Sparversicherung
Von Claude Chatelain. Aktualisiert am 12.01.2010
Bei der gemischten Versicherung sind solche Risiken ebenfalls versichert, zusätzlich wird aber noch ein Sparkapital aufgebaut, daher wird sie auch Sparversicherung genannt.
Die Bruttoprämie, die für den Versicherungsschutz und den Kapitalaufbau zu bezahlen ist, setzt sich aus drei Teilen zusammen: dem Risikoteil, dem Sparteil und den Abschlusskosten. Letztere sind jene Kosten, die durch das Zustandekommen des Vertrages entstehen, wie etwa die Verkaufsprovision.
Massgebend beim Konkurrenzvergleich von gemischten Lebensversicherungen ist also nicht die Bruttoprämie, sondern die Sparprämie. Das ist der Betrag, der effektiv angespart wird. Je höher dieser Betrag, desto höher wird das Erlebensfallkapital ausfallen. Erlebensfallkapital
Stirbt der Versicherte während der Vertragsdauer, wird den Begünstigten das Todesfallkapital ausbezahlt. Erlebt der Versicherte das Vertragsende, erhält er das Erlebensfallkapital. Dies ist häufig mit Alter 60 der Fall. Gewisse Arten von Lebensversicherungen sollten schon aus steuerlichen Gründen nicht vor Alter 60 ausbezahlt werden. In der klassischen Variante ist die Höhe des Erlebensfallkapitals garantiert. Zusätzlich gibt es noch Überschussgutschriften. Diese werden schon beim Vertragsabschluss in Aussicht gestellt, aber nicht garantiert. Die Höhe solcher Überschüsse ist abhängig vom Erfolg auf den Finanzmärkten und vom Verlauf der auszuzahlenden Todesfallleistungen. Je höhere Todesfallsummen der Versicherer zahlen muss, desto weniger bleibt für den Überschussfonds.
Neben dieser klassischen Variante gibt es auch fondsgebundene Lösungen. Hier fliesst die Sparprämie nicht ins Anlageportefeuille der Versicherungsgesellschaft, sondern in einen bestimmten Anlagefonds. Bei dieser Variante ist das Erlebensfallkapital nicht garantiert. Es entspricht dem Marktwert des Anlagefonds. In jüngster Zeit sind mehr und mehr auch fondsgebundene Konstrukte mit einem garantierten Erlebensfallkapital auf den Markt gekommen. Wobei die Höhe dieser Garantie wegen der hohen Absicherungskosten eher mager daherkommt. (Berner Zeitung)
Erstellt: 12.01.2010, 11:28 Uhr
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