Bernankes verzweifelter Kampf gegen die Folgen der Eurokrise
Aktualisiert am 02.02.2012 5 Kommentare
Wall Street ohne klare Richtung
Die Wall Street hat am Donnerstag keine klare Richtung gefunden. Quartalsberichte enttäuschten Anleger und schickten etwa Aktien von Pharmaunternehmen auf Talfahrt. Auf der anderen Seite gingen die Arbeitslosen-Erstanträge leicht zurück, was die Hoffnung auf eine niedrigere Arbeitslosenrate schürte.
Händler hielten sich allerdings vor der Veröffentlichung der Monatsdaten am Freitag und der jüngsten Rally zurück. Die Signale vom Arbeitsmarkt seien eine gute Nachricht, daneben mehrten sich aber Anzeichen für ein Abklingen des Schwungs, warnte Bruce McCain, Investmentexperte der Key Private Bank in Cleveland. Thema auf dem Parkett war auch die Ankündigung des Facebook-Börsengangs.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 12.705 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Marktbarometer zwischen 12.676 und 12.741 Punkten.(sda)
Artikel zum Thema
- Ackermann: Gläubiger verzichten auf «etwa 70 Prozent plus X»
- Griechenlands grösster Gläubiger
- Der Fiskalpakt ist unter Dach und Fach
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Die US-Notenbank will nach Worten ihres Chefs Ben Bernanke mit allen Mitteln eine Belastung der US- Wirtschaft durch die europäische Schuldenkrise verhindern. Es bleibt das Risiko bestehen, dass die Entwicklung in Europa die Konjunktur in den USA belaste, sagte er.
«Wir beobachten die Situation permanent und werden alle verfügbaren Schritte ergreifen, um das US-Finanzsystem und unsere Wirtschaft davor zu schützen», sagte Bernanke bei einer Parlamentsanhörung in Washington.
Ansteckung minimieren
Allerdings habe die grosszügige Liquiditätsspritze der Europäischen Zentralbank vor Weihnachten dazu beigetragen, die Spannungen im Bankensystem zu verringern, lobte Bernanke. Jedoch blieben die europäischen Banken in der Summe unterkapitalisiert.
Es bestehe weiter Unsicherheit über Auffanglösungen für Institute, die wegen der Schuldenkrise womöglich ins Straucheln geraten. Diese seien dringend nötig, um die von Europa ausgehenden Ansteckungsgefahren zu minimieren.
Entwicklung zu langsam
Bernanke bekräftigte bei der Anhörung, dass ihm die Erholung der US-Wirtschaft und der Rückgang der Arbeitslosigkeit nicht schnell genug gehen. Hinweise auf konkrete Gegenmassnahmen der Fed gab er nicht.
Die Zentralbank kündigte vergangene Woche überraschend an, den Leitzins bis mindestens Ende 2014 nahe null Prozent zu halten. Zudem liess Bernanke die Tür für weitere geldpolitische Schritte wie weitere Wertpapierkäufe offen.
Bernanke trat zum wiederholten Mal Befürchtungen entgegen, die Fed könnte von einer Konjunkturerholung überrascht werden und dann nicht mehr in der Lage sein, ihren geldpolitischen Stimulus rechtzeitig zurückzufahren. Er mache sich keine Sorgen, dass es nicht möglich sei, die Inflation zu kontrollieren, sollte die Erholung der Wirtschaft an Tempo zulegen.
Die aufgeblähte Bilanz der Fed könne wieder verkleinert werden. Die Notenbank hatte sich vergangene Woche zum ersten Mal in ihrer fast 100-jährigen Geschichte ein explizites Inflationsziel gegeben. Sie strebt nun wie die EZB und die Bank von England an, dass die Teuerungsrate mittelfristig nicht über zwei Prozent steigt. (kpn/sda)
Erstellt: 02.02.2012, 23:04 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
5 Kommentare
Wie gewohnt die Amis die die grosse Finanzkrise ausgelöst haben klopfen sich heute auf die Brust, haben die grössten Ausland Schulden in der Welt, und bezichtigen Europa als das grösste Übel in dieser Situation. Dabei finanzieren auch Europäer durch amerikanische Obligationen noch Ihre Kriege. Die Sie wahrscheinlich nur mit der Notenpresse begleichen können ! So einfach ist das ? Antworten
Die Euro-Kriese wurde von den AMIS los getreten. Die Amerikaner haben ihre Gift-Papiere in neue Finanzprodukte verpackt und von den Rating Agenturen mit AAA versehen lassen. Nur so konnten die Schulden der USA nach Europa exportiert werden. Die Banken müssten jetzt gegen die Rating Agenturen klagen, die haben betrogen. Natürlich sind die von den Banken bezahlt und raten im Sinne der Auftraggeber! Antworten
Wirtschaft
- 20:38Novartis-Präsident Vasella kritisiert die Einwanderungspolitik
- 16:29Swisscom-Chef: «Den Meisten sind Roaming-Gebühren egal»
- 13:17So günstig zum Eigenheim wie nie
- 26.05.2012Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
- 26.05.2012Das sind die demokratischsten Firmen der Schweiz
- 26.05.2012UBS verliert bis zu 30 Millionen Dollar bei Facebook-Börsengang
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.

Bitte warten

