Viele Anleger flüchten zu Gold
Die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers zu Wochenbeginn und der folgende Kollaps weiterer Häuser hat einen weltweiten Dominoeffekt an den Börsen verursacht. In den Sog der Krise wurden hauptsächlich Finanzwerte gerissen.
Anleger und Investoren ergreifen die Flucht aus derzeit zu riskanten Titeln hin zur vermeintlich krisensicheren Währung Gold. Das Edelmetall ist neben anderen Rohstoffen bereits erklärter Krisengewinner: In den vergangenen Tagen hat Gold nach einem regelrechten Kursfeuerwerk den höchsten Anstieg seiner Geschichte erlebt. Doch aufgepasst, Gold unterliegt grossen Schwankungen, da das Edelmetall auch an den Dollarkurs gekoppelt ist.
Fakt ist, dass seit den Pleiten der US-Investmentbanken der Goldpreis in die Höhe schnellte. «Die Geschwindigkeit der Goldkursexplosion hat mich überrascht. Auch die Stärke und das Ausmass des rasanten Anstiegs sind erstaunlich», meint Eugen Weinberg, Rohstoffanalyst bei der Commerzbank, im Gespräch mit Pressetext. Grund dafür sei die regelrechte Aversion und Furcht der Anleger gegenüber allen riskanten Aktien. Risiken würden jedoch auch bei Investitionen in Gold bestehen. «Selbst Geldmarktfonds, die als sicherste Anlageoption überhaupt gelten, haben im Zuge der Krise verloren», unterstreicht Weinberg. Goldkontrakte für Dezember haben letzte Woche im nachbörslichen Handel um 11,6 Prozent auf 870,90 Dollar je Feinunze zugelegt. Dabei lag der Preis selbst am Tag der Lehman-Pleite noch auf dem niedrigen Niveau von 770 Dollar. Gestern Montag zeichnete das Edelmetall mit einen Wert von 873 Dollar pro Feinunze (+4,2 Prozent).
In unruhigen Zeiten bieten Bundesobligationen der Eidgenossenschaft hohe Sicherheit. Denn für deren Rückzahlung garantiert der Staat mit seinem ganzen Vermögen. (Berner Zeitung)
Erstellt: 23.09.2008, 12:07 Uhr
Wirtschaft
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