Euroländer machen Tempo bei EFSF-Stärkung
Aktualisiert am 07.11.2011 25 Kommentare
Die Eurogruppe erhöht den Druck auf Griechenland und Italien. (Video: Reuters)
Ist beruhigt über die Entwicklungen in Athen: Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker berät mit den anderen Euro-Finanzministern in Brüssel. (Video: Reuters)
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Die Eurostaaten wollen bei der geplanten Stärkung des Euro-Krisenfonds EFSF vorwärts machen. Innerhalb von drei Wochen sollen die Details feststehen, wie der Krisenfonds auf eine Billion Euro gehebelt werden kann. Bereits im Dezember sollen die Werkzeuge dann einsatzbereit sein. Diese Ziele gehen aus einem Arbeitspapier zur Reform des EFSF hervor, über das die Euro-Finanzminister heute Abend in Brüssel berieten.
Zudem macht die Eurogruppe die Auszahlung der nächsten Notkredite für Athen von einer schriftlichen Verpflichtung aller wichtigen griechischen Parteien zum vereinbarten Sparprogramm abhängig. Das gab der luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker heute Abend. Nach der Bildung einer Übergangsregierung in Athen müsse die schriftliche Erklärung abgegeben werden. EU-Währungskommissar Olli Rehn zeigte sich zuversichtlich, dass das in den kommenden Tagen geschehen könne und die sechste Tranche an Notkrediten «bis Ende November» überwiesen werden könne.
Die drei Möglichkeiten
Die Euroländer hatten bereits beschlossen, die Schlagkraft des EFSF, der derzeit 440 Milliarden Euro Kredite verleihen kann, zu erhöhen. Dafür soll es zwei Möglichkeiten geben, die auch miteinander kombiniert werden können.
So soll der EFSF Staatsanleihen von bestimmten Euroländern durch eine Art Versicherung für Anleger attraktiver machen. Zum anderen sollen Sondertöpfe eingerichtet werden, in die auch Staatsfonds anderer Staaten - beispielsweise China - investieren könnten.
Kombination von öffentlichen und privaten Geldern
Das Papier, das vom EFSF selbst ausgearbeitet wurde, nennt als Ziel für die erste Option (Teilkaskoversicherung), «die Nachfrage nach neu ausgegebenen Staatsanleihen zu erhöhen und die Finanzierungskosten des Mitgliedsstaates zu reduzieren».
Die zweite Option der Sondertöpfe (Co-Investment Funds CIF) erlaube die Kombination von öffentlichen und privaten Geldern, heisst es. «In den kommenden Wochen sollen mit den Mitgliedsstaaten, Marktteilnehmern, Ratingagenturen und Anteilseignern die übrigen technischen Details beraten werden.»
(wid/sda/dapd)
Erstellt: 07.11.2011, 22:34 Uhr
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25 Kommentare
Der Zirkus und das Tauziehen geht weiter. Es geht gar nicht drum, die Schulden zurück zu bezahlen, stattdessen quatschen die Politiker und wollen der EU diesen Bären geschickt auftischen. Sobald die 8 Millarden gezahlt sind und 50% gestrichen werden, sind die alten 50% die neuen 100% , und dann wird weiter geschlampt. Illusion zu glauben, dass Griechenland sich von heute auf morgen ändern wird! Antworten
Solange die EU-Staaten nicht zur EU und zum Euro stehen, wird es keine Lösung geben. Nur mit einer einheitlichen Wirtschaftspolitik für den ganzen Euro-Raum kann das Euro-Problem gelöst werden. Das heisst im Klartext, dass die nationalen Regierungen Macht nach Brüssel abgeben müssen. Tun sie das nicht, ist der Euro tot und Europa wird im Schlamassel versinken. Und genau danach sieht es aus... Antworten
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