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Bericht: Berlin will Spanien unter Rettungsschirm drängen

Aktualisiert am 02.06.2012 50 Kommentare

Kanzlerin Merkel und ihr Finanzminister Schäuble glauben laut einem Pressebericht offenbar nicht mehr daran, dass Spanien die Krise aus eigener Kraft meistern kann. Doch Madrid wehrt sich.

Blicken mit Skepsis nach Madrid: Wolfgang Schäuble und Angela Merkel. (Archiv)

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Bild: Reuters

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Chronologie der Eurokrise

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Angesichts der schwierigen Lage in Spanien wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble das Land laut Infotrmationen des Nachrichtenmagazins «Spiegel» unter den europäischen Rettungsschirm EFSF drängen. Spanien sei nach Einschätzung der beiden CDU-Politiker allein nicht in der Lage, die Schieflage seiner Banken zu beheben, berichtete das Nachrichtenmagazin vorab aus seiner neuen Ausgabe.

Mit dem Schritt wolle Berlin die Gefahr eindämmen, dass sich die Euro-Krise nach einem möglichen Ausscheiden Athens in den angeschlagenen südlichen Ländern der Währungsunion verschärfe. Schäuble setzte den Angaben zufolge am vergangenen Mittwoch den spanischen Wirtschaftsminister Luis de Guindos bei dessen Besuch in Berlin unter Druck, Madrid solle sich Geld vom Rettungsschirm besorgen, um damit das Kapital seiner Banken aufzupolstern. Guindos habe Schäuble jedoch abblitzen lassen. Sein Land könne die notwendigen Mittel allein aufbringen, erklärte der Spanier laut «Spiegel».

Immense Bankenkrise

Spanien leidet vor allem unter einer immensen Bankenkrise. Die Regierung stützt den unter einer geplatzten Immobilien- und Kreditblase leidenden Bankensektor derzeit mit Milliardenbeträgen, um seinen Zusammenbruch zu verhindern. Sie will bisher keine EFSF-Mittel beantragen, sondern die Krise allein in den Griff bekommen.

Es ist aber fraglich, ob Madrid die Krise wirklich aus eigener Kraft schultern kann oder unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen muss. Aufgrund leerer öffentlicher Kassen, der lahmenden Konjunktur sowie hoher Arbeitslosigkeit gilt das Land seit geraumer Zeit als möglicher Kandidat für europäische Hilfen. (ami/AFP)

Erstellt: 02.06.2012, 20:59 Uhr

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50 Kommentare

Hans Reuter

02.06.2012, 21:33 Uhr
Melden 68 Empfehlung 0

Vob Januar 2012 bis März 2012 wurdem aus Spanien fast 100 Milliarden Euro abgezogen. Und ich kann mir kaum vorstellen, dass dieser Abfluss trotz EFSF plötzlich die Richtung wechselt. Das Ganze ist wie ein von Termiten zerfressenes Haus, irgendwann tritt einer dagegen und es fällt zusammen. Ich hoffe, dass sich die Politelite mit ihrem Euro, Euro über alles bewust ist welches Leid sie anrichtet. Antworten


Peter Vogt

02.06.2012, 21:50 Uhr
Melden 63 Empfehlung 0

Als Spanier würd ich mir von den Deutschen auch nichts sagen lassen.... Antworten



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