Hat das Erdbeben in Chile etwas mit Klopapier zu tun?

Aktualisiert am 18.03.2010

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Ja, denn Chile deckt immerhin 8 Prozent des weltweiten Bedarfs an Zellstoff. Und dieser ist einer der wichtigsten Rohstoffe für die Papierherstellung: WC-Papier, Papierservietten oder Kopierpapier gibt es nicht ohne Zellstoff. Beinahe 4 Millionen Tonnen der 4,8 Millionen Tonnen umfassenden chilenischen Jahresproduktion stammen aus dem vom Erdbeben betroffenen Gebiet. Wegen der Zerstörungen an Fabriken und Infrastruktur werden Zellstofflieferung aus der Region mehrere Wochen lang ausbleiben. Der Unterbruch des Nachschubs aus Chile trifft einen Markt, der von Verknappung und hohen Preisen geprägt ist. Weltweit haben die Hersteller von Zellstoff im Zuge der Wirtschaftskrise ihre Kapazitäten reduziert. Der Preis für Zellstoff aus nordischen Nadelhölzern ist auf rekordhohe 580 Euro pro Tonne gestiegen. Das WC-Papier könnte bald teurer werden.

Erstellt: 18.03.2010, 11:22 Uhr

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