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Bernankes verzweifelter Kampf gegen die Folgen der Eurokrise

Aktualisiert am 02.02.2012 5 Kommentare

Die USA sehen sich weiter mit der Gefahr konfrontiert, dass die Eurokrise die Konjunktur belastet. Der US-Notenbankchef will dies um jeden Preis verhindern. Doch auch mit der eigenen Wirtschaft ist er nicht zufrieden.

«Wir beobachten die Situation permanent»: Ben Bernanke während er Parlamentsanhörung in Washington. (2. Februar 2012)

«Wir beobachten die Situation permanent»: Ben Bernanke während er Parlamentsanhörung in Washington. (2. Februar 2012)
Bild: AFP

Wall Street ohne klare Richtung

Die Wall Street hat am Donnerstag keine klare Richtung gefunden. Quartalsberichte enttäuschten Anleger und schickten etwa Aktien von Pharmaunternehmen auf Talfahrt. Auf der anderen Seite gingen die Arbeitslosen-Erstanträge leicht zurück, was die Hoffnung auf eine niedrigere Arbeitslosenrate schürte.

Händler hielten sich allerdings vor der Veröffentlichung der Monatsdaten am Freitag und der jüngsten Rally zurück. Die Signale vom Arbeitsmarkt seien eine gute Nachricht, daneben mehrten sich aber Anzeichen für ein Abklingen des Schwungs, warnte Bruce McCain, Investmentexperte der Key Private Bank in Cleveland. Thema auf dem Parkett war auch die Ankündigung des Facebook-Börsengangs.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 12.705 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Marktbarometer zwischen 12.676 und 12.741 Punkten.(sda)

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Die US-Notenbank will nach Worten ihres Chefs Ben Bernanke mit allen Mitteln eine Belastung der US- Wirtschaft durch die europäische Schuldenkrise verhindern. Es bleibt das Risiko bestehen, dass die Entwicklung in Europa die Konjunktur in den USA belaste, sagte er.

«Wir beobachten die Situation permanent und werden alle verfügbaren Schritte ergreifen, um das US-Finanzsystem und unsere Wirtschaft davor zu schützen», sagte Bernanke bei einer Parlamentsanhörung in Washington.

Ansteckung minimieren

Allerdings habe die grosszügige Liquiditätsspritze der Europäischen Zentralbank vor Weihnachten dazu beigetragen, die Spannungen im Bankensystem zu verringern, lobte Bernanke. Jedoch blieben die europäischen Banken in der Summe unterkapitalisiert.

Es bestehe weiter Unsicherheit über Auffanglösungen für Institute, die wegen der Schuldenkrise womöglich ins Straucheln geraten. Diese seien dringend nötig, um die von Europa ausgehenden Ansteckungsgefahren zu minimieren.

Entwicklung zu langsam

Bernanke bekräftigte bei der Anhörung, dass ihm die Erholung der US-Wirtschaft und der Rückgang der Arbeitslosigkeit nicht schnell genug gehen. Hinweise auf konkrete Gegenmassnahmen der Fed gab er nicht.

Die Zentralbank kündigte vergangene Woche überraschend an, den Leitzins bis mindestens Ende 2014 nahe null Prozent zu halten. Zudem liess Bernanke die Tür für weitere geldpolitische Schritte wie weitere Wertpapierkäufe offen.

Bernanke trat zum wiederholten Mal Befürchtungen entgegen, die Fed könnte von einer Konjunkturerholung überrascht werden und dann nicht mehr in der Lage sein, ihren geldpolitischen Stimulus rechtzeitig zurückzufahren. Er mache sich keine Sorgen, dass es nicht möglich sei, die Inflation zu kontrollieren, sollte die Erholung der Wirtschaft an Tempo zulegen.

Die aufgeblähte Bilanz der Fed könne wieder verkleinert werden. Die Notenbank hatte sich vergangene Woche zum ersten Mal in ihrer fast 100-jährigen Geschichte ein explizites Inflationsziel gegeben. Sie strebt nun wie die EZB und die Bank von England an, dass die Teuerungsrate mittelfristig nicht über zwei Prozent steigt. (kpn/sda)

Erstellt: 02.02.2012, 23:04 Uhr

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5 Kommentare

Walter Krauer

03.02.2012, 05:37 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Wie gewohnt die Amis die die grosse Finanzkrise ausgelöst haben klopfen sich heute auf die Brust, haben die grössten Ausland Schulden in der Welt, und bezichtigen Europa als das grösste Übel in dieser Situation. Dabei finanzieren auch Europäer durch amerikanische Obligationen noch Ihre Kriege. Die Sie wahrscheinlich nur mit der Notenpresse begleichen können ! So einfach ist das ? Antworten


Stefan Baum

02.02.2012, 23:44 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Die Euro-Kriese wurde von den AMIS los getreten. Die Amerikaner haben ihre Gift-Papiere in neue Finanzprodukte verpackt und von den Rating Agenturen mit AAA versehen lassen. Nur so konnten die Schulden der USA nach Europa exportiert werden. Die Banken müssten jetzt gegen die Rating Agenturen klagen, die haben betrogen. Natürlich sind die von den Banken bezahlt und raten im Sinne der Auftraggeber! Antworten



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