Chinesischer Handel stürzt im Januar ab

Um satte 11,2 Prozent sank der Export der zweitgrössten Volkswirtschaft der Erde im vergangenen Monat.

«Made in China» ist nicht mehr so gefragt: Frachthafen. (Archivbild)

«Made in China» ist nicht mehr so gefragt: Frachthafen. (Archivbild) Bild: David Chang/Keystone

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Nach einer kurzen Verschnaufpause im Dezember geht es mit Chinas Aussenhandel wieder steil bergab: Sowohl Exporte als auch Importe der zweitgrössten Volkswirtschaft blieben im Januar erneut hinter den Erwartungen von Ökonomen zurück. Wie die Zollverwaltung in Peking am Montag mitteilte, sanken die Ausfuhren im Vergleich zum Januar des Vorjahres um 6,6 Prozent. Für die Einfuhren ging es sogar um 14,4 Prozent bergab.

Die neuen Handelszahlen deuten einerseits auf eine weiterhin mangelnde heimische Nachfrage durch die langsamere Konjunktur in der zweitgrössten Volkswirtschaft hin. Andererseits zeigen sie, dass wegen der schwächelnden Weltwirtschaft auch die Nachfrage aus dem Ausland weiter abnimmt.

Neujahrsfest verzerrt Daten

Zumindest teilweise sind für die schlechten Zahlen aber auch die Feiertage um das chinesische Neujahrsfest vergangene Woche verantwortlich, wie die Analysten Liu Li-Gang und Louis Lam vom australischen Bankhaus ANZ am Montag schrieben. Viele Unternehmen versuchten demnach, noch vor Beginn der langen Ferienzeit um den wichtigsten chinesischen Feiertag ihre Fracht ins Ausland zu verschiffen. Deshalb seien die Exporte im Dezember das erste Mal seit neun Monaten leicht angezogen, dann aber im Januar wieder stark zurückgegangen.

China hatte im vergangenen Jahr mit 6,9 Prozent das schwächste Wirtschaftswachstum seit 25 Jahren verzeichnet. Die Regierung in Peking versucht, das Wachstumsmodell des Landes umzustellen. Die Wirtschaft des Landes soll künftig weniger von einer exportstarken Industrie abhängig sein. Dafür soll der Dienstleistungssektor gestärkt werden.

Börse verliert nur 0,6 Prozent

Anders als der Aussenhandel zeigten sich die Aktienmärkte am ersten Handelstag im «Jahr des Affen» relativ robust. Nach einer Woche Handelspause wegen der Feiertage um das chinesische Neujahrsfest schloss der Composite Index in Shanghai nur 0,6 Prozent im Minus. (chk/AP)

(Erstellt: 15.02.2016, 05:34 Uhr)

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