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Französisches Kabinett stimmt Finanztransaktionsteuer zu

Aktualisiert am 09.02.2012

Paris Das französische Kabinett hat der Einführung einer Finanztransaktionsteuer auf nationaler Ebene zugestimmt.

Die Minister billigten am Mittwochabend den Plan von Präsident Nicolas Sarkozy, ab August eine Finanztransaktionssteuer von 0,1 Prozent einzuführen.

Dies soll pro Jahr rund eine Milliarde Euro einbringen. Die Steuer, die der britischen Börsensteuer ähnelt, soll auf den Handel von Aktien und Kreditausfallversicherungen sowie auf bestimmte hochspekulative Aktivitäten erhoben werden. Mit dem Vorschlag soll sich schon bald die französische Nationalversammlung befassen.

Frankreich und Deutschland hatten sich gemeinsam für eine europaweite Finanztransaktionsteuer eingesetzt. Dies war bisher am Widerstand von Ländern wie Grossbritannien gescheitert. Erst am Mittwoch hatten neun EU-Länder, darunter Frankreich und Deutschland, in einem Brief an die dänische EU-Ratspräsidentschaft die Einführung einer EU-weiten Finanztransaktionsteuer verlangt.

Erstellt: 09.02.2012, 11:48 Uhr

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