Wirtschaft
Die teuerste Rechnung aller Zeiten: 11'000'000'000'000 Franken
Aktualisiert am 15.02.2009 48 Kommentare
Geplante und vollzogene Staatshilfen
Das Geld verteilt sich auf Pakete zur Rettung des Finanzmarkts einerseits und auf Programme zur Ankurbelung der Konjunktur anderseits. Fahren Sie für die Detailansicht mit dem Mauszeiger über die Balken.
206 Millionen Dollar mexikanisches Drogengeld: Man stelle sich 54'000 Mal diesen Haufen vor und hat eine ungefähre Vorstellung von der weltweiten Staatshilfe.
Würde die Rechnung unter der Weltbevölkerung aufgeteilt, müsste sich jeder Bewohner mit 1665 Franken daran beteiligen. Bisher haben weltweit 37 Staaten, die EU sowie der Internationale Währungsfonds Rettungsmassnahmen für Banken und andere Firmen in der Höhe von 11’324 Milliarden Franken beschlossen. Dies ergibt eine Aufstellung der «NZZ am Sonntag», die mit Hilfe von Research-Abteilungen internationaler Grossbanken entstanden ist.
Die Summe ist hundertmal so gross wie die jährliche Entwicklungshilfe derselben Industriestaaten, die nun ihre taumelnde Wirtschaft zu retten versuchen.
Rund 40 Prozent des Betrags entfallen allein auf die USA, weitere 40 Prozent sollen in Europa in den Markt gepumpt werden. Die Kosten könnten noch weit höher ausfallen als jetzt prognostiziert. Die «New York Times» hat letzte Woche berechnet, dass die Bankenrettungspläne der USA im Extremfall 8800 Milliarden Dollar kosten könnten, mehr als dreimal so viel wie die heutige Summe. (bru)
Erstellt: 15.02.2009, 12:26 Uhr
WRITE A COMMENT
48 Kommentare
@ H R: "Welt ohne Banken"? Die Abwicklung der Vergaeimer haette weder die serioesen Banken getroffen, die nur an deb happigen Courtagen verdienen, statt sich - von gewinngeilen Aktionaeren getrieben - an der Speckulation zu beteiligen, noch die erfolgreich Gaeimenden, an die der Loewenanteil der Steuergelder fliessen wird, statt an die essbare oder brauchbare Waren und Dienste Produzierenden. Antworten
So... jetzt wäre es an der Zeit, dass die Bürger ein wenig Nachhaltigkeit üben und die Steuern erstmal auf ein Sperrkonto setzen, um es dem Bund zu geben wenn er es für sinnvolleres braucht als für die Sozialhilfe der Banker. Ahm, ist auch nicht gut, da das Sperrkonto bei den Banken liegt. Komme mir vor wie in einem Teufelskreis. Antworten
Liber Herr Rolf Müller, wie in einigen Leserbriefen zu diesem Thema eingestanden wird, fehlt Vielen die Vorstellungskraft zu den Billionenbeträgen.Die Ihrige reicht nicht einmal zu einer Miliarde - denn 100000 x 1000 sind eben noch keine Milliarde, sondern nur 100 Millionen. Sorry.... Antworten
Dieser Artikel ist eine Untertreibung. USA hat schon 10 Bio versprochen, davon sind 3.5Bio ausgeführt! Die europäischen Banken sitzen auf EUR18Bio Dreckpapieren. Der Derivativmarkt beträgt US$650Bio. Ich warne schon seit 2002, dass die Welt komplett überschuldet ist, aber nur wenige wollten sich bei der Party stören lassen. Nach der Depression kommt bald die Hyperinflation. Antworten
Witzig ist doch, dass das alles aus der blossen Vermutung heraus geschieht, es könnte helfen. Dabei könnte auch das Gegenteil eintreten, wenn nämlich die schiere Höhe dieser Summe die Panik vor dem Kollaps nur noch verstärkt und die Märkte vollends zum Erliegen kommen. Das einzige, was uns vor der Panik retten kann ist die Einsicht, dass die, die das entschieden haben, nicht wissen, was sie tun. Antworten
@ Marcel Zufferey: Schön wär's... Das Grossteil des Geldes wird in Banken und nicht in die Wirtschaft investiert. D.h., dass wenn der Sturm vorbei und wir ausgeraubt sind, die Banken dort stehen, wo sie vor einem Jahr waren - und dann genau gleich weitermachen. M.E. sollten die Banken bankrott gehen. Wir haben die Pest und Weltkriege überstanden, wir werden auch eine Welt ohne Banken überstehen. Antworten
Unglaublich: Dem Casino-Finanzmarkt scheint es zu gelingen, Fantasiegeld in reales Geld umzuwandeln. Nachdem der Finanzmarkt mit Geld, das es nicht real gab, Gewinne erzielte, die real nicht existierten, gelingt es diesem Finanzmarkt nun, die Staaten/Steuerzahler dazu zu bringen, diese Fantasiegewinne in reales Geld umzumünzen. Mann, wir sind so blöde, wir haben es nicht anders verdient. Antworten
Das meiste "Geld" hier liegt nicht physisch als Währung vor, sondern wird lediglich elektronisch gutgeschrieben. Genauso verhält es sich mit Schulden und Guthaben die Finanzinstitute gegenüber einander haben. Einfach verstaatlichen, konsolidieren und dann LöSCHEN! Das ist alles irrealer Schrott, basierend auf einem gigantischen Pyramidenschema. Beschlagahmen, löschen oder verteilen. Antworten
Rupelstilzchen lässt grüssen. Mensch, wir sind im Märchen. Wer merkt zuerst, dass diese Rechnungen ncht aufgehen können? Schulden ohne Ende - böse Zungen behaupten, dass Milch- und Weinpanschen unzulässig ist in der Schweiz, nicht jedoch Geldpanschen ... Lieber Michael Leopold u.andere: vielleicht schliessen wir uns zusammen? Antworten
Es tut mir leid, aber mein Hirn (und das vieler anderen), kann sich 11 Billionen ganz gut vorstellen... Was sind schon Zahlen...? Zählen Sie mal Viren, Bakterien, Insekten, Sandkörner, Staub, die Milben in Ihrer Matraze... Wir müssen uns daran gewöhnen, dass nicht die Zahlen gross sind, sondern unsere Schulbildung immer kleiner wird... 11 Billionen, vorstellbar, aber grausam viel! Antworten
Das Geld wird durch neue Staatsschulden "generiert". Im Prinzip bürgen also alle dafür. Ausgegeben hingegen wird es grösstenteils an eine kleine Zahl Entscheidungsträger. Ich möchte mir mal gar nicht ausmalen, wie viel von dem Zaster über verschiedene Wege in deren Geldspeicher - von Portemonnaie kann ja keine Rede mehr sein - landet. Die schuldigen Bonzen von heute sind die Gewinner von morgen... Antworten
11 Billionen Franken sind weit mehr als 1000 Franken pro Erdenbewohner, vom Untereindollarverdiener bis hin zu dem politisch um seine Realrente beklauten Exbeamten. Nationale Volkswirtschaften mit fleissiger Bevoelkerung erholen sich sogar nach Kriegen erstaunlich schnell. Imperiale Systeme erleiden imperiale und globale Systeme globale Grosschaeden, die viele lange mit in den Abgrund reissen! Antworten
Der erste Poster (Michael Leopold) stellte die beste Frage: > Und woher kommt dieses Geld ...wird es einfach gedruckt? Sie haben es erfasst ! Das Geld wird gedruckt werden und wird früher oder später zu einer EXTREMEN Hyperinflation führen ! Insbesondere (aber nicht nur) in den USA. Antworten
Die sinkende Finanztitanik ist nicht mehr zu retten! Die Rezession geht nun in die Depression hinüber. Spargelder sind weg in Studentenkrediten, Ost-Immobilienfonds, sterbenden Konzernen und Staaten. Vertrauensverlust: Es folgt der Abverkauf der Staatsanleihen, das vermehrte Gelddrucken, die Pleiten, die Hyperinflation, der Hunger. Sachwerte hingegen und Notvorräte gehen nicht pleite. Antworten
In einem Hotel in Köln lag eine Broschüre über Kuriositäten von Köln auf: Eine Frage lautete - wie hoch wird der Turm von Banknoten, wenn man eine Milliarde in tausender Noten sich auszahlen lässt ? 5m, 15m oder über 100 Meter? Die Antwort ist beeindruckend: stehen sie vor den Kölner Dom und schauen Sie zu einer Turmspitze: 147Meter. Antworten
IST DOCH RICHTIG GUT ! aber man kann es doch einfach auch anders sehen !!!! wir bezahlen in unseren Ländern sehr hohe Steuern..jetzt zahlt der Staat ein bisschen zurück !!. nicht einmal wirklich so viel...nur ca. 1 % was der Staat Steuern in wenigen Jahren kassiert hat..... IST DOCH EIGENTLICH einmal etwas POSITIVES ! Hoffe nur das es nicht eine Ausrede ist um dann die Steuern zu erhöhen. Antworten
Man sagt uns, nur so kennen wir uns aus der Krise retten. Wir müssen es einfach glauben. Und glauben wir es nicht, so nützt uns dies im Momen auch nichts. Vielleicht beten, die einen sagen auch das nützt nichts. Also hoffen wir einfach, dass wir richtig gehofft haben. Oder wissen es unsere hochintelligenten Professoren von der HSG St.Gallen, denn die geben täglich ihren Salat dazu ab. Und welchen. Antworten
Das ist hoffentlich die Schlussabrechnung des neoliberalen Irrsinns- oder der neoliberalen Mischform. So richtig anwenden konnte man das neoliberale Wirtschaftsmodell ja nie- das ist wie beim Kauf eines neuen Wagens, der auch noch fliegen kann: Kurz nach dem Start abgestürzt. Ich denke, dieses Modell muss nicht mehr weiterentwickelt werden- ausser man will den ganzen Planeten an die Wand fahren! Antworten
Ein winzig kleiner Bruchteil dieser Mittel würde genügen, um alle Menschen zu ernähren, alle Kriege zu beenden, alle Technik auf umweltfreundlich umzurüsten und alle Menschen hoch zu bilden. Aber der bankersche Zirkus und sein Zaubern und Jonglieren mit inexistenten Werten scheint extrem vordringlich zu sein. Ich bin sonst immer für grosszügige Kulturförderung, aber irgendwo hat's Grenzen. Antworten
Nun haben wir den Beweis! Wer auf dieser Welt soll diese Schulden je bezahlen können. Jetzt müsste es eigentlich allen klar sein, dass dies niemals der Fall sein wird. Unser ganzes Finanzsystem ist eine gigantische Geldvernichtungsmaschine. Seit der Devisenstandart gilt, war es klar, dass es so Enden wird. Der Dollar wird kollabieren - früher oder später - und mit ihm alles andere auch. Antworten
Elf tausend Milliarden oder 11 Billionen sind eine unvorstellbare Summe für jedes menschliche Hirn............... auch jenes von Bankern und Politikern bei weitem! Und sich das Bild der Banknoten vierundfünfzig tausend Mal vorzustellen, dazu ist das menschliche Gehirn gar nicht in der Lage, dafür bräuchte man schon Grossrechner zukünftiger Generationen Dieses System hat kollabiert! Antworten
@ H.Fischer. Ihr Weltbild steht Kopf! Steuern sind kein "Raub", sondern Transfers, um u.A. die Rahmenbedingungen der Wirtschaft zu finanzieren. Reserven für schlechte Wirtschafsjahre zu bilden, ist primär Aufgabe der Unternehmen, nicht des Steuerzahlers. Offenbar haben Banken zuwenig Reserven im Vergleich zu den Risiken gebildet. Und jetzt zahlt die Gemeinschaft die Rechnung. Antworten
@Hans Fischer. Auf Grund der jetzigen Krise, welche zu diesen Milliarden Staatshilfen geführt hat, frage ich mich wie weit man den Bilanzen der letzten zehn Jahre überhaupt vertrauen kann. Wurden diese nicht nur geschönt, um Boni und Dividenden sicherzustellen. Das war doch wohl kaum besser als das Madoff-System.Quizfrage: wo sind die Milliarden geblieben? Antworten
@Tom Müller. Leider stimmt ihre Aussage ganz genau. Die Macht liegt in den Händen einiger weniger. Das hat weitgreifende Konsequenzen. Gutmenschen wie Barak Obama sind die Hände gebunden, denn sie finanzieren ihre sozialenTaten mit FREMDEM Kaptial. Ich erwarte einen ganz grossen FREMDgesteuerten Knall. und den Fall des Gutmenschen. Mag man mich Verschwörungstheoretiker oder Neurotiker schimpfen. Antworten
Freie Märkte? Das waren noch Zeiten, wo man das Geld zum Fenster raus schmeissen konnte! 11 Billionen- das entspricht bald einmal dem BIP der USA von einem Jahr, dem vierundzwanzigfachen des schweizer BIP's, dem fünffachen des chinesischen oder dem vierfachen BIP von ganz Südostasien. Was für ein Bankraub! Jetzt aber sofort bei den sozialen Sicherungssystemen und dem Umweltschutz sparen..! Antworten
Ich mache einen Vorschlag: Kein Mensch hat die Möglichkeit, sich mehr als eine Milliarde Vermögen aufzuhäufen, es sei denn, er bestiehlt die Menschheit oder betrügt die Arbeitnehmer. Also: Alle Vermögen über einer Milliarde konfiszieren und neu in den Geldkreislauf einschleusen. Antworten
Nur weil ich gerne rechne. Die USA verbraten pro Kopf etwas über 15'000.- Franken. Bei etwas über 305 Millionen Einwohner gibt das die 4,6 Billionen. Als Vergleich dazu Irland. Knapp 4,3 Millionen Einwohner (Stand April 2006), aber Staatshilfe von 743 Milliarden (oder 0,743 Billionen), das gibt pro Kopf etwas über 175'000.- Franken! Pro Kopf! Und das im wirtschaftlichen Wunderkind der EU. Antworten
Irgendwo zwischen 45000 und 65000 braucht's - um den CO2 Gehalt UM DIE HÄLFTE WENIGSTENS reduzieren zu können. Also mit 4 bis 6x so viel könnte die Erde zur Hälfte halbwegs wieder aufatmen. Leider aber werden diese 11000 nur reinvestiert, damit der willkürliche Part aufrecht erhalten werden kann. Zwar sind diese 11000 recht viel, aber nur gerade so viel, um die Erde weiter drangsalieren zu können. Antworten
Dürfen sich Zeitungen eigentlich alles erlauben, stehen die ausserhalb des Rechtsstaates. Dieser Artikel suggeriert der Steuerzahler finanziere im grossen Stil die Wirtschaft oder die Banken!! So eine Meldung ist klar und bewusst unwahr geschrieben! diese Journalisten gehören vor ein Gericht. Zeigen sie die Zahlen der letzten 10 Jahre, wer hier wen finanziert und bestiehlt! Antworten
Die Banken haben keine Produkte hergestellt sind, die der nomalen Menscheit heute dienen würden. (Sichere Wohnungen, Arbeitsplätze, friedliches Umfeld und Friedensförderung und Entwicklung ). Alle diese Produkte sind nun weltweit in grosse Gefahr. Millionen werden ihre Wohnungen, Arbeitsplätze/Sicherheit und den Frieden verlieren. Was mehr Sicherheitskräfte und Armee braucht für den Reichsschutz. Antworten
Wenn wir verstehen, dass Geldscheine keinen eigentlichen Wert haben, sondern nur Zahlungsversprechen sind, dann wird die Rechtfertigung der Existenz von Zentralbanken plötzlich sehr fragwürdig, wenn eben diese Zentralbanken die von ihnen ausgegebenen Zahlungsversprechen dadurch entwerten, dass sie auf diese Weise grenzenlos gierigen Gaunern unter die Arme greifen. Ihr Verhalten ist Betrug. Antworten
Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank. (Berthold Brecht) Wie recht der Mann hatte. Und wenn die aaarmen Bänker in ihrer grenzenlosen Gier sich gegenseitig selbst das Wasser abgegraben haben, eilen sie zu Väterchen Staat, der soll dann aus dem Portemonnaie seiner Bürger Geld einschiessen. Geld, das diese Bürger bereits einmal den Banken anvertraut hatten. Antworten
Ähm, hüstel, räusper... Und woher genau kommt nun dieses Geld? Gibt es irgendwo einen grossen Zauberhut, aus dem man sich bedienen kann? Oder wird es einfach gedruckt? Sind es weitere Schulden? Geldentwertung wäre die Folge, auch bekannt unter dem Namen Rezession. Sprich Umverteilung von unten nach oben. Hat irgendwer dagegen Einwände? Antworten







Alexander Przibill
Das der Normalbürger die Dinge vielleicht nicht ganz durchschaut, ok! Aber warum können sich die letzten Freidenker nicht mutig zusammenschließen. Aber jedem dem das System stinkt-mault herum, und fast alle haben Schiss, ihren kleinen Status oder Arbeitsstelle zu verlieren. Wir sind in einem noch nie dagewesenen Prozess der Wandlung. Kontaktieren Sie mich: www.xing.com/profile/Alexander_Przibill Antworten