Wirtschaft

Der Wert der unabhängigen Währung

Ex-Bundesrat Pascal Couchepin spekuliert darauf, dass die Schweiz unter Druck den Franken aufgeben und den Euro einführen müsste. Im Interesse des Landes wäre das nicht.

Frankenstärke als Grund für einen EU-Beitritt und die Übernahme des Euro: Die jüngste Überlegung dieser Art stammt vom Ex-Bundesrat Pascal Couchepin.

Frankenstärke als Grund für einen EU-Beitritt und die Übernahme des Euro: Die jüngste Überlegung dieser Art stammt vom Ex-Bundesrat Pascal Couchepin.

Anders als in den 90er-Jahren wird ein möglicher EU-Beitritt heute selbst von den Befürwortern nur noch defensiv begründet: Nicht die Begeisterung für das europäische Projekt wird hauptsächlich angeführt, sondern die Drohung mit dramatischen Nachteilen, die uns durch die anhaltende Nichtmitgliedschaft erwachsen könnten. Das jüngste Beispiel dieser Art liefert Ex-Bundesrat Pascal Couchepin in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Den grössten Druck, der dereinst zu einer Mitgliedschaft bei der EU zwingen könnte, ortet Couchepin beim Franken. Der Ex-Bundesrat wörtlich: «Was, wenn der Franken eines Tages gegenüber dem Euro immer weiter steigt? Vielleicht müssen wir dann erkennen, dass wir uns in dieser grossen Welt – neben Dollar, Euro und Yen – die eigenständige Währung nicht mehr leisten können.»

Die Überlegung ist nicht neu. Schon in den ersten Jahren nach der Lancierung des Euro hat eine ähnliche Debatte stattgefunden, selbst bei der Schweizerischen Nationalbank. Wie heute neigte die Gemeinschaftswährung auch damals zur Schwäche, allerdings fiel der Euro-Kurs in jener Zeit nie unter 1.44 Franken. Letzte Woche fiel er unter 1.30 Franken. Dennoch waren die Gründe für solche Überlegungen genau jene Schwierigkeiten, die heute der Schweizerischen Nationalbank das Leben schwer machen: Weil der Euroraum für die Schweizer Exportwirtschaft eine sehr hohe Bedeutung hat, kann ein sich gegenüber der Gemeinschaftswährung in kurzer Zeit stark verteuernder Franken für die Schweizer Konjunktur zum Problem werden.

Die Nachteile des unabhängigen Frankens...

Stemmt sich die Schweizerische Nationalbank SNB gegen diese Aufwertung, erhöht sie durch Eurokäufe die Frankengeldmenge und damit das Inflationsrisiko. Nach den letzten Interventionen der SNB ist zudem deren Bilanz stark in den Fokus des Interesses geraten. Angesichts der hohen Euroreserven, die sie durch ihre Käufe angehäuft hat, riskiert sie hohe Verluste, da diese Reserven an Wert verlieren können. Allein im ersten Halbjahr 2010 musste die SNB auf ihren Eurobeständen einen Verlust von 14,3 Milliarden Franken verbuchen. Die Interventionen blieben zudem wirkungslos, zumindest wenn man als Messlatte das Ziel nimmt, eine weitere Aufwertung des Frankens zu verhindern.

Wenn es sich die SNB zum Ziel machen würde, möglichst das Verhältnis des Schweizer Frankens zum Euro stabil zu halten, könnte die Vollübernahme des Euro tatsächlich eine attraktive Alternative sein. Denn je stärker die SNB ihre Geldpolitik am Eurokurs des Frankens ausrichtet, desto weniger ist ihr ohnehin eine unabhängige Geldpolitik mit Blick auf die inländische Konjunktur möglich. Weil sich die Europäische Zentralbank (EZB) nicht nach den Bedürfnissen des Euro-Aussenseiters Schweiz richten würde, müsste die Nationalbank praktisch die Geldpolitik der EZB für die Euroregion passiv nachvollziehen. In einer solchen Lage, so das Argument für die Euroübernahme, macht ein unabhängiger Franken kaum mehr Sinn, er würde zum Substitut für den Euro. Verbleiben würde nur noch ein Mehraufwand und störende Währungsschwankungen, die durch eine vollkommene Übernahme der Gemeinschaftswährung ausgeschaltet werden könnten.

...und die überwiegenden Vorteile

Bei der SNB hat man sich dennoch klar für einen weiterhin unabhängigen Schweizer Franken entschieden und auch gegen eine passive Anbindung des Frankens an den Euro. Denn die Vorteile der Unabhängigkeit überwiegen trotz allem. Der Ruf des Frankens als unabhängige, starke Währung hat zur Folge, dass das hiesige Zinsniveau anhaltend unter jenem im Euro-Ausland liegt, davon profitiert die Wirtschaft über tiefere Investitionskosten. Ein starker und steigender Franken kann zwar die Konjunktur belasten, ist aber ansonsten ein grosser ökonomischer Vorteil: Er macht die Schweizer reicher, sie können sich überall mehr leisten.

Das gilt sogar für Exporteure, denn auch deren Vorprodukte verbilligen sich. Ausserdem führt ein fallender Euro zu besseren Absatzchancen der Euroländer in der übrigen Welt. Auch davon profitieren die Schweizer Exporteure. Denn die Konjunkturlage bei ihren Kunden ist für deren Absatzchancen wichtiger als der Aussenwert des Frankens.

Kommen längerfristige Entwicklungen dazu. Der Franken hat sich über die vergangenen Jahrzehnte stetig aufgewertet. Schweizer Unternehmen waren daher stets gezwungen, ihre Produktivität und Qualität zu verbessern, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Italien zum Beispiel hat früher zu diesem Zweck die Lira abgewertet. Heute profitiert die Schweizer Industrie von dieser Stählung. Selbst beim heutigen hohen Frankenkurs sieht sie noch nicht ihren Untergang kommen, obwohl die teure Währung auf die Margen drückt.

Ein Grund gegen den EU-Beitritt

Schnelle und dramatische Aufwertungen bleiben ein Problem. Die ideale, vollkommen unabhängige Geldpolitik steht für ein kleines, offenes Land wie die Schweiz nicht zur Auswahl. Aus den daraus erwachsenden Nachteilen den Schluss zu ziehen, den Franken gleich ganz aufzugeben, macht keinen Sinn. Als Argument für einen EU-Beitritt der Schweiz funktioniert die Euroschwäche daher nicht. Im Gegenteil: Gegner eines Beitritts finden gerade in den offensichtlichen Mängeln der Währungsunion besonders schlagkräftige Argumente, die für die Unabhängigkeit der Schweiz und ihrer Währung sprechen. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.08.2010, 12:48 Uhr

WRITE A COMMENT







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

61 Kommentare

Willi Grab

01.09.2010, 13:29 Uhr
Melden

@ Hans Thommen, Kurt Hauser: ich bin nicht sicher, ob das aufgeklärte CH-Volk nicht doch zustimmen würde, wenn es realisiert, dass es wie verhext von der SVP-Schlange gelähmt ist. Antworten


Robert Koch

31.08.2010, 23:13 Uhr
Melden

Couchepin als Vertreter der Finanz-Debakel-Partei ist zum Glück weg aus der Regierung. Antworten


Marc Duerr

31.08.2010, 14:45 Uhr
Melden

Was versteht "alt"-BR Couch(plain) eigentlich von Wirtschafts- & Währungspolitik? Warum klagt sogar die EZB, dass es kaum realisierbar sei, innerhalb des Währungsgefüges EUR die individuelle Leistungskraft von Ländern wie Irland, Griechenland oder Portugal mit Staaten wie Deutschland, Holland oder Oesterreich zu berücksichtigen? Warum sind Machtstaaten wie die UdssR oder ex-Jugoslawien gestorben? Antworten


Daniel Hauser

30.08.2010, 23:10 Uhr
Melden

Unser Schweizer Franken soll uns zu einer eigenen Währungspolitik verhelfen!? Fraglich ist nur, ob unser Einfluss noch wirksam sein kann? Die jüngste Vergangenheit hat uns gezeigt, dass alle Eingriffsmöglichkeiten der Nationalbank verpufft sind. Erfolgreiches Wirtschaften gelingt uns nur mit einer berechenbaren Währung! Somit werden uns wohl die Schwierigkeiten von Japan nicht erspart bleiben. Antworten


Michael Schwarz

30.08.2010, 20:49 Uhr
Melden

Durch der Einführung des Euros und Abschaffung des CHF und die Parallelimporte, werden die Wettbewerbsintensität in CH erhöhen. Es ist zwar schlecht für die Unternehmen, aber gut für die Konsumenten und die Wirtschaft, deshalb kann ich die Kritik an dieser Idee nicht verstehen. Der langfristige ökonomische Vorteil liegt in der Hand. Die Abwertung des Euros ist kurzfristig ein Vorteil. Antworten


Walter Kunz

30.08.2010, 18:44 Uhr
Melden

In der Zeit in welcher die Washington Post zum Sonntag August 29, 2010 schreibt, die EU seien am sterben nicht plötzlich und dramatisch aber langsam und stetig. Man gebe ihr keine 50 Jahre Lebensdauer mehr. Möchte Monsieur Couchepin trotzdem diesem Moloch beitreten. Und dies möglichst vor sich die Ganze EU-Herrlichkeit allmählich wieder aufzulösen beginnt. Antworten


Thömu Chäsitzer

30.08.2010, 18:40 Uhr
Melden

Statt Euros zu kaufen, sollte die eigene Währung CHF durch stetigen Kauf von Gold wieder gedeckt werden. Es sollte doch klar sein, dass durch die welteweite Zentralbanken-Politik des Quantitave Easing, Geldmengenausweitung/Infllationierung der Geldmenge M3, über kurz oder lang die Währungen sich ihrem inneren Wert, nämlich Null annähern. Dies schreibt ein Deutscher, welcher vor EU nur warnen kann! Antworten


Daniel Leu

30.08.2010, 18:34 Uhr
Melden

@ B.Stucki, in der CH würde rein gar nichts bei einer Euroeinführung billiger werden. CH Preise haben mit der Infrastruktur zu tun, Bsp. Löhne Verkaufspersonal, Immobilienmiete/preise, Energiekosten,Lager/transportkosten etc..Lidl CH bezahlt selbst Angestellten ohne Ausbildung einen ML von 3800 SF. Fragen sie doch beim nächsten Einkauf im D-Lidl mal den Filialleiter nach seinem Einkommen ? Antworten


Frank Hofer

30.08.2010, 18:31 Uhr
Melden

Gibts eigentlich einen Ex-Bundesrat der eine Ahnung hatte, ausser Blocher natuerlich? Der wusste alles und das auch noch besser. Vorallem wie man fremde Knoepfe drueckt, das Parlamen anluegt und vor der CIA kuscht. Antworten


Mario F-. Salomon

30.08.2010, 18:26 Uhr
Melden

Ist Herr Pascal Couchepin ist er überhaupt ernst zu nehmen? Er war schon immer der Komiker im Bundesrat. Er fehlt mir sehr. Antworten


Paul Thürig

30.08.2010, 18:20 Uhr
Melden

Vermutlich hatte aBR Pascal Couchepin wieder einmal einen schlechten Traum erlebt.Daher gut ausruhen und sich ruhig verhalten! Antworten


Andreas Porcher

30.08.2010, 18:19 Uhr
Melden

Gerade eben merkt die EU, dass ihre gemeinsame Währung für sie EIN GROSSES Problem ist, und dass ihr mit einem Nord-, Süd- (Griechen-) Euro besser gedient wäre bzw. dass D beim Euro aussteigt. Nun politisch durchführbar ist ja das alles nicht (mehr). Und NUN dieser abwegige Kommentar von Herrn Alt Bunderat? Schweigen ist Gold..... Antworten


Rene Wetter

30.08.2010, 17:58 Uhr
Melden

Nicht der € und der $ sinken sondern der CHF steigt. Für alle die den hohen CHF lobpreisen: Schaut mal nach Japan, diese hochleistungsfähige Volkswirtschaft hat dank dem hohen Yen seit 20 Jahren! praktisch kein Wachstum mehr. Und wir müssen uns nicht einbilden, dass wir leistungsfähiger seien als Japan. Dank niedrigem Franken hatten wir 2006/07 sehr hohe Wachstumsraten und das ohne grosse Infln Antworten


eugen bissegger

30.08.2010, 17:20 Uhr
Melden

"Ex-Bundesrat Pascal Couchepin spekuliert darauf, dass die Schweiz unter Druck den Franken aufgeben und den Euro einführen müsste. Im Interesse des Landes wäre das nicht". Aber machen sollte es die CH? Kommt da von dieser Spekulation noch jemand draus? Das ist double - bind, eine besondere Form der psychischen Gewalt... Antworten


Ruedi Lais

30.08.2010, 17:16 Uhr
Melden

Ich bin EU-Beitrittsbefürworter, will aber den € nicht einführen, eine eigene Wàhrungspolitik ist mir wichtig. Dennoch: Letzte Woche kaufte ich ein Schweizer Buch bei amazon.de für 91 € minus Aktionsrabatt von 20 €. In sämtlichen CH-Online-Buchshops kostet das gleiche Buch SFr. 154.- plus Spesen. So macht die eigene Währung einfach weniger Spass! Antworten


Martin Meier

30.08.2010, 17:08 Uhr
Melden

Ein solcher Blödsinn kommt nur den Linksgerichteten siehe Couchepin in den Sinn. Der soll jetzt Grosskinder hüten, und sich nicht wieder in die Politik einmischen, wie Frau Dreifuss es auch immer wieder macht. Antworten


Urs Bauer

30.08.2010, 16:59 Uhr
Melden

Couchepain der Bilderberger möchte halt schon gern das die Schweiz seine selbständigkeit verliert und sich Brüssel-Diktatur beugt. Zum Glück ist er nicht mehr Bundesrat Antworten


Geisseler Cyrill

30.08.2010, 16:56 Uhr
Melden

Es sieht so aus, als hätten die EU -Länder (und die USA) den wirtschaftliche Zenit überschritten. Die zukünftige Wirtschaftsmacht wird China sein. Das Potential von China ist unermesslich und die Beziehungen der Schweiz zu China sind sehr gut. Nichts gegen die EU-Länder, aber wir sollten uns wirklich nicht an der EU orientieren sondern unsere Chancen in Fernost wahrnehmen. Antworten


Remo Schnellmann

30.08.2010, 16:50 Uhr
Melden

Den Herrn Couchepin konnte man schon als BR nicht ernst nehmen. Hat sich nichts daran geändert. Antworten


Edy Müller

30.08.2010, 16:29 Uhr
Melden

Eine starke Währung bringt über längere Frist nur Vorteile: Stabilität, wenig Inflationsrisiko, tiefe Zinsen und daher die Möglichkeit kapitalintensiv zu produzieren oder zu investieren, kompetitive Exportwirtschaft und die Möglichkeit auch wiedermal im eigenen Land Ferien zu machen, ohne für jedes unrenovierte 3 Sternehotel CHF 250 zu bezahlen. Hats geschadet das der USD nicht mehr 4 CHF wert ist Antworten


Kurt Hauser

30.08.2010, 16:20 Uhr
Melden

@Hans Thommen: BRAVO, richtig! Antworten


Toni Gysin

30.08.2010, 16:19 Uhr
Melden

In den letzten 25 Jahren des vergangenen Jahrhunderts schwankte die DM zum CHF zwischen unter 80 und über 120, allerdings nicht in diesem rasanten Tempo. Interessant zu wissen wäre, wie es um die aktuelle Kaufkraftparität steht? Liegt sie nach wie vor bei ca. 1.45? Vielleicht pendelt sich der Kurs irgendwann auf diesem Niveau ein, wenn die politischen und wirtschaftlichen Turbulenzen vorbei sind. Antworten


peter angerer

30.08.2010, 16:13 Uhr
Melden

der im amt gealterte bundesrat couchepin scheint sich auf dem ruhesitz endlich tiefgruendig mit den problenenunseres landes zu beschaeftigen. sich aber ausgerechnet in die waehrungspolitik euinzunmischen, ist dann doch reichlich ueberzogen. im alter kann die weisheit auch abnehmen, denkt man bei der lektuere seines aufsaetzchens. si tacuisses.... Antworten


Rolf Schumacher

30.08.2010, 15:41 Uhr
Melden

@Schwarz Das sind falsche und heuchlerische Töne der Grossindustrie. Diesen geht es selbstverständlich nicht um Nationen und Grenzen, sondern um einen kurzfristige Gewinnmaximierung nach dem Motto nach uns die Sintflut. Wenn sie, Hr. Schwarz, die CH-Volkswirtschaft mit Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Estland in einen Topf werfen, dann haben sie einen hässlichen Salt angerichtet. Mahlzeit? Antworten


Jean Paul Kölbl

30.08.2010, 15:32 Uhr
Melden

Welchen Wert hat eine Aussage von einem Ex-BR dessen Sparmassnahmen den Krankenkassen die Möglichkeit Rücklagen zu bilden entzogen hat? Richtig: keinen. Wie Figura zeigt steigen die KK-Prämien munter weiter. Antworten


Peter Gutknecht

30.08.2010, 15:28 Uhr
Melden

Die Schweizer Exportindustrie, die nicht auf konstanten Eurokurs SPEKULIERT, sondern sich mit einem Euro-Leerverkauf absichert (Hedgegeschäft), hat keine Probleme mit steigendem oder fallendem Euro. Anstatt mit der Giesskanne Euros zu kaufen (und damit zB griechisches Dolce Vita mitzufinanzieren), wäre die Nationalbank besser beraten, direkt Exporte (auch ausserhalb der EU) zu unterstützen ! Antworten


Michael Schwarz

30.08.2010, 15:22 Uhr
Melden

Die nationalistische Einstellung ist bis 21. Jh. in CH deutlich spürbar. Die Vorstellung dass die Schweiz sicher und Wettbewerbsfähig sei, ist eine Illusion, jede Zeit kann es ändern. Die Einführung des Euros in der Schweiz, ohne CHF, ist eine gute und nachhaltige Lösung. Die Kursrisiken für Unternehmen verschwinden, und die Preise werden nachhaltig mit EU angleichen, alle Profitieren davon. Antworten


Annemarie Richard

30.08.2010, 15:20 Uhr
Melden

Eine Idee eines EX-BR. Könnte auch aus einer Berufsschule stammen. Szenarien müssen besprochen werden. Alle. Ein starker Franken. Gut für die Schweiz. Schlecht für Spekulanten. Danke Gott und sei zufrieden! Antworten


Rolf Schumacher

30.08.2010, 15:15 Uhr
Melden

@Leimgruber. Danke für ihre Aussage. Ich bin ganz ihrer Meinung, dass die Aufgabe der Golddeckung grobfahrlässig war. Ich möchte gerne wissen welche Politiker (in den 90ern) dafür waren, das wäre eine Tagirecherche wert. Antworten


Jürg Kramer

30.08.2010, 15:14 Uhr
Melden

Bin der klaren Meinung, dass weder ein EU-Beitritt noch ein Mitmachen im EURO-Raum für die Schweiz realistische Optionen darstellen. Viel eher sollte die SNB-Spitze die Wiedereinführung von happigen Negativzinsen analog der 70er Jahre ernsthaft prüfen unter Abwägung sämtlicher Vor- und Nachteilen. Antworten


sammy carter

30.08.2010, 15:09 Uhr
Melden

Warum kommen immer soviel Ausländer zu unserem Schweizer Banken? Wegen dem guten Service? Oder wegen unserer stabilien Währung? Antworten


Alois Leimgruber

30.08.2010, 15:08 Uhr
Melden

Seit die Schweiz die Goldbindung an den Franken aufgehoben hat druckt die SNB auch nur noch wertloses Papier das heute im Umlauf ist. Antworten


Roland Schaub

30.08.2010, 15:05 Uhr
Melden

@Barbara Stucki: Die hohen Preise in der Schweiz haben verschiedene Ursachen - am allerwenigsten ist es die Umrechnung von Euro in CHF. Auch im Euro-Raum gibt es grosse Preisunterschiede. Antworten


Hans Thommen

30.08.2010, 15:02 Uhr
Melden

Kein Panik. EU-Beitritt , den Franken aufgeben und ähnlihe Anliegen sind chancenlos vor dem Volk. Ja, bitte stimmt ab! Eine historische Niederlage für ein selten dämliches Bundesratsgremium. Antworten


Rudolf Ryf

30.08.2010, 14:56 Uhr
Melden

Von der Grösse her kann sich die SNB irgend einmal nicht mehr erlauben, unbeschränkt Euros zu übernehmen, um den Franken tief zu halten, wenn sie nicht selbst Riesenverluste in Kauf nehmen will. Es fragt sich, ob sie sich nicht darauf beschränken sollte, gewisse Währungsrisiken der Exportindustrie von z.B. mehr als 5 Prozent abzudecken und den Rest dem Markt zu überlassen. Antworten


Martin Holzherr

30.08.2010, 14:54 Uhr
Melden

Der Franken als eigene Währung ist tatsächlich ein gewichtiger Pluspunkt für die Schweiz - allerdings nur solange er nicht extrem überbewertet ist. Genau das droht aber dem Franken gegenüber dem Euro. Es könnte aber noch schlimmer kommen, wenn der Franken auch gegenüber dem Dollar noch mehr zulegt. Denn Franken mindestens vorübergehend an den Euro zu binden, wäre vielleicht überdenkenswert. Antworten


Willi Grab

30.08.2010, 14:54 Uhr
Melden

Der SFR dient Spekulanten zur Gewinnmaximierung als Fluchtwährung. Der EURO spielt welweit ein ökononische Rolle wie der abgehalfterte US$. Die CH-Wirtschaft würde mit dem EURO profitieren (weniger der Finanzplatz). Möchten Sie zurück zum Währungschaos mit Lire, Peso, FF, Mark mit komplizierten Umrechnungskursen? Also: Euro einführen, über EU-Beitritt zur Souveränitätssteigerung reden wir später. Antworten


Hans Meier

30.08.2010, 14:50 Uhr
Melden

Ohne Zahlen kann man alles behaupten, auch dass ein starker Franken gut für die Schweiz ist. Wenn von den üblichen Kommentatoren erwartet wird, dass jemand wie Couchepin nicht einmal mehr über die negativen Aspekte und einen möglichen Beitritt öffentlich reden darf, dann sollten sie sich fragen, warum sie in einem Staat leben, der die Meinungsfreiheit garantiert, und lieber nach Nordkorea ziehen. Antworten


Carlo Schnydrig

30.08.2010, 14:48 Uhr
Melden

Bravo Herr Couchepin! Haben Sie noch andere, gleichartige und glorreiche Ideen? Es ist durchaus möglich, dass der Franken den Euro überlebt, aber dies ist natürlich nicht in Ihrem Interesse. Ihr Interesse zum Beitritt in die EU ist ja nicht neu. Die jüngsten Ereignisse haben gezeigt, dass die EU nur Zahler braucht und auf Mitbestimmung keinen Wert legt. "Machtdemonstration wird nicht geschätzt"! Antworten


Stephan Loeb

30.08.2010, 14:41 Uhr
Melden

Die Überlegungen von alt-BR Couchepin sind nicht nur realpolitisch nicht durchführbar, sie sind ganz einfach falsch. Eine eigene starke Währung ist ein grosser Vorteil, nicht ein Nachteil. Ein starker Franken bedeutet weniger Inflation durch Importe, mehr Spielraum für die SNB für tiefe Zinsen und der verbilligte Einkauf von Investitionsgütern im Ausland. Antworten


Ivan Casale

30.08.2010, 14:23 Uhr
Melden

Und dann gäbe es die Möglichkeit, dass jemand der als BR nichts zustande gebracht hat - als Pensionär sein Schweigen pflegt. Wie auch, dass sich die Medien irgendwelche wirklich interessante Gesprächspartner aussuchen. Antworten


Bruno Petzig

30.08.2010, 14:18 Uhr
Melden

Herr Couchepin, geniessen Sie Ihren Ruhestand mit der dicken Rente und verschonen Sie uns mit solchen Angstmacher-Kommentaren. Antworten


Rolf Schumacher

30.08.2010, 14:17 Uhr
Melden

@Walker die Chinesen haben heute ein enorm grosses Problem. Weil sie derart viel in den Dollar gesteckt haben, haben sie auch immense Verluste zu verbuchen. Wenn die Chinesen aus dem Dollar steigen würde, würde die Dollar ins bodenlose absacken. Der Dollar ist für die Chinesen der grösste Fluch, aber in absehbarer Zeit werden sie trotzdem aussteigen müssen. Der sfr ist uns ein Segen. Antworten


Toni Bonzo

30.08.2010, 14:06 Uhr
Melden

Vielen Dank Herr Diem Meier für die kurze, aber übersichtliche Darstellung der Vor- und Nachteile. Die vom Eurobefüworter Herr Couchepin gemachten Aussagen in der NZZ waren schon beinahe tendenziös. Sie zielen klar in die Richtung, Angst zu schüren, insbesondere bei jenen Leuten, die nur über sehr wenig ökonomischen Sachverstand verfügen. So einfach lassen wir uns aber die EU nicht aufzwingen... Antworten


Ivo Ernst

30.08.2010, 14:02 Uhr
Melden

Zwischen einem EU-Beitritt und der Aufgabe einer souveränen Währungspolitik besteht nur vordergründig ein Zusammenhang. In der Wirklichkeit zählen nicht die offiziellen Vertragstexte sondern die zugehörigen Fussnoten. Mit anderen Worten: eine Wunschkandidatin wie die Schweiz kann ihre Beitrittsbedingungen verhandeln, zum Beispiel die Beibehaltung der eigenen Währung wie GB, DK, SE. Antworten


Bruno Bänninger

30.08.2010, 13:54 Uhr
Melden

Ach Herr Couchepin! Sie hatten Ihre Chance! An vielem was sie daraus gemacht haben, werden wir noch lange beissen. Jetzt sitzen sie zusammen mit ihrem früheren "Teamkollegen Blocher" im Club der alten Männer. Wie Blocher sollten sie endlich den Mund halten, besonders weil ihre Meinung nicht gefragt ist und niemand will sie hören. Geniessen sie doch einfach und bleiben sie ruhig und gelassen. Antworten


Barbara Stucki

30.08.2010, 13:53 Uhr
Melden

Angesichts der unhaltbaren Hochpreise, die wir in der Schweiz bezahlen, wäre es höchste Zeit, den Euro einzuführen! Mit DVDs, Büchern und vielen anderen Produkten werden wir buchstäblich betrogen. 20 Euro sind plötzlich 37 Franken (!), statt umgerechnet ca. 26.-. Wer zockt uns hier einmal mehr ab? Lohnschere und Vermögensentwicklung geben Anhaltspunkte...Also besser im Ausland bestellen zB... Antworten


Arthur Bosshart

30.08.2010, 13:49 Uhr
Melden

Gewissen Herren scheinen alle Mittel recht, um die Schweiz in die Arme der EU zu bringen. Antworten


Nadine Binsberger

30.08.2010, 13:41 Uhr
Melden

Schönrederei - wir werden ja sehen. Man muss ja nicht gleich der EU beitreten, wenn man den EUR als Währung übernimmt. Antworten


Charly Hetzimann

30.08.2010, 13:41 Uhr
Melden

Persönlich bin ich gegen einen EU Beitritt aber beim Euro war's mir egal. Schon bequemer mit nur einer Währung. Aufgrund der aktuellen Tatsachen bin ich aber schnell auf den Boden der Realität zurück gekommen. Lieber der Rosinenpicker bleiben... Antworten


steve walker

30.08.2010, 13:39 Uhr
Melden

...und dann gibt es noch die Möglichkeit, den Franken notfalls an den Eurokurs zu binden. Genauso wie die Chinesen ihre Währung seit Jahren an den Dollar gebunden haben - und dabei nicht schlecht gefahren sind. Antworten


Joe Lang

30.08.2010, 13:36 Uhr
Melden

Die Schweiz muss überhaupt nichts, Herr Ex-Bundesrat! Schon gar nicht auf Druck des maroden Molochs EU. Antworten


Erich Brunner

30.08.2010, 13:31 Uhr
Melden

Ja Herr Couchepin. Das spekulieren hat halt so seine Tücken. Wenn man es nicht kann (oder besser, nicht weiss von was man spricht) sollte man die Finger davon lassen. Vor 40 Jahren war der USD zum CHF noch 4.5:1, heute 1:1 und kein Hahn schreit danach. Antworten


Martin Tschümperlin

30.08.2010, 13:28 Uhr
Melden

..." und bist du nicht willig, so brauche ich Gewalt! " Die Zeichen mehren sich, dass wir durch gewisse Kreise und besonders durch Regierungskreis -Richtung EU Beitritt gedrängt werden. Wehret Euch - ein solcher Beitritt wäre fatal - diese Währung ist auf Dauer nicht lebensfähig - wir werden das erleben! Gegen die Aufwertung gibt es bewährte Mittel, wie Z.B. Negativzinsen auf Fremdwährungskontis Antworten


Mark Keller

30.08.2010, 13:27 Uhr
Melden

Aha... es gibt aber auch EU-Staaten, welche nicht der Euro-Zone angehören. Überlegen diese auch zum Euro zu wechseln? Oder wie ist das mit Griechenland? Wurden da nicht Stimmen laut, dass Griechenland die Misere mit der Drachme besser hätte meistern können als im Euro-Verbund, und diesem viele Probleme erspart hätte? Und wie war das mit dem Dollar als Leitwährung? Antworten


Wöllner Andy

30.08.2010, 13:17 Uhr
Melden

Von der Stärke (Franken) in die Schwäche (Euro) fliehen, das kann doch niemandes Ernst sein - ausser, man wolle für den EU-Beitritt alle Viere von sich strecken. Die Frankenstärke - vielmehr ist es die Schwäche von Euro und Dollar - könnte insofern genützt und deren vermeintlicher Nachteil relativiert werden, indem der Protektionismus liquidiert wird. Vorab der Zollschutz für die Landiwirtschaft ! Antworten


Rolf Schumacher

30.08.2010, 13:05 Uhr
Melden

Man darf nicht auf den Unkenrufer aus dem Wallis hören. Jedes Land mit einer starken Währung hat auch ein solides politisches und wirtschaftliches System. Als die USA und GBR stabil waren, war deren Währung gegenüber dem kanadischen und austr Dollar sowie sfr bis zu achtmal stärker. Wenn ein Land schwächelt,. schwächelt auch die Währung. Der starke sfr zeigt, dass wir auf dem rechten Weg sind. Antworten


daniel hofer

30.08.2010, 13:02 Uhr
Melden

...warum können ex-Bundesräte, die im Amt versagten, in ihrer von uns Steuerzahlern bezahlten Luxusretraite nicht wenigstens das Maul halten? Wäre sehr angenehm! Antworten


Benno Suter

30.08.2010, 13:00 Uhr
Melden

Die wahnsinnig gescheiten Schlussfolgerungen unseres ehemaligen Bundesrates Couchepin verraten seine Qualitäten. Es ist nur zu hoffen, dass bei den Ersatz- und Neuwahlen klügere Köpfe gewählt werden, die unter den gegebenen Umständen den Wert der grösst möglichen Unabhängigkeit erkennen und ihr Denken und Handeln danach ausrichten. Antworten


Michael§ Giger

30.08.2010, 12:57 Uhr
Melden

Man kann eigentlich nur noch Gott danken, dass Herr Couchepin einen Abgang aus dem Bundesrat gemacht hat. Die Argumentation deren er sich bedient um für einen EU Beitritt zu weibeln grenzt ans Perverse. Antworten


ruedi lanz

30.08.2010, 12:56 Uhr
Melden

Gott sei Dank ist der nicht mehr im Bundesrat! Couchepain fährt mit seinen Fehleinschätzungen fort, wie er es bei der Krankenversicherung gemacht hat. Antworten




Emil Frey AG Autocenter Bern

Geniessen sie die Strasse mit dem neuen Subaru XV. Nur im Emil Frey Autocenter Bern.