Wirtschaft

Das Rätsel der rekordtiefen Zinsen

Die historisch einmalig tiefen Zinsen können bedeuten, dass uns eine schwere Krise droht mit drastisch fallenden Aktienkursen. Oder dann platzt demnächst eine Blase an den Obligationenmärkten.

Die implizite Botschaft der Obligationenmärkte: Nach dem Aufschwung folgt die nächste Krise.

Die implizite Botschaft der Obligationenmärkte: Nach dem Aufschwung folgt die nächste Krise.
Bild: John Cole, The Scranton Times-Tribune

Langfristzins, Rendite und Coupon

Als Langfristzins wird meist die Rendite von Staatsanleihen in einem reichen Land bezeichnet. Doch was ist das? Die Rendite ist der tatsächliche Zinssatz, den ein Käufer einer Staatsobligation bezogen auf den Preis erhält, den er für die Obligation bezahlt hat. Der Staat bezahlt den Käufern der Obligation einen festen prozentualen Satz (den sogenannten Coupon) bezogen auf 100 Prozent der Obligationssumme. Sinkt nun der Wert der Obligation im Handel unter 100 Prozent, steigt die Rendite.

Auslöser dafür könnte sein, wenn zum Beispiel die Sorge um die Bonität des Staates oder die erwartete Inflation zunimmt. Ein hypothetisches Zahlenbeispiel mit einer einjährigen Obligation und einem Coupon von 5 Prozent verdeutlicht das: Bleibt der Wert der Obligation bei 100 Prozent (man spricht von einem Kurs von 100), dann ist die Rendite gleich wie der Coupon: 5 Prozent. Sinkt der Wert der Obligation auf 50, steigt die Rendite auf 10 Prozent. Denn die jährliche Zahlung des Staates von 5 Prozent (bezogen auf den Kurs von 100) erhält man jetzt für einen Kurs der Obligation von 50.

Bei mehrjährigen Obligationen verkompliziert sich die Sache, doch das Grundprinzip bleibt das gleiche: Je tiefer der Kurs der Obligation, je höher ihre Rendite und umgekehrt. Spricht man daher von einem tieferen langfristigen Zinsniveau, ist damit gemeint, dass Staatsobligationen zu höheren Kursen gehandelt werden.

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Die Zinsen befinden sich weltweit auf einem so tiefen Niveau wie noch nie. Das gilt vor allem für die langfristigen Sätze. Das gilt auch für die Schweiz. Langfristzinsen orientieren sich in reichen Ländern meist an der Rendite von Staatsobligationen (siehe Infobox links). Gegenwärtig liegt der so gemessene 10-Jahres-Zinssatz hierzulande bei rund 1,2 Prozent. Selbst in den schlimmsten Monaten der Wirtschaftskrise im Herbst 2008 lagen die Zinsen deutlich höher.

Was dieses tiefe Zinsniveau bedeutet, ist das derzeit am intensivsten debattierte Rätsel unter Marktbeobachtern. Gemäss Lehrbuch drücken Langfristzinsen die Erwartung über den künftigen Wirtschaftsverlauf aus. Je grösser der Optimismus, desto höher diese Zinsen und umgekehrt. Die aktuellen Zinsen drücken klar die Erwartung aus, dass die Wirtschaft erneut in eine Rezession zurückfällt. Weil das Preisniveau vielerorts schon sehr tief ist, hätte das eine Deflation zur Folge. Das erinnert unweigerlich an die Lage von Japan, das deswegen seit bald 20 Jahren nicht mehr aus einer Dauerkrise herausfindet. Wenn die Preise wegen einer zu geringen Gesamtnachfrage generell fallen, lohnt es sich für die Konsumenten, Geld zu horten. Zudem erhöht sich dadurch der reale Wert der Schulden, was immer mehr Schuldner in den Bankrott treibt und den Wunsch, Geld bar zu halten, erst recht erhöht.

Das Schreckgespenst der Deflation

Die aktuell tiefen Zinsen verweisen auch direkt auf verbreitete Deflationserwartungen: Denn Gläubiger, wozu auch die Käufer von Staatsobligationen gehören, erhalten bei einer Deflation nach Ablauf einer Obligation allein durch das sinkende Preisniveau mehr Kaufkraft zurück; der reale Zins ergibt sich daher durch die Addition von Nominalzins und Deflation. Die aktuell tiefen Zinsen würden bei einer erwarteten Deflation von rund 1 Prozent deshalb zu Realzinsen um 2 Prozent führen. Ein Wert, der beim langfristigen Durchschnitt liegt.

Ein Teil des Rätsels liegt darin, dass sich die äusserst pessimistischen Erwartungen der Obligationenmärkte nicht in anderen Indikatoren zur weiteren weltweiten Konjunkturentwicklung wiederfinden. Die meisten Erhebungen gehen zwar weltweit von einer Abschwächung der Wachstumsdynamik aus, bisher aber nicht von einem Rückfall in die Rezession. Am ehesten Bestätigung findet das Krisenszenario in den jüngsten Wirtschaftsdaten aus den USA. Kein Wunder schliessen immer mehr Konjunkturbeobachter eine weitere Rezession zumindest in der grössten Wirtschaftsmacht der Welt nicht mehr aus. Doch bei einem solchen Szenario müssten auch die Aktienmärkte weit schlechter abschneiden als bisher. Denn würde auf allen Märkten eine erneute weltweite Rezession erwartet, würden Aktienanleger auch von tieferen Umsätzen und Gewinnen der Unternehmen ausgehen.

Wo bleibt die Angst vor explodierenden Staatsschulden?

Der zweite Teil des Rätsels betrifft die Staatsverschuldung. International macht der schlechte Zustand der Staatsfinanzen, auch der reichen Länder, Schlagzeilen. Würde auf den Märkten für Staatsobligationen tatsächlich die Furcht vorherrschen, dass die Staaten ihre Schulden nicht mehr ganz zurückzahlen können oder sie sich ihrer durch Inflation entledigen, müssten die Zinsen steigen und nicht sinken. Jene Ökonomen, die eine anhaltende oder verschärfte Krise kommen sehen, glauben daher, dass diese Angst die Sorge um die Staatsfinanzen bei Weitem übersteigt und dass daher die Schuldpapiere des Staates noch immer als die sicherste Anlagealternative betrachtet werden.

Die Lösung dieser Rätsel hat für die Kapitalmärkte ganz entscheidende Konsequenzen. Stellt sich der Optimismus der Aktienmärkte als zutreffend heraus, dann sind die Staatsobligationen massiv überbewertet – einige sprechen sogar von einer Blase – und ihre Preise werden massiv einbrechen. Die Angst um die Staatsfinanzen wird dann dominieren. Stellt sich dagegen der Pessimismus der Obligationenmärkte als zutreffend heraus, sind die Aktienmärkte überbewertet. Ein Preissturz wäre da die Folge. Das erklärt auch die Nervosität an den Börsen

Episoden der Vergangenheit sprechen für die Aktienmärkte

Wer am Ende recht hat, sei «sehr schwierig zu beantworten», sagt Claude Zehnder, Chefanalyst der Zürcher Kantonalbank, und drückt damit aus, was sich in den meisten Anlagekommentaren wiederfindet. Immerhin zählt sich Zehnder eher zu den Optimisten. Ein Grund dafür ist für ihn ein Blick in die Vergangenheit. Denn Konstellationen, in denen die Kurse auf den Aktienmärkten und jene auf den Obligationenmärkten konträre Erwartungen ausgedrückt haben, hat es immer wieder gegeben. Zehnder verweist auf eine neue Studie der Citigroup. Darin wurden zehn vergangene Episoden untersucht, in denen eine ähnliche Konstellation vorgeherrscht hat. Immerhin in sechs davon hat sich die optimistische Einschätzung der Aktienmärkte als die richtige herausgestellt, nur in zwei die pessimistische der Obligationenmärkte. In zwei Episoden hat keine der beiden Extremansichten dominiert. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.08.2010, 17:47 Uhr

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33 Kommentare

Kurt Blaser

08.09.2010, 16:31 Uhr
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Vielleicht merkt mal jemand das die Börse keine Geldmaschine ist und das an der Börse kein geld verdient, nur UMGELAGERT wird. Die Börse ist ein Spielcasino, jeder Dollar der "verdient" wird muss jemand Anderen weg genommen werden. Antworten


Roberto Conte

02.09.2010, 21:32 Uhr
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Beispiel: Bank geht zur NB und hat einen 0,25% SZins oder auch nicht. Heuscht bei den Hypothekenschuldnern von 1,5 - 2.75 KLFZ und um die 3% bei LLFZ macht bei 1 Mio. Fr. 2,500.00 SZ und Fr. 22'500.00 (2,25%) HyZ, und wenn man den ganzen Kuchen der Hyposumme berechnet wird einem schwindlig ...??? Ich bin überzeugt, dass ein grosser Teil dieser Gelder versandet in Werbung, Boni usw. Antworten


Nadine Binsberger

20.08.2010, 17:07 Uhr
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Diese Situation der Finanzmärkte zeigt lediglich, dass sie mit der realen Wirtschaft nichts zu tun haben. Wirtschaft ist derjenige Bereich, der die Gesellschaft mit ihren Gütern versorgt. Solange dies passiert, ist alles in Ordnung. Kapitalrenditen hingegen sind inexistente "Werte", die mit Wirtschaft nichts zu tun haben und unseren Wohlstand in keiner Weise ausmachen. Antworten


Roland Strauss

20.08.2010, 16:30 Uhr
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Dieses Zentralbankensystem ist eigentlich ein Betrug und gar nicht notwendig, denn der Staat könnte sich das Geld zinslos ausstellen. Ich empfehle die Lektüre von Ellen Brown. Das jetzige Geldsystem kollabiert schon rein mathematisch wegen der exponentiellen Entwicklung. Die tiefen Zinsen verzögern den Effekt nur etwas. Antworten


Patrick Ryf

20.08.2010, 13:04 Uhr
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Ein Hauptproblem unseres Zentralbankensystems ist, dass der Zins künstlich von den Zentralbanken gemacht wird und nicht vom freien Markt bestimmt wird. Dies führt zu Fehl-Allokationen der Resourcen, verursacht eine Scheinblüte der Wirtschaft und treibt Staaten in die Schulden-Falle. Wenn die Flucht aus dem Fiat-Geld durch steigende Zinsen bekämpft wird, fliegt uns das ganze System um die Ohren. Antworten


Aschy Furrer

20.08.2010, 12:42 Uhr
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Die Wirtschaft ist wohl die einzige "Wissenschaft", die ihre Erkenntnisse aus ihrem eigenen kollektiven Unwissen destilliert. Was dabei rauskommt, das ist solcher (wie in diesem Artikel) Salat aus plazierten Prophezeiungen, Schwarzmalerei und kapitalen Fehlentscheiden. Das einzige beobachtbare Realität hinter diesem Possenspiel ist, dass die Reichen immer reicher werden, und die Armen immer ärmer. Antworten


eugen bissegger

20.08.2010, 12:36 Uhr
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Peter Schäfer: Frage ist, wer bezahlt die Schulden wenn die Staatskassen überschuldet sind - Das Volk! Die Verschuldungen können ja nicht ins Unendliche wachsen. Bsp. Griechenland und andere werden noch folgen. Der Effekt ist dann eine immer schneller drehende Abwärtsspirale und welche Szenarien dann spielen - Geldentwertung, Inflation / Deflation bis hin zu Kriegen können wir ja 1 : 1 verfolgen. Antworten


Christian Dürig

20.08.2010, 12:35 Uhr
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Zinse abschaffen. Wer positives Wachstum kennt, und sei es noch so klein, der weiss, dass dieses sämtliche Schranken übersteigt. Negatives Wachstum führt zum Verschwinden (konvergiert nach Null). Nur der Fall, dass kein Wachstum vorliegt, ist beständig. In diesem Falle müssen aber alle arbeiten gehen. Spekulation hat keinen Platz mehr. Die Wet würde sich immer noch drehen aber nicht als Karusell. Antworten


Kah Hubert

20.08.2010, 12:13 Uhr
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Warum Deflation ein Schreckgespengst ist? Nun, wenn die Preise anfangen zu sinken, wird zögerlicher konsumiert. Sinken die Preise abermals, wird noch zögerlicher konsumiert => die Nachfrage sinkt, die Preise fallen weiter => Konsum fährt weiter zurück => Gefahr einer Spirale mit steigender Arbeitslosigkeit. Denke nicht, dass man sich das herbeiwünschen sollte. Antworten


Silvio Zürcher

20.08.2010, 11:33 Uhr
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Die reelle Situation ist bei weitem nicht bekannt. Für eine "normale" Amortisierung der heute bestehenden Weltschulden bracht man ca. 100 Jahre. Was tun ? Die heute einzig bekannte Lösung heisst INFLATION. Nach Kriegsende hat z. B. mein Vater vom ital. Staat als Gegenleistung für sein für kriegszwecke konfisktiertes Ferienhaus den Gegenwert eines Espressos (Lit. 1.400) erhalten !!! Antworten


Vital Stutz

20.08.2010, 11:15 Uhr
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eine ganz einfache Erklärung für die rekordtiefen Zinsen/Obli-Renditen: - die Banken holen bei Nationalbanken FED, EZB, SNB, etc. äusserst günstig Liquidität; - damit kaufen sie Staatsanleihen, wo sie einen höheren Zins bekommen (Differenz 1-2.5% je nach Laufzeit), was sicheren Gewinn bringt ohne Risiko, da die Obli immer der Nationalbank verkauft/verpfändet werden kann. Antworten


alois Leimgruber

20.08.2010, 10:41 Uhr
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Die Zinsen können gar nicht steigen sonst gehen doch noch viel mehr Staaten bankrott,weil sie die Zinsen erst recht nicht mehr bezahlen könnten . Miur ist auf jeden Fall eine Deflation viel lieber ! Antworten


Peter Schäfer

20.08.2010, 10:20 Uhr
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@Bissegger: so düster ist's dann auch wieder nicht. Sie dürfen nicht vergessen, dass es auf der anderen Kontoseite Gläubiger hat, die diese Billionen ausgeliehen haben. Gesamtwirtschaftlich gesehen linke Hosentasche, rechte Hosentasche...... Das Problem ist vielmehr die Labilität des ganzen Konstrukts (das Motto muss dann heissen: don't rock the boat) Antworten


Mario Caruso

20.08.2010, 09:46 Uhr
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Zitat aus dem obigen Artikel: "Ein hypothetisches Zahlenbeispiel mit einer einjährigen Obligation und einem Coupon von 5 Prozent verdeutlicht das: Bleibt der Wert der Obligation bei 100 Prozent, dann ist die Rendite gleich wie der Coupon: 5 Prozent. Sinkt der Wert der Obligation auf 50, steigt die Rendite auf 10 Prozent." Die Rendite ist um ein Mehrfaches höher! Das Beispiel ist falsch. Antworten


Dieter Wundrak-Gunst

20.08.2010, 09:39 Uhr
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Episoden der Vergangenheit sprechen für die Aktienmärkte. Und was sprechen die Episoden der Vergangenheit denn in den Immobilien/Obligationen-Märkten. Kaum einer wird sich mehr erinnern, dass wir vor nicht zu langer Zeit Kassaobligationen zu 7 % hatten. Schon vergessen. Wer ist dieses Mal der grosse Gewinner. Der Aktien-, der Obligationen-, der Schwellenmarkt oder sogar die Hedgefonds. CASINO?. Antworten


Matthias Vogelsanger

20.08.2010, 09:06 Uhr
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"Teesatzleser ratlos" wäre der passende Titel für diesen Artikel. Der offen denkende Mensch darf sich daran gewöhnen, dass die vielbeschworenen "Märkte" in Tat und Wahrheit keine blasse Ahnung habe. Antworten


christoph Stahl

20.08.2010, 09:01 Uhr
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Das Schreckensgespenst Deflation?! Ich habe mich während dem Studium schon immer gefragt warum das denn sooo ein Schreckensgespenst ist. Deflation hat auch Vorteile. Vorteile für insbesondere diejenigen welche keine Schulden haben. Ich hätte gerne wieder eine höhere Kaufkraft. Wirklich übel sind falsche Inflationsberechnungen und Schönrechnereien um die Zinsen tief behalten zu können! Antworten


Martin Waeber

20.08.2010, 08:23 Uhr
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Zwei Wahrheiten bleiben: Erstens weiss niemand so recht wohin die Reise geht und noch viel weniger wann etwas passiert, egal wie krampfhaft dies im Moment versucht wird und auch wenn Berufspessimisten wieder Hochkonjunktur haben. Zweitens hat die Vergangenheit gezeigt, dass aus eben dieser Vergangenheit nicht zu viele Schlüsse auf die Zukunft gezogen werden sollten. Antworten


hans zumstein

20.08.2010, 07:35 Uhr
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Kommt Zeit, kommt Rat . . . wer nicht mit langfristigem Horizont (mind. 5 Jahre) in Aktien investieren kann/will, sollte die Finger davon lassen. Die Zeit der kurzfristigen, markanten Gewinne an der Aktienbörse sind wohl vorläufig vorbei. Wer historische Statistiken über Performance betrachtet, sieht, dass langfristige Aktieninvestments trotzdem immer noch mit Abstand vor Staatsanleihen liegen. Antworten


Reto Huber

20.08.2010, 05:49 Uhr
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Besser nichts schreiben als inhaltlich dermssen schlechte Recherchen - Danke Antworten


walter schoeb

19.08.2010, 21:27 Uhr
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da die aktienrenditen (hoch) im vergleich zu den obligationenzinsen (niedrig) sind, müssten eigentlich die aktien- bewertungen steigen um ein gleichgewicht zu erlangen, falls die obli-zinsen weiterhin durch die nationalbanken tief gehalten werden. die hohen geldmengen führen mittelfristig wohl eher zu preissteigerungen und zinser- höhungen. Antworten


Andreas Schnyder

19.08.2010, 20:49 Uhr
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Die Probleme haben Jahr 1999 2000 angefangen. Mit dem Zusammenbruch der Technologie Börse Nasdaq. Leider hat man dem Markt nicht erlaubt zu korrigieren. Die Zinsen wurden gesenkt und eine Immoblase war die folge und ist geplatzt. Es wurde mit masiven Luft Geld dem Markt nicht erlaubt zu korriegieren. Aber, Naturgesetze können nicht geändert werden der Markt wird korrigieren. Mit oder ohne Politik. Antworten


eugen bissegger

19.08.2010, 20:41 Uhr
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Die Studien kann man gerade mal vergessen, weil so ziemlich alles aus dem Ruder gelaufen ist. Zählt einmal alle Billionen Staatsverschuldungen zusammen, EU / USA / Asien / Afrika und wie diese bei den laufenden Zinsen abgetragen werden können / müssen - wie? 1 Billion heisst 1000 Milliarden = 1000 000 000 000. - Die Lichter gehen langsam aber sicher aus und die Armleuchter müssen bald abtauchen! Antworten


Werner Grütter

19.08.2010, 20:29 Uhr
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Fazit: Über Jahrzehnte hinweg wurden Mechanismen geschaffen, die nicht mehr eindeutig analysiert werden können. Die Konstruktionen der Finanzwirtschaft ist so komplex, dass niemand sagen kann, in welche Richtung das Pendel schlagen wird. Sogar wenn es für einen Staat jetzt noch gut aussieht, so sind durch die Verkettung und Vernetzung der weltweiten Geldströme alle dem Zerfall ausgeliefert. Antworten


Patrick Tigri

19.08.2010, 20:15 Uhr
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Was ist doch "Wirtschaftswissenschaft" ungenau... Dass sich sowas "Wissenschaft" nennen darf... tsts. Antworten


Karl Baum

19.08.2010, 19:40 Uhr
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Es gibt wohl nur einen so überflüssigen wie überbezahlten Beruf, nämlich den des "Analysten". Sie beobachten die Märkte - welch eine Leistung - und übersehen dabei die Schwarzen Schwäne ebenso sehr wie der Mann von der Strasse. Die betreffender Berufsbezeichnung lautete wohl besser "Animator" oder "Animierdame", auch bei dieser Branche gehts primär um die Knete und weniger um Facts. Antworten


Hanspeter Niederer

19.08.2010, 19:36 Uhr
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Auf Spezialisten, die ihr Geld mit Geld verdienen, sollte man generell nicht hören. Mein Gefühl sagt mir, dass wir vor einem grossen Kollaps stehen. Dieser Kollaps wäre zu vermeiden, wenn die Menschheit endlich begreifen würde,dass man im Kampf gegen die Natur nur verlieren kann.Konsequente Investitionen in umweltverträgliche Umwelt-Technologien würde Arbeit schaffen und neuen Sinn stiften. Antworten


Alexander Moshe

19.08.2010, 18:41 Uhr
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Verständnisfrage: Es droht eine Deflation. Aber wird nicht durch massives Gelddrucken eine Inflation ausgelöst? dh wenn wir nun in eine Deflation rutschen, müsste die Nationalbank doch nur milliarden CHF in Umlauf bringen (damit es richtung Inflation geht). Oder spricht was dagegen? Antworten


Johann Binder

19.08.2010, 18:38 Uhr
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Japan ist nicht so schlecht gefahren,in den letzten Jahren,mit Deflation.Höhere Zinsen,müssen ja auch bezahlt werden.Zu was unkontrollierter Wachstum geführt hat,sehen wir ja.Wir sollten immer noch zufrieden sein,Arbeit zu haben, und so schlecht lebt es sich nicht in der Schweiz.Gesundheit ist auch wichtig.Wir sollten mehr an Abstimmungen teilnehmen,dann funktioniert unsere Demokratie auch besser Antworten


Marie Forster

19.08.2010, 18:36 Uhr
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inflation-rezession - deflation - mir iss schwindelig - die wollen aus uns hypnotisierte kaninchen machen. Antworten


Yanis Arnold

19.08.2010, 18:27 Uhr
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..die Stimmung in der Wirtschaft scheint mir recht gut (auch wenn die Indikatoren dies nicht klar belegen), nehmen wir also noch die Episoden der Vergangenheit (6-2-2), dann setzte ich auf steigende Aktienkurse und auf ein platzen der Bond-Blase mit Pauken und Trompeten... Antworten


Beat Hochuli

19.08.2010, 18:04 Uhr
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Wird nix passieren! Warum? Weil nix passiert ist bis jetzt. Hätte schon lange was passieren müssen. Ist aber nicht. Also? Wer echt was hat, wills nicht total verlieren. Was kultürlich sofort geschehen würde, wenn wirklich was passieren täte. Alles klar? (Leider ist DAS ja nicht WIRKLICH ein FORUM oder SO...) Antworten


Erich Brunner

19.08.2010, 18:02 Uhr
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Die Situation des Westens kann mit Japan verglichen werden. In Japan sind die Schulden noch grösser. Europa und die USA können es sich nicht leisten die Zinsen zu erhöhen. Man wird sich niedrig behalten und die Inflation herunterreden. Solange Europa und die USA so verschuldet sind, werden die Zinsen tief bleiben. Im Unterschied zu Japan ist der Westen nicht so autark und erholt sich schneller. Antworten



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