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Sanofi-Aventis von starker Nachfrage aus Schwellenländern getragen Patentabläufe bereiten dem Pharmakonzern Probleme

Aktualisiert am 08.02.2012

Paris Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis hat im vergangenen Jahr von einer starken Nachfrage in Schwellenländern profitiert und so Einbussen durch billigere Nachahmer-Medikamente zum Teil ausgleichen können.

2011 sei mit etlichen Patentabläufen ein Jahr des Übergangs gewesen, sagte Konzernchef Christopher Viehbacher bei Vorlage der Bilanz am Mittwoch in Paris. Dank Einsparungen und geringerer Steuern wies Sanofi-Aventis einen Gewinn von 5,6 Milliarden Euro nach 5,4 Milliarden im Vorjahr aus, ein Plus von 3,7 Prozent.

Vor Sonderposten war der Überschuss aber rückläufig und fiel um 4,6 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro. Der Umsatz dagegen legte um 3,2 Prozent auf 33,4 Milliarden Euro zu, wie die weltweite Nummer vier der Pharmabranche weiter mitteilte.

Die starke Nachfrage aus den Schwellenländern und das Diabetesmittel Lantus konnten die negativen Einbussen durch billigere Nachahmerpillen teilweise kompensieren. Lantus war mit einem Umsatz von 3,9 Milliarden Euro (plus 15 Prozent) das mit Abstand wichtigste Medikament für Sanofi. Bei den Mitteln gegen Diabetes sind die Franzosen weltweit die Nummer zwei hinter der dänischen Novo Nordisk.

Patentverluste als Wachstumsbremser

Auch mit der Übernahme von Genzyme konnte Sanofi die Auswirkungen der verschiedenen Patentverluste abfedern. Der US-Biotechkonzern wird seit April vergangenen Jahres voll in die Firmenbilanz miteingerechnet und hat im Vorjahr einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro beigesteuert.

Was die ablaufenden Patente angeht, so sieht sich Sanofi- Konzernchef Viehbacher herausgefordert: «Wir müssen neue Wachstumstreiber finden, um in den kommenden Jahren den Umsatz- und Gewinnrückgang durch die Patentverluste auszugleichen», erklärte er am Mittwoch.

Sanofi ist mit dem Problem nicht allein: Laut Branchendienst IMS Health verlieren bis 2013 Medikamente mit einem Umsatz von rund 135 Milliarden Dollar weltweit ihren lukrativen Patentschutz - mehr als je zuvor. Insgesamt setzt der Weltpharmamarkt jährlich fast 900 Milliarden Dollar um.

Erstellt: 08.02.2012, 13:22 Uhr

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