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Bilder des Prozesses um die Münchner Schläger
Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 15.06.2010
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Am Mittwoch sind zwei ehemalige Schüler der Weiterbildungs- und Berufswahlschule Küsnacht vorgeladen, im Prozess gegen die Münchner Schläger auszusagen. Nachdem sich die zwei Jugendlichen erfolgreich geweigert hatten, für die Zeugenaussage nach Deutschland zu reisen, leitet morgen die Jugendstaatsanwaltschaft in Zürich die Verhandlung.
In der Tatnacht Ende Juni 2009 waren die beiden jungen Männer mit den drei Angeklagten unterwegs und anschliessend vorübergehend verhaftet worden. Laut Recherchen sagte einer der Zeugen gegenüber der Polizei, alle seien «so besoffen gewesen». Zudem belastet er den anderen Zeugen schwer: «Er holte mit der Faust aus und hat in Richtung des Kopfes geschlagen.» Allerdings habe er nicht getroffen.
Möglicherweise «aus Langeweile» zugeschlagen
Der Angeschuldigte will sich daran nicht erinnern. Er habe eine Filmriss gehabt, sagte er später aus. In dem Zustand, in er gewesen sei, könne er sich aber vorstellen, «aus Langeweile zugeschlagen zu haben», räumt er ein. Daran würde er sich aber erinnern, so der Jugendliche weiter.
Trotz der belastenden Aussagen der Mitschüler läuft gegen sie offenbar kein Verfahren. Zumindest «besteht keine Gefahr einer Verhaftung» wie, Barbara Stockinger, Sprecherin der Münchner Staatsanwaltschaft, im April sagte. Trotzdem weigerten sie sich die Jugendlichen aufgrund von «psychischen Problemen», nach München zu reisen.
Urteil nicht vor Ende Juli
Für morgen Mittwoch reisen deshalb die deutschen Richter, die Staatsanwältin, die Anwälte der Angeklagten sowie der schwer verletzte Geschäftsmann an. Er tritt als Nebenkläger auf. Zugelassen zur Verhandlung sind zudem die Eltern der Angeklagten. Ihre angeschuldigen Söhne bleiben jedoch in der Haft in München.
Wann Urteil im Prozess zu erwarten ist, steht nach wie vor nicht fest. Nach dem Prozessbeginn im März war es für den April vorgesehen. Nun ist es nicht vor dem 28. Juli zu erwarten. Dann hat das Oberlandesgericht den letzten bisher bekannten Verhandlungstag angesetzt. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 15.06.2010, 14:32 Uhr
