Brüssel plädiert weiter für Finanztransaktionssteuer mit 27 Staaten
«Die Steuer wäre wirtschaftlich zu ertragen, technisch einfach und politisch gerecht», sagte EU- Binnenmarktkommissar Michel Barnier am Mittwoch in Brüssel.
Barnier reagierte auf einen Brief des französischen Finanzministers Francois Baroin, wonach über Frankreich und Deutschland hinaus sieben weitere Euro-Staaten das Vorhaben unterstützen. Dies sind Österreich, Belgien, Spanien, Finnland, Griechenland, Portugal und Italien. «Neun sind besser als zwei oder drei, aber noch nicht 27», sagte Barnier.
Die neun Staaten fordern die dänische EU-Ratspräsidentschaft auf, die Arbeiten für die Einführung der Steuer zu beschleunigen. Debatten im EU-Ministerrat hatten gezeigt, dass mehrere EU-Länder, darunter Grossbritannien und Schweden, die Steuer ablehnen.
Die EU-Behörde hatte eine Finanztransaktionssteuer von 2014 an vorgeschlagen, die jährlich 57 Milliarden Euro einbringen könnte. Frankreich will die Steuer aber bereits ab diesem August einführen. Nach Ansicht Frankreichs soll die Finanztransaktionssteuer eine gerechte Beteiligung des Finanzsektors an den Kosten der Finanzkrise gewährleisten und zu einer besseren Regulierung der Finanzmärkte beitragen.
Erstellt: 08.02.2012, 14:26 Uhr
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