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Unia verurteilt «Verhandlungsverweigerung» der Baumeister

Aktualisiert am 01.12.2011

Die Gewerkschaft Unia verurteilt die Ankündigung des Baumeisterverbandes, bis auf weiteres nicht mehr mit der Unia über einen neuen Landesmantelvertrag auf dem Bau verhandeln zu wollen.

Das sei eine unverständliche Verhandlungsverweigerung.

Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) versuche, mit dem selektiven Ausschluss der Unia die Arbeitnehmervertretung zu spalten, sagte Unia-Sprecher Nico Lutz am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Die Unia vertrete rund 40'000 Mitglieder auf dem Bau, das sei etwa das Dreifache der Zahl an Bauleuten in der Gewerkschaft Syna. Es sei damit völlig unklar, wie der Baumeisterverband beim neuen LMV ohne die Unia die angestrebte Allgemeinverbindlichkeit erreichen wolle.

Laut Lutz schlug die Unia diese Woche nach dem Protesttag vom vergangenen Freitag dem SBV zwei neu Verhandlungstermine vor. Rund 7000 Bauleute hätten an den Kundgebungen teilgenommen.

Der SBV hatte bereits am Freitag Klagen und Strafanzeigen angekündigt. In mehreren Fällen seien strafrechtliche Tatbestände begangen worden. Die Gewerkschaft sei nicht vor Nötigung, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Diebstahl und Raub zurückgeschreckt. Lutz wies die Vorwürfe zurück. Es seien Vorwände, um die Verhandlungen scheitern zu lassen.

Erstellt: 01.12.2011, 09:18 Uhr

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