als eine Blase, die bald mal wieder platzen wird. Bald werden die Händler die gemachten Gewinne einfahren und spätestens dann, wenn die Wirtschaft sich doch nicht so schnell erholt wie erwartet, wird wieder auf Panik gemacht! Oder sehe ich das total falsch? Ich auf jeden Fall halte mich aus Aktienanlagen raus. Antworten


Marco Brunner

17.09.2009, 09:59 Uhr
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DER Konjunkturindikator Kupfer hat sich schon wieder mehr als verdoppelt und notiert schon wieder auf dem Niveau der Hochkonjunktur von 2007. Auch die Aktienmärkte steigen praktisch täglich. Die Realwirtschaft ist gleichzeitig am Boden. Könnte es sein, dass uns Insider mit ihrem Deflationsgeschwafel einlullen wollen, selbst jedoch bereits begonnen haben von Papier in reale Werte umzuschichten? Antworten


Markus Meier

17.09.2009, 09:55 Uhr
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Die drohende Hyperinflation hat wenig mit dem von den Notenbanken neu geschaffenen Geld zu tun, sondern mit den von der Wirtschaft und den Privaten, mangels Anlagemöglichkeiten in der Krise, gehorteten Billiarden. Sobald die Konjuktur anzieht, werden diese Riesensummen die Inflation anheizen. Wegen der drohenden völligen Entwertung von Geld werden dann panikartig Sachwerte zu jedem Preis gekauft. Antworten


Markus Meier

17.09.2009, 09:43 Uhr
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Das sind nur Beruhigungspillen. Sobald die Konjunktur anzieht, wird es weltweit zu einer Hyperinflation kommen, es sei denn, die von den Nationalbanken vorbereiteten Szenarien zur Abschöpfung des gewaltigen Geldüberhanges reichen aus, was zu bezweifeln ist. Weltweit warten Billiarden von Dollars auf Anlagemöglichkeiten. U.a. deshalb werden z.Z. auch keine Kredite gebraucht. Antworten


Peter Meier

17.09.2009, 09:39 Uhr
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Da fragt sich nur, wieso die Banken soviel Nationalbankgeld horten. Sicher nicht weil es ihnen so gut geht. Diese 64 Milliarden werden für bestehende Risiken gehalten, die nicht mit eigenem Geld gedeckt werden können. Und meiner Meinung nach wird die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken viel zu tief geschätzt, was bedeutet, dass die Risiken zu tief bewertet sind (siehe UBS-Debakel). Antworten


Rolf Binder

17.09.2009, 08:56 Uhr
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Genau: Die Gesundheits- Bildngskosten fallen, die Versicherungsprämien tauchen, Elektrizität (CH) zu Dumpingpreisen erhältlich, Esswaren so billig wie noch nie, Aktien vollkommen unterbewertet, Rohstoffe so billig wie noch nie - sorry einen schwächeren Artikel als diesen las ich in letzter Zeit noch nie. Wellcome Geldschwemme im Atkien- und Rohstoffmarkt + der $ ist auf dem US-Entschuldungstripp!! Antworten


Arthur Camenzind

17.09.2009, 08:56 Uhr
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Sie verwechseln da was: Das Wort Inflation erklärt die Ausweitung der Geldmenge - dies hat durch die Nationalbank schon stattgefunden. Der Anstieg der Preise (Teuerung) ist nur eine Folge davon. Lustigerweise steigt die Börse ohne fundamentale Gründe. Ihr Artikel streut den Menschen Sand in die Augen. Es ist nur ein Frage der Zeit bis die Börsengewinne (auch als Banker Boni) andere Preise anheizen Antworten


Marcel Zufferey

17.09.2009, 08:43 Uhr
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Im EU-Raum hat die Geldmenge von 2001 bis 2007 um 90 Prozent und in den USA um 70 Prozent zugenommen. Eine Inflation sollten wir also schon lange haben. Statt dessen deflationäre Tendenzen. Das sagt alles. Antworten


Hans-Peter Widmer

17.09.2009, 08:04 Uhr
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Kann bitte jemand erklären, weshalb die Nationalbank Geld in den Markt pumpt, obwohl es niemand will/benötigt? Kommte das Geld aus der Notenpresse? TIA Antworten



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