Wirtschaft

Ausser Spesen nix gewesen: Anleger haben über zehn Jahre verloren

Ob Aktien, Rohstoffe, Immobilien oder Obligationen: Die Kurse stehen tiefer als Ende der Neunzigerjahren. Was bedeutet das für uns alle?

Verlorenes Jahrzehnt: Börsen stehen markant tiefer als vor zehn Jahren

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Der Dow Jones fällt erstmals seit 1997 wieder unter die 7000-Marke, ein Fass Erdöl kostet rund 40 Dollar. Die Preise für amerikanische Immobilien sind nochmals mehr als 20 Prozent eingebrochen, wer Obligationen kauft, muss sich mit einer äusserst bescheidenen Rendite zufriedengeben. Das bittere Fazit für Investoren: Die Gewinne der letzten zehn Jahren sind weggeblasen, und alle gehören zu den Verlieren.

Selbst Warren Buffett hat über das Wochenende einen Verlust in der Höhe von Milliarden von Dollar bekannt gegeben. Der Mann, der eigentlich immer alles richtig macht, ist vom Kollaps der Energiepreise überrascht worden.

Vier Krisenherde

Nicht nur die Banken leiden, keiner kommt in der aktuelle Krise ungeschoren davon. Die «Financial Times» zählt die vier wichtigsten, Krisenherde ausserhalb der Bankenwelt auf:

  • Der Crash an den Aktienmärkten und bei den strukturieren Produkten lässt langsam die Sorge aufkommen, dass die Versicherungen nicht mehr liquide sind.
  • Mehr als die Hälfte der Hedge Funds dürfte dem Untergang geweiht sein.
  • Experten gehen davon aus, dass die Gewinne der Private-Equity-Firmen seit 2005 futsch sind. Die Boston Consulting Group, eine renommierte Beraterfirma, geht gar davon aus, dass gegen 300 Milliarden Dollar abgeschrieben werden müssen.
  • Die Diversifikationsversuche von institutionellen Anlegern haben fehlgeschlagen. Alle Anlagekategorien haben massive Verluste erlitten.

Auch die Profis hats erwischt

Kleinanleger, die jetzt ratlos ihr zerzaustes Portfolio analysieren, haben wenigstens einen Trost: Die Profis waren keinen Deut besser. «Praktisch jede Strategie, die man den institutionellen Anlegern empfohlen hat, hat sich als totales Desaster herausgestellt», erklärt Fondsmanager Michael Lewitt von Harch Capital Management.

Die Achtzigerjahre waren das «verlorene Jahrzehnt» Südamerikas, Japan übernahm die rote Laterne in den Neunzigern. Die letzten zehn Jahre dürfen nun mit Fug und Recht als das verlorenen Jahrzehnt für die westlichen Investoren bezeichnet werden. Die Internetblase ist genauso geplatzt wie der Traum, mit hochkomplexen Finanzinstrumenten nachhaltig Wohlstand für alle erzielen zu können. Die hoch bezahlten Finanzprofis erweisen sich oft als Hochstapler. Im schlimmsten Fall sind sie Betrüger wie Bernard Madoff.

Das Versagen werden alle spüren

Das Versagen der Finanzprofis werden wir alle zu spüren bekommen: Die Rezession der realen Wirtschaft hat definitiv auch die Schweiz erreicht. Wer die Jahresabrechung seiner Pensionskasse genauer studiert, macht sich zu Recht Sorgen, dass er bei seiner Rente mit Abstrichen rechnen muss.

Die Krise kann auch einen positiven Lerneffekt haben. Nach zwei irrationalen Blasen in Folge ist damit zu rechnen, dass zumindest eine Weile Vernunft an den Finanzmärkten einkehrt. An Investitionsmöglichkeiten fehlt es deswegen nicht. Der Aufbau einer Wirtschaft, die mit viel weniger Energie auskommt und viel schonender mit der Umwelt umgeht, hat erst begonnen. Investitionen in eine ökologische Zukunft sind kurzfristig zwar weniger rentabel, aber mit Sicherheit nachhaltiger. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.03.2009, 14:45 Uhr

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35 Kommentare

Paul Gadola

03.03.2009, 22:57 Uhr
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Für einen wirklich guten und mutigen Artikel hätte man noch anfügen müssen, dass nach sämtlichen der mindestens zehn Baissen in den letzten 100 Jahren ein starker Aufwärtstrend gefolgt ist. Falls die Welt nicht untergeht (ist diese noch nie, oder?), dann dürfte es auch diesmal so sein. Vermutlich hat dem Autor aber der Mut gefehlt, dies zu erwähnen. Antworten


Erwin Zehnder

03.03.2009, 22:29 Uhr
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Stimmt, einige haben verloren, andere nichts verdient. Aber viele sind auch rechtzeitig ausgestiegen und kaufen jetzt wieder zu. Wer noch nicht gemerkt hat, dass die Börse keine Einbahnstrasse ist, hat dort nichts verloren. Und es gibt auch den alten Spruch: Dein Geld ist nicht verloren, lieber Anleger, es hats jetzt nur ein Anderer. Auch auf dem Weg nach Süden kann man verdienen. Antworten


Daniel Hauser

03.03.2009, 22:20 Uhr
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Die Börse ist ja nicht das eigentliche Problem. Die vielen Stützungsmassnahmen werden uns grosse Probleme bereiten. Jedes Unternehmen, das Mist baut, muss sich der neuen Situation anpassen und redimensionieren. Doch wir sind der Meinung, dass unsere übertrieben grossen Bank-Gebilde schützenswert, wenn nicht gar überlebensnotwendig sind. Der Staat müsste die Kreditvergabe stützen, nicht die Banken. Antworten


Rolf Andres

03.03.2009, 21:30 Uhr
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@Reinhart (14:40): Die Wirtschaft kracht zusammen, und sie gifteln ein paar Linke für eine nicht mehrheitsfähige Idee an. Was, wenn die Kursgewinne besteuert worden wären? Das Finanzkarussell hätte etwas langsamer gedreht. Und der Staat hätte etwas mehr Polster, um die übelsten Firmen zu retten, die wir nun mit unseren EINKOMMENSSTEUERN über die Runden bringen. Denken Sie, bevor Sie schreiben. Antworten


Nadine Binsberger

03.03.2009, 19:43 Uhr
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@Wau (16:11): Quatsch, es kommt bestimmt kein Chaos. Wozu denn auch? Wir brauchen: Nahrung, Kleidung, Behausung, Wasser, Energie, Infrastruktur, Pflege, Bildung, Kultur, ... Wir müssen uns nur darum kümmern. Wir wollen Arbeit? Bittesehr, es gibt zu tun! Nicht mehr so viel überflüssiges wie bisher, aber es wird sicher nicht langweilig. Und viel Freizeit gibt's auch noch dazu. Was wollen wir mehr? Antworten


Urs Keller

03.03.2009, 19:29 Uhr
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Die horenden Investitionen die von den Nationalbanken getätigt werden, sind gar nicht vorhanden, und müssen erst gedruckt oder auf dem Papier realisiert werden. Die Folge ist eine Weltweite Hyperinflation und eine dahergehende Deflation, und wenn sich die Systeme nicht wieder selbst aufrichten können, gleiten wir in eine Stagflation, und das wäre dann für längere Zeit. Antworten


Urs Keller

03.03.2009, 19:16 Uhr
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Es ist ein kleiner Trost, dass es auch die Profis erwischt hat. Die Börse ist ruiniert und viele Banken und Autohersteller hängen am Tropf des Staates. Wie lange wohl ? Es kann ja nicht sein, und ist auch nicht möglich, dass der Staat marode Firmen durch die Kriese durchfüttert. Denn dieses Geld bezahlen die Steuerzahler schon wieder mit einer Hyperinflation. Antworten


Caco Weise

03.03.2009, 19:11 Uhr
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Frei ist, wer der Vernunft gehorcht.Gier, Egomanie, Selbstüberschätzung, Hochstapelei und Dummheit führen zu solch dramatischen Ereignissen in dieser Welt.Ohne angemessene Regulierung und Kontrolle kann diese kranke Rasse nicht auf den guten Weg geleitet und geführt werden.Man sieht es ja an den ständigen Wiederholungen der Ereignisse.Krieg und Frieden wechseln sich ebenso in absurden Abständen ab Antworten


Caco Weise

03.03.2009, 19:04 Uhr
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@Robert Herz, Sie haben ja so recht.Leider lernen die meisten Menschen aus ihren Fehlern nicht.Einsicht zur Vernunft gibt es nicht, dies aufgrund der Selbstüberschätzung und Hochstapelei der Menschheit - absolut absurd und widersprüchlich.REGULIERUNG!!! Zitat Einstein: Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit; aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher! Antworten


Gianni Rogantini

03.03.2009, 19:02 Uhr
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Menschen sind wie Herdentiere, deshalb haben alle Investoren die letzten zehn Jahre an den Märkten verloren. Die alte Anlagestrategie von "buy and hold", wie es die PK machen ist schon längst nicht mehr gültig. Heute kann man nur noch in "Anlagen von letzter Instanz" investieren und sobald man Gewinne gemacht hat diese nicht vergessen zu realisieren.ETF's ohne Emittentenrisiko werden zulegen. Antworten


Paul Linder

03.03.2009, 18:26 Uhr
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Fertig Gewinnmaximierung! Der grosse Börsenschwindel. Wir wurden ermuntert, auch Aktien und so zu kaufen. Die Profis haben nun als Erste verkauft und die vielen gutgläubigen Laien stehen mit abgesägten Hosen da, gerupft, abgezockt. Wer soll das nun bezahlen? Viele Abzocker sind ausgewandert und erfreuen sich als Gäste auf karibischen Inseln und anderen grosser Beliebtheit. Gute Nacht... Antworten


John Luternauer

03.03.2009, 17:59 Uhr
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Geld ist keine Ware. Geld muss wieder durch Ware gedeckt werden. Ein Gold oder ein Value Basket gedecktes monetäres System muss wieder her. Es darf nicht mehr Geld im Umlauf sein, als mit realen Werten gedeckt werden kann. Wenn die Banken weiterhin aus dünner Luft Geld schöpfen können und dafür noch Zinsen kriegen, sind wir in ein paar Jahren wieder gleich weit. Antworten


Hans Frei

03.03.2009, 17:41 Uhr
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Wer im März 1999 Gold gekauft , dies kostenfrei im Tiefkühler aufbewahrt hat und es heute verkauft, der hat mindestens 150% netto Gewinn gemacht. So einfach ist das und dazu brauchen wir keine Boni geilen Banker in Massanzügen und teuern Krawatten. Eigentlich könnten die arbeitslosen Banker ins Entlebuch zum Goldwaschen gehen. In 10 Jahren würden sie vielleicht mehr Mehrwert schaffen. Antworten


Christian Bischofberger

03.03.2009, 17:08 Uhr
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Ein über alle Anlageklassen breit diversifiziertes Portfolio hat je nach Aktienanteil über die letzten 10 Jahre im jährlichen Durchschnitt immer noch zwischen 3 bis 4.5 % rendiert. Keine Traumrendite, aber immer noch 2 bis 3 % über dem Sparheft... Antworten


Ronnie König

03.03.2009, 16:51 Uhr
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Unglaublich wer sich alles von meiner Arbeit verköstigt! Umgekehrt würde man mich ein Parasit nennen. Vor mehr als 20Jahren habe ich solche Vorschläge gemacht und wurde ein Phantast genannt. Ich spare für meine Zukunft und nun muss ich zusehen wie mein Geld verschwindet! Die meisten Menschen sind dumm und werden es auch bleiben. Ich lerne vor allem: Gold im Keller bringt am meisten. Antworten


Heinz Martin

03.03.2009, 16:46 Uhr
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Also ich denke, dass die Stop-Loss-Strategie funktioniert hat ... Buy and Hold hat während 10 Jahren versagt ... Antworten


Ulrich Raumer

03.03.2009, 16:35 Uhr
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@John: Das Konzept Pensionskasse ist gescheitert, die Verteuerung der Lebenshaltungskosten verursacht durch die Renditebedürfnisse bei gleichzeitiger Senkung der Zinsen ist im besten Fall ein Nullsummenspiel. Diese Leute haben in Vorständen nichts verloren, ebenso die Politik. Die gesetzlichen Leitplanken sind aber zügig der Realität anzupassen. Antworten


Simon Lana

03.03.2009, 16:31 Uhr
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Jetzt wird versucht, mit Gesetzen im Finanzbereich Grenzen zu setzen, damit sich so eine Kriese nicht noch einmal wiederholt. Jedoch wird es immer Kriesen geben wie der Tag auf die Nacht folgt. Gesetze sind immer zeitlich gesehen zu spät. Versuchen wir damit zu leben und halt in Guten Zeiten zu sparen. Antworten


Thomas Späni

03.03.2009, 16:22 Uhr
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Investieren wir nachhaltig. In Energiesparmassnahmen und Gebäudesanierungen. Beides macht nicht nur oekologisch Sinn sondern auch oekonomisch. Es schafft nachhaltige Arbeitsplätze in der CH. Das in diese Massnahmen investierte Geld bleibt im wirtschaftlichen Kreislauf der Schweiz. Auch Pensions- kassengelder könnten so eingesetzt werden und würden sicher mehr als 2 % Rendite abwerfen. Antworten


Franz Häcki

03.03.2009, 16:20 Uhr
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Die Schuld an dieser Misere tragen in erster Linie die Notenbanken, die den Markt mit billigen Geld überschüttet hatten und weiterhin tun, damit wurde und wird Kapital als Resultat der Arbeit der Lächerlichkeit preisgegeben und entwertet, insbesondere auch dasjenige der PK's, was alle interessieren muss. Wieso Roth jetz noch hochgejhubelt wird, ist mir schleierhaft. Antworten


Peter Fuchs

03.03.2009, 16:12 Uhr
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Wenn man die obige Chart (Sinuskurve) anschaut dann muss der nächste Trend wieder nach oben sein. Natürlich scheint der Mensch mit einer pessimistischen Aussage besser bedient zu sein wie mit einer optimistischen,wie z.b. dass die Nacht vor dem Morgen immer am Dunkelsten ist Antworten


Peter Wau

03.03.2009, 16:11 Uhr
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Niemand redet über die Pensionskassen-Verluste ! Unterdeckung ist nur ein Scheinausdruck - wenn die verschiedenen Börsen (Index) über 50% und mehr in den letzten Monaten verloren haben, was werden wohl die PK verloren haben. Aber sicher nicht nur 10% - wer es glaubt, ist nur naiv und dumm. Die sogenannten Profis belügen und betrügen uns am Laufmeter und die Regierung dazu. Chaos kommt !!!!!!!!!!!! Antworten


Hans Graber

03.03.2009, 16:05 Uhr
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Von nichts kommt nichts. Entweder, den Finanzmärkten gelingt es, Profit auf Kosten von jemandem anderen zu machen oder es gelingt ihnen nicht. Ich persönlich werde weiter auf ehrliche, produktive Arbeit setzen und mich nicht von den Lockrufen in der nächsten Blasenbildung hinreissen lassen. Mein Geld ist maximal so angelegt, dass die Teuerung ausgeglichen ist, denn von nichts kommt nichts. Antworten


Martin Hess

03.03.2009, 16:03 Uhr
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Ich habe mir in den letzten Jahren einen Ranzen angefressen, Diese 10 kg sind realer Vorrat, den nimmt mir keiner so schnell weg. Im Uebrigen hätten alle die Finanzhaie bereits in den 80-er Jahren merken müssen, dass sich der Aktienmarkt von der realen Wirtschaft abhebt und in ein Luftschloss verwandelt. Aber Babylon ist halt schon lange her. Antworten


Hans Moser

03.03.2009, 16:03 Uhr
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Die Krise hat keinen positiven Lerneffekt, weil die Akteure am Finanzmarkt und in der Politik keine einheitlichen Massnahmen treffen. Jeder schaut für sich - so sind auch die Gene des Menschen ! Die Vernunft an den Finanzmärkten wird erst dann wieder einkehren, wenn man die Akteure der Krise vor ein Gericht bringt. Unser Rechts- staat ist ein reiner Sauhaufen - wo bleibt die Organhaftung in der CH Antworten


Adrian Birrer

03.03.2009, 16:00 Uhr
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Ein Aktienkurs repräsentiert den Wert einer Firma und kann sich somit langfristig nur im Gleichschritt zu deren Wachstum entwickeln. Kurzfristige Anstiege wiederspiegeln Hoffnungen in zukünftige Wertsteigerungen. Irgendwann müssen diese Hoffnungen aber real erfüllt werden, sonst platzt der Kurs. Obwohl eine primitive Rechnung, will man das an der Börse nicht gerne wahrhaben. Antworten


Grim Reaper

03.03.2009, 15:41 Uhr
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Nicht alle gehören zu den Verlierern. Das überschüssige Gold hat sich ganz gut gehalten. Deswegen wurde dem Mann, der 1400 t davon entsorgt hat, auch der Swiss Award für Wirtschaft verliehen. Antworten


Eric Meyer

03.03.2009, 15:30 Uhr
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Viele Anleger haben "Vermögen" verloren. Die Frage ist nur, wie definiert man Vermögen? Offenbar waren die steigenden Aktienmärkte gar nie Spiegel eines steigenden Vermögens und Wohlstandes sondern lediglich eine Übertreibung. Eine Anlage hat immer so viel Wert, wie jemand dafür zu zahlen bereit ist. Insofern: Wie gewonnen, so zerronnen... Antworten


Hans Zimmerli

03.03.2009, 15:29 Uhr
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Die Menschheit muss wieder lernen, Produkte zu produzieren in der Wirtschaft, die dem Allgemeinwohl dienen und nicht nur Luftschlösser mit dem Geld an den Börsen, wo früher oder später alle zu Verlierern werden. Die Börse verschafft uns kein schöpferisches Paradies auf Erden, sondern die Hölle? Innert einem Jahr Billionen Dollars vernichtet, oh mein Geld-Gott wo bist Du? Antworten


Stefan Jost

03.03.2009, 15:16 Uhr
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Blödsinn "Verlorenes Jahrzehnt", wer risikoarm in Obligationen (Fonds, Kassa-) investiert hat, steht nun etwa 25% über dem Wert von 1999. Z.B. konkretes Beispiel UBS Domestic Bond Fond CHF 279'184 hat nach Abzug von Gebühren über die letzen 10 Jahre ein Performance von knapp 30%, also so ca. 3% pro Jahr. Wer von mehr als 3% träumt, kann halt auch auf die Nase fliegen... Antworten


John Tinic

03.03.2009, 15:09 Uhr
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Ein Lerneffekt dieser Krise sollte im stärken der Aktionärsrechte im Verhältnis zum Managment sein. Dazu wird gehöhren, dass gerade die Instiutionellen Anleger, die aller unser PK Geld verwalten, eine stärkere Kontrollrolle in den Verwaltungsräten einnehmen. Die erfolglosen Wirtschaftskapitäne lachen über die Krise, die sind Sarniert. Wir alle sollten das bei unseren PK's auch einfordern. Antworten


Anders Aslund

03.03.2009, 14:56 Uhr
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Bei den Obligationen ist hier zu unterscheiden zwischen Staatsobligationen, zum Beispiel den US Treasury Bonds und Unternehmensobligationen. Die Unternehmensobligationen sind relativ billig zu haben was natürlich eine relativ hohe Rendite impliziert. Hohe Renditen implizieren hohes Ausfallrisiko. Antworten


walter meier

03.03.2009, 14:42 Uhr
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ganz richtig, ausser spesen nix gewesen. doch diese spesen haben vielen finanzdienstleistern ein tolles einkommen verschafft, inkl. der pensionskassen industrie. so haben doch immerhin einige etwas davon gehabt, das die meisten am ende weniger haben. mal sehen welche heilsversprechen nun auftauchen, damit wir uns alle wieder ein wenig mehr mühe geben... und mehr output bringen als "finanzprofis" Antworten


Werner Reinhart

03.03.2009, 14:40 Uhr
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Ich hoffe, dass diese Krise noch einen weiteren positien Effekt haben wird, nämlich der, dass das neidische Geschrei der Linken nach Besteuerung von Kursgewinnen nun endgültig verstummt. Antworten


Robert Herz

03.03.2009, 14:36 Uhr
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Die Krise ist ja auch noch nicht überstanden! Und wer glaubt, dass sich beim Wiederaufschwung alle viel vernünftiger verhalten werden, ist reichlich naiv: Wir werden einen neuen Hype entdecken und wir werden alle wieder aufspringen - bis zur nächsten Krise in 8-10 Jahren. Antworten




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