40 Milliarden Euro für Hypo Real Estate

Aktualisiert am 10.09.2010

Der deutsche Staat muss der Münchner Immobilienbank erneut unter die Arme greifen. Ein Grund sind die Anleihen an kriselnde Euro-Staaten.

Braucht erneute Staatsgarantien in Höhe von 40 Milliarden Euro: die Münchner Immobilienbank Hypo Real Estate.

Braucht erneute Staatsgarantien in Höhe von 40 Milliarden Euro: die Münchner Immobilienbank Hypo Real Estate.
Bild: Reuters

Die angeschlagene Münchner Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) bekommt 40 Milliarden Euro mehr Staatsgarantien. Das der HRE gewährte Garantievolumen werde bis zum Jahresende um bis zu 40 Milliarden Euro erhöht, teilte am Freitagabend der Bankenrettungsfonds Soffin in Frankfurt am Main mit. Der Beschluss sei gefasst worden, um «jegliche Liquiditätsengpässe»auszuschliessen.

Das Magazin «Stern» hatte zuvor auf seiner Internetseite berichtet, dass die HRE mit massiven Liquiditätsproblemen kämpfe. Im schlimmsten Fall sei die Bank bis zum 22. September zahlungsunfähig, hiess es bei stern.de. Der Soffin zufolge wurde die neue Stützungsmassnahme wegen «ungünstiger Entwicklungen an den Zins- und Kreditmärkten» sowie im Zusammenhang mit der geplanten Bad Bank nötig, in die die HRE faule Wertpapiere und Unternehmensteile auslagern will.

Insgesamt 142 Milliarden Staatsgarantien

Laut Soffin beträgt das Gesamtvolumen der staatlichen Garantien für die HRE damit nun bis zu 142 Milliarden Euro. Die Bank war durch die weltweite Finanzkrise in massive Bedrängnis geraten und stand zeitweise kurz vor dem Zusammenbruch. Im Herbst vergangenen Jahres wurde sie schliesslich komplett verstaatlicht. Beim so genannten Stresstest der europäischen Banken im Juli fiel die HRE als einzige deutsche Bank durch. Dabei wurde die Widerstandsfähigkeit von Banken gegen möglichen weitere Krisen überprüft. (ske/AFP)

Erstellt: 10.09.2010, 21:17 Uhr

Wirtschaft

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