Wie viel sich mit Uber, Airbnb & Co. verdienen lässt

Eine neue Studie zeigt, dass der Anteil der Selbstständigen zunimmt. Und wie viel Geld man damit pro Woche erwirtschaften kann.

Teilselbstständig via Internet: Eine Schweizerin sucht eine Ferienwohnung über das Onlineportal Airbnb.

Teilselbstständig via Internet: Eine Schweizerin sucht eine Ferienwohnung über das Onlineportal Airbnb. Bild: Gaetan Bally /Keystone

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Es ist der Traum von vielen: Selbstständig sein, das bedeutet nur dann zu arbeiten, wann man will, und nur das tun, worauf man Lust hat. Sicher, es gibt auch dann mühsame Tage oder Projekte, die einem nicht passen. Dennoch ist die Vorstellung für viele Angestellte verlockend. Denn offenbar wagen weit mehr Schweizer diesen Schritt, als bislang bekannt war.

«Es gibt viel mehr Freelancer, als wir erwartet haben», sagt Michael Grampp Chefökonom bei Deloitte in der Schweiz. Laut seiner Untersuchung liegt der Anteil heute bei 25 Prozent. Das liegt vor allem daran, dass es mehr Schweizer gibt, die neben ihrer regulären Arbeit selbstständig sind. «Viele haben den Wunsch, sich so zu verwirklichen», sagt Grampp. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dies zu tun.

Trend zum Freelancer nimmt zu

Rund 17 Prozent der Schweizer sind laut den offiziellen Zahlen des Bundesamts für Statistik selbstständigerwerbend. Doch diese Definition ist eng gefasst. Sie umfasst nicht die Freelancer, die nebenher arbeiten. Neben dem klassischen Freelancer, der keine Festanstellung hat, gibt es Personen, die nebenher selbstständig sind. Ob nun in ihrem angestammten Beruf oder in einer anderen Tätigkeit.

Gute Chancen, als Freelancer erfolgreich zu sein, haben Berater, Informatiker, Grafiker oder Übersetzer – also wissensintensive Tätigkeiten. Grampp erwartet, dass sich dieser Trend verstärkt und künftig mehr Arbeitstätige teilweise zu Freelancern werden. Die heutigen Freelancer gehen zudem davon aus, dass ihre Arbeit künftig stärker nachgefragt wird. Sie können also künftig stärker darauf setzen.

Das liegt am Internet. Es gibt zahlreiche Internet-Plattformen, die es heute sehr einfach machen, nebenher einem Job nachzugehen. Ob dies nun der Taxi-Dienst Uber ist, das Nebenjobportal Jacando oder die Wohnungsvermittlungs-Plattform Airbnb.

1300 Franken über Airbnb und Co.

Die Studienautoren von Deloitte zeigen in einem fiktiven Stundenplan auf, wie viel ein Student in einer Woche seiner Semesterferien über diese Portale verdienen kann, wenn er ein Auto besitzt und eine Wohnung vermieten kann.

Mit rund 1300 Franken ist der Betrag zwar ansehnlich, er reicht aber noch nicht, um davon leben zu können. «Wir wollen mit diesem Beispiel zeigen, wie zahlreich die Möglichkeiten in der Schweiz heute schon sind, um nebenher Geld zu verdienen», so Grampp.

Doch das Wachstum bei der selbstständigen Arbeit wirft auch Fragen auf: Sind die Freelancer richtig versichert? Bezahlen sie korrekt ihre Steuern? Und wie hoch ist der Mindestlohn für ihre Tätigkeit? Viele Freelancer sind sich dieser Themen noch nicht bewusst. Nimmt die Bedeutung der teilselbstständigen zu, dürfte sich auch die Debatte um diese Fragen verstärken. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

(Erstellt: 17.02.2016, 11:48 Uhr)

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