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Umfrage-Ergebnis: Staat soll in Finanzmärkte eingreifen

Aktualisiert am 04.11.2008

Der Staat soll stärker in die Finanzmärkte eingreifen und Hilfe an klare Bedingungen knüpfen, finden Teilnehmer unserer Online-Umfrage zur Bankenkrise.

UBS am Paradeplatz in Zürich.

UBS am Paradeplatz in Zürich.
Bild: Keystone

Das Vertrauen in die Banken ist angekratzt. Nur 19 Prozent der über 1500 Teilnehmer, die an der Online-Umfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnetz teilgenommen haben, vertrauen den Schweizer Banken weiterhin uneingeschränkt. 34 Prozent haben ihr Vertrauen in Grossbanken verloren. Und 3 Prozent schenken ihr Vertrauen nur mit Vorbehalten – sie haben ihr Erspartes auf mehrere Banken verteilt. Einen kompletten Vertrauensverlust haben die Banken aus Sicht von 14 Prozent der Umfrageteilnehmer erlitten.

Vertrauen Sie den Schweizer Banken weiter?

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84 Prozent befürworten die Erhöhung des Einlegerschutzes von 30'000 auf 80'000 Franken.

57 Prozent: Staat soll stärker eingreifen

In der Online-Umfrage war auch das Verhalten des Bundesrates ein Thema. 47 Prozent sind der Meinung, dass er sich bisher richtig verhalten hat. Aber auch 35 Prozent haben den Eindruck, dass er zu zögerlich gehandelt hat. Für 17 Prozent ist klar, dass er im Zusammenhang mit der UBS-Krise gar nicht erst hätte reagieren müssen. Über die Hälfte (57 Prozent) ist der Meinung, dass der Staat allgemein stärker in die Finanzmärkte eingreifen soll. 66 Prozent haben wegen der Finanzkrise Angst vor einer Rezession.

Was halten Sie vom Rettungspaket des Bundes für die UBS?

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Die meisten Teilnehmer (58 Prozent) sind zwar gegen das Rettungspakt des Bundesrats an die UBS, aber ein Bankrott der Bank käme die Schweiz noch teurer. Nur 22 Prozent sind generell gegen das Rettungspaket, für 20 Prozent ist es genau die richtige Lösung.

«Maximal 500'000 Franken pro Jahr»

Eine klare Absage (79 Prozent der Teilnehmer) gibt es in der Bankenkrise an weitere Milliardenboni. Aus Sicht von 89 Prozent der Teilnehmer sollen Banker, die die Krise verursacht haben, ihren Bonus zurückzahlen.

Wieviel Jahreslohn ist aus Ihrer Sicht für Top-Banker gerechtfertigt?

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Bei der Frage, welcher Jahreslohn für Top-Banker gerechtfertigt ist, wählten die meisten (47 Prozent) die Antwort «maximal 500'000 Franken pro Jahr». Zwei Millionen pro Jahr sind noch für 31 Prozent gerechtfertigt, 20 Prozent wählten die Antwort, dass Lohnregelungen alleine die Sache der Bank sei. Gerade mal 2 Prozent sind der Meinung, dass Top-Banker mehr als zwei Millionen im Jahr verdienen sollen.

Wie beurteilen Sie die Kommunikation der UBS?

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Auch zur Kommunikation der UBS wurden in der Online-Umfrage einige Fragen gestellt. Nur 7 Prozent denken, dass die Grossbank in der Krise richtig informiert hat. 51 glauben gar, dass sie die Öffentlichkeit bewusst getäuscht hat. Dagegen sind 42 Prozent der Meinung, dass sie zwar spät reagiert hat, aber immerhin dann zugegeben hat, dass es ohne Staatshilfe nicht mehr geht. 67 Prozent würden das aktuelle UBS-Management auswechseln. Banker, die die Krise verursacht haben, sollen ihre Boni zurückzahlen, finden 89 Prozent der Teilnehmer. (ah)

Erstellt: 04.11.2008, 16:17 Uhr

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