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EZB lässt den Leitzins unverändert

Aktualisiert am 08.09.2011 3 Kommentare

Es ist Jean-Claude Trichets zweitletzte EZB-Sitzung – und eine seiner wichtigsten. Die Europäische Zentralbank muss ihren Kurs finden im Kampf gegen die befürchtete Rezession.

Vergangenheit und Zukunft des Euros: Jean-Claude Trichet (r.) mit seinem designierten Nachfolger Mario Draghi.

Vergangenheit und Zukunft des Euros: Jean-Claude Trichet (r.) mit seinem designierten Nachfolger Mario Draghi.
Bild: Keystone

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Der Leitzins in der Eurozone bleibt unverändert bei 1,5 Prozent. Das teilte die Europäische Zentralbank (EZB) nach einer Sitzung des EZB-Rates heute in Frankfurt am Main mit. Die Entscheidung, den Zins, zu dem sich Geschäftsbanken bei der EZB Geld leihen, auf dem bisherigen Niveau zu belassen, war allgemein erwartet worden.

Der EZB-Rat hat heute über seine Antwort auf die Verschärfung der Finanz-, Wirtschafts- und Schuldenkrise beraten. Es war die vorletzte Sitzung des Gremiums unter Vorsitz von Jean-Claude Trichet, der Anfang November vom Italiener Mario Draghi abgelöst wird.

Nach Ansicht vieler Fachleute handelt es sich zugleich um eine der wichtigsten Sitzungen des Rats der EZB unter der Ägide des scheidenden Notenbankchefs. Denn immerhin geht es um die Frage, welchen Kurs die EZB in den nächsten Monaten im Kampf gegen eine befürchtete Flaute der Weltwirtschaft, gegen immer neue Turbulenzen an den Börsen und gegen eine neue Bankenkrise fahren wird.

Vorsorgliche Zinssenkungen gefordert

Der heutige Entscheid war zwar allgemein erwartet worden. Immer mehr Experten fordern den EZB-Rat aber zu prophylaktischen Zinssenkungen auf. Die Notenbanker dürften den Schlüsselzins weiterhin unverändert gelassen haben, um im Zweifelsfall nachlegen zu können.

Viel dürfte auch davon abhängen, welchen Kurs die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) in den nächsten Monaten steuert. An den Finanzmärkten fiebern die Investoren und Spekulanten bereits jetzt der nächsten Zinssitzung des Fed am 20. und 21. September entgegen. Die EZB-Spitze kann einstweilen auch nur mutmassen, was Fed-Chef Ben Bernanke gegen den drohenden Rückfall der USA in die Rezession zu tun gedenkt. (ami/sda)

Erstellt: 08.09.2011, 13:47 Uhr

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3 Kommentare

Rolf Iseli

08.09.2011, 12:39 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Einen Teil der Euros könnte er beispielsweise in USD tauschen damit auch diese Exportschiene nicht versandet. Wenn ein Euro mind. 1.40 Gegenwert darstellen sollte, dann müsste auch ein USD ca. Parität aufweisen. LIeber ein paar USD zuviel als EURO, denn diese Whg bleibt garantiert - den Chinesen sei Dank. Antworten


Hp Rick

08.09.2011, 14:03 Uhr
Melden 3 Empfehlung

In Europa hat man neulich damit begonnen Reinschuld zu drucken. Die EZB kauft italienische Staatsanleihen mit frisch erstelltem Geld. In den USA ist man mit diesem Prozess bereits in der dritten Runde. Ferner ist die deutsche + französische Regierung darin bestrebt eine europäische Wirtschaftsregierung zu installieren. Klingt das nach einem Rezept für Währungsstärke und Wohlstand für die Schweiz?? Antworten



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