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Aktien? Währungen? Gold? Mit Orangensaft lässt es sich reich werden

Aktualisiert am 12.10.2009 3 Kommentare

Eine schlechte Ernte in Florida macht Orangensaft begehrt: Der Preis steigt so stark wie seit Jahren nicht mehr. Die Orangenbauern freut es – und die Investoren ebenso.

Schlechte Ernte treibt den Preis: Florida wird nur 136 Millionen Kisten Orangen auf den Markt werfen.

Schlechte Ernte treibt den Preis: Florida wird nur 136 Millionen Kisten Orangen auf den Markt werfen.

Der Erntebericht des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) sorgte am Freitag für Furore: Der Preis eines Futures für gefrorenes Orangensaftkonzentrat stieg auf 1,086 Dollar pro Pfund. Das ist der stärkste Anstieg seit drei Jahren, wie die «Financial Times» schreibt. Grund dafür ist das Wetter in Florida, das 2009 bisher durch Kälte, Frost und wenig Regen gekennzeichnet war. Daher wird die Saison nur 136 Millionen Kisten einbringen (Eine Kiste wiegt 90 Pfund). Letztes Jahr waren es 162,4 Millionen gewesen – 16 Prozent mehr.

Die Orangenbauern sind über die höheren Preise glücklich. «Die gute Nachricht ist, dass der Konsumentnun ein toll schmeckendes Produkt zu fairen Preisen erhält», sagt Michael Sparks, Vize-Präsident der Anbaugenossenschaft Florida Citrus Mutual. Gemäss der Organisation trägt die Zitrusfrüchte-Industrie 9 Milliarden Dollar zur US-Wirtschaftsleistung bei und beschäftigt 76’000 Menschen.

«Orangensaft drängt sich auf»

Auch bei den Spekulanten herrscht Optimismus. «Der USDA-Bericht hat die Marktdynamik vollkommen verändert», sagte Jack Scoville, Analyst und Vize-Präsident beim Brokerhaus Price Futures Group in der «Financial Times Deutschland». Investoren würden jetzt darauf achten, ob Orangensaft das Hoch vom 12. August bei 1,1475 Dollar durchbricht. «Wenn man etwas sucht, um auf steigende Preise zu wetten, drängt sich Orangensaft gerade zu auf.»

Die Deutsche Bank sieht das ähnlich. Die Wetterlage habe insgesamt für schlechte Ernten gesorgt. «Während das Wetter auf den Energiehandel dieses Jahr bisher keinen grossen Einfluss hatte, sieht es bei Agrarrohstoffen anders aus. Die Produktion von Zucker, Kakao, Orangensaft und Reis hat durch das Wetter gelitten», schrieben die Rohstoffexperten des Geldhauses in einem Bericht. Der Zuckerpreis befindet sich beispielsweise auf dem höchsten Stand seit Anfang der Achtzigerjahre. (bru)

Erstellt: 12.10.2009, 16:12 Uhr

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3 Kommentare

Hugo Ferrari

12.10.2009, 17:13 Uhr
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Die Schweizer Konsumenten müssen sich keine Sorgen machen. Schon seit langer Zeit verkauft die Migros regelmässig immer wieder ihren Orangensaft zum halben Preis. Anscheinend ist ihre Marge sehr sehr hoch! Antworten


Nadine Binsberger

12.10.2009, 17:53 Uhr
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Die Ernte ist schlecht und die Wirtschaft freuts? Absurdes Marktsystem! Kapitalismus ist an der Knappheit der Güter interessiert. Wenn Güter nicht knapp sind, funktioniert Kapitalismus nicht. Antworten



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