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Dreht Trichet heute an der Zinsschraube?

Aktualisiert am 07.07.2011 3 Kommentare

Im Kampf gegen die Inflation wird die Europäische Zentralbank aller Voraussicht nach den Leitzins erneut anheben – trotz griechischer Schuldenkrise.

Gibt heute den Zinsentscheid bekannt: Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank.

Gibt heute den Zinsentscheid bekannt: Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank.
Bild: Keystone

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Bernerzeitung.ch/Newsnet berichtet heute Nachmittag live von der Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank.

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Mit dem zweiten kleinen Zinsschritt binnen drei Monaten wird die EZB ihren allmählichen Ausstieg aus der Krisenpolitik des extrem billigen Geldes wohl fortsetzen. Experten erwarten ungeachtet der lodernden Staatsschuldenkrise in Griechenland und anderen Euroländern eine leichte Erhöhung des Leitzinses um 0,25 Punkte auf 1,5 Prozent.

Der wichtigste Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld im Euroraum war in der Wirtschafts- und Finanzkrise im Mai 2009 auf 1,0 Prozent gesenkt worden und verharrte bis April 2011 auf diesem Rekordtief. Experten erwarten, dass die Währungshüter im laufenden Jahr mindestens ein weiteres Mal an der Zinsschraube drehen.

Kampf gegen die Inflation

Vor allem die Preise für Energie und Nahrungsmittel waren zuletzt kräftig gestiegen. Dadurch betrug die jährliche Teuerungsrate in den 17 Euro-Ländern im Juni 2,7 Prozent und lag deutlich über dem von der EZB formulierten Stabilitätsziel von knapp unter 2 Prozent.

Höhere Zinsen helfen im Kampf gegen die Inflation: Kredite werden tendenziell teurer, das mindert die Neigung von Unternehmen und Konsumenten, auf Pump zu investieren und zu konsumieren. Andererseits könnten höhere Zinsen die Wirtschaftserholung in den europäischen Schuldenländern zusätzlich erschweren, wo rigide Sparauflagen den Aufschwung ohnehin bremsen. (jak/sda)

Erstellt: 07.07.2011, 07:33 Uhr

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3 Kommentare

Sven Treibhaus

07.07.2011, 10:11 Uhr
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Die europäischen Gremien retten heute den Euro und merken morgen, dass ihr Beschluss von gestern nicht mehr zu retten ist. Sie reden von Regieren und können doch nur reagieren. Wie wäre es zur Abwechslung mit Glaubwürdigkeit? Denn sie wissen nicht, was sie tun !!!
Komisch: Seit über einem Jahr wird „der Euro gerettet“, aber die Finanzmärkte scheinen davon nichts zu merken.
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Sven Treibhaus

07.07.2011, 08:55 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Wenn er NICHT macht, dann ist er der dümmste Notenbanker (nach Bernanke !), welcher dieses Platz eingenommen hat.
Man versucht nur die Banken zu schützen, weil sie soviel Zinsschulden aufweisen - Armut ist ja egal !!!
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