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Sommerlich chic bei jedem Wetter

Von Caroline Fux. Aktualisiert am 17.06.2011

Mal heiss, mal kalt, mal nass, mal drückend – das Wetter verlangt uns jetzt modisch manchmal einiges ab. Acht Tricks, damit frau für alle Lagen gewappnet ist.

Flexibles Sommeroutfit. Der Blazer wärmt abends in der Gartenbeiz, während die gekrempelten Hosen und die Sandalette dem Hitzekollaps im Büro entgegenwirken. Von Windsor. (Bild: zvg)

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Männer haben in Sachen Kleidung einmal mehr die kleinere Wahl – vielleicht ja, aber auch die kleinere Qual? Grundsätzlich lassen sich viele der für die Frauen beschriebenen Tipps auch von Männern anwenden:

Lagenprinzip: T-Shirt, Hemd (gern ein kariertes) und Blazer – fertig ist der universelle Lagenlook für den Herrn. Sie mögen keine Blazer? Leichte Sportjacken im College-Stil sind eine tolle Alternative.

Farbrausch: Auch Männer dürfen Farbe zeigen. Die Palette ist die gleiche wie bei den Frauen: Gelb, Grün, Orange, helles Blau.

Hosen hoch! Viele Männer würden lieber den Hitzetod sterben, als kurze Hosen zu tragen. Tatsächlich ist hier die Chance, modisch danebenzuliegen, riesig. Ein stilvoll sicherer und cooler Trick: die jetzt angesagten Khakihosen oder bunten Jeans hochkrempeln. Dazu passen folgende Schuhe:

Schönes Schuhwerk: Bootsschuhe im Timberland-Stil feiern gerade ein veritables Comeback. Anders als die berühmten Klassiker sind die heutigen Modelle aber nicht standardmässig braun, sondern dürfen bunt sein. Auch hübsch: Lederschuhe im Dandy-Stil. Wofür auch immer Sie sich entscheiden: Socken sind tabu, wenn man die Knöchel sieht.

Schal drum! Sommerschals stehen auch Männern bestens. Die Stoffe sollten leicht, aber nicht zu fein sein. Dann wirken Schals auch nicht feminin.

Starke Details: Eine coole Sonnenbrille ist jetzt natürlich Pflicht. Ausserdem lohnt es sich, in ein oder zwei sommerliche Gürtel zu investieren.fux

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Anziehen für Fortgeschrittene – so hiess in den letzten Wochen das morgendliche Motto vor dem Kleiderschrank. Tonangebend waren weniger stilistische denn klimatechnische Fragen: Eben noch hat man bei 30 Grad geschwitzt, und schon muss man wieder eine dicke Jacke reaktivieren, weil das Thermometer nur noch 10 Grad anzeigt. Und was, bitteschön, soll man an einem schwülen Tag anziehen, wenn für den Abend ein kühlendes Gewitter angesagt ist? Da kann man sich vor dem Kleiderschrank recht hilflos fühlen. Zum Glück gibt es ein paar Tipps, wie man die Wetterkapriolen stilsicher mitmacht und auf modische Sommergefühle nicht verzichten muss.

1. In allen Lagen Lagen tragen

Auch wenn die Sommermode noch so lockt – wer friert, hat keine Freude dran. Gut, gibt es «Layering». Der «Zwiebellook», wie die Technik etwas unglamouröser heisst, gehört zu den praktischsten Erfindungen der Mode. Er bietet Flexibilität bei Hitze oder Kälte. Ausserdem wirkt ein schön geschichtetes Outfit einfach spannender und «angezogener». Aber wie sieht der Lagenlook 2011 aus?

Die Nase vorn als oberste Schicht haben zurzeit leichte Blazer. Im Gegensatz zum Vorjahr kommen sie weniger exzentrisch daher und frönen nicht mehr dem umstrittenen 1980er-Revival. Sprich: keine überbreiten Schultern, keine Überlänge, keine Übergrösse. In Schwarz oder Dunkelblau kann man diese Blazer ins Büro oder zum Sonntagsbrunch anziehen, egal, ob über einem T-Shirt, einer Bluse oder einem Sommerkleid.

Wer kein Blazer-Typ ist, kann auf eine luftige Strickjacke zurückgreifen oder auf eine leichte Lederjacke. Als Klassiker schlechthin ist sie vielseitig und auch klimatisch sehr wandelbar.

2. Gute Laune dank Farben

Kräftige Farben sind nicht nur wahre Stimmungsaufheller, sie sind diesen Sommer auch absolut angesagt. Das Beste: Diesen Trend kann man nach Herzenslust ausleben, egal, was draussen gerade für Wetter ist. Die aktuelle Palette umfasst kühle, nicht zu verwaschene Sorbetfarben: Zitronengelb, Grapefruit und kräftiges Rosa. Auch Himmelblau und intensives Hellgrün findet man zurzeit in den Geschäften.

Eine schöne Variante, Farben zu tragen, sind im Moment quietschbunte Jeans. Hier darf es ruhig eine günstige sein, denn die Chance, dass das Teil trendmässig mehrere Saisons überlebt, ist recht gering. Die Hosen sollten gerade und nicht zu eng geschnitten sein – so kann man sie je nach Bedarf hochkrempeln und Temperaturschwankungen ein Schnippchen schlagen.

Wer von Farben nicht genug bekommt, kann Kleidungsstücke in verschiedenen intensiven Tönen zu einem Outfit zusammenfügen. Color Blocking ist einer der wichtigsten Trends dieses Sommers überhaupt.

3. Die Macht des Sommerkleides

Leider trauen sich viele Frauen unter der Woche kaum an ein hübsches Kleid ran, weil sie glauben, es sei für den Alltag zu elegant. Schade, denn gerade Sommerkleider können fast so vielseitig sein wie Jeans – und sie sind gerade bei schwülem Wetter erst noch bequemer. Ein (nicht zu wild) gemustertes, ausgestelltes Kleid schmeichelt so gut wie jeder Figur. Dazu passt ein Blazer oder ein kurzes Strickjäckchen.

Ein Knackpunkt könnte an kühlen Tagen vielleicht das «Drunter» sein: Leggins sind zwar nicht prinzipiell out, gerade die schwarzen Sommermodelle in Dreiviertellänge strahlen aber stets ein wenig «Notlösungscharakter» aus. Wer trotzdem Leggins tragen möchte, sollte darauf achten, dass sie ein bewusster Teil des Outfits sind, etwa, indem sie farblich angepasst sind.

4. Schuhe als Klimaregler

Ob unsere Füsse in offenen oder geschlossenen Schuhen stecken, trägt massiv dazu bei, ob uns in einem Outfit zu warm oder zu kalt ist. Und allein schon entblösste Knöchel können an einem heissen Tag wahre Wunder bewirken. Hier kommen uns die Trends entgegen, denn Hosen hochzukrempeln, ist diesen Sommer fast Pflicht. Trägt man dazu eine Sandalette, kann man dem Hitzekollaps sehr gut entgegenwirken, ohne zu frieren, wenn es am Morgen noch kühl ist oder man am Abend in der Gartenbeiz etwas länger bleibt.

Als geschlossene Schuhe für die Übergangszeit tragen Damen zurzeit schmale Lederschuhe im Dandy-Stil. Sie sind leicht, bequem und passen gut zu hochgekrempelten oder Siebenachtelhosen. Für den gewitterreichen Schweizer Sommer lohnt es sich durchaus, am Arbeitsplatz ein paar schöne Sneakers zu deponieren. So kommt man, wenn schon nicht trockenen Fusses, mindestens rutschfest zu Hause an. Immer schick sind Retromodelle, beispielsweise von Adidas oder Lacoste.

5. Klimawunder Schal

Wenn Sie beim Wort «Schal» nur an winterdicken Wollstrick denken, sollten sie schleunigst ihren Accessoirehorizont erweitern: Der Sommerschal ist nämlich unschlagbar, wenn es darum geht, wechselhaftes Wetter zu überstehen. Für die warmen Monate eignen sich federleichte Baumwolle oder auch Seide, obwohl man bei letzterer immer etwas aufpassen muss, nicht in den Flugbegleiterinnen-Dienstfoulard-Look abzugleiten.

Der perfekte Sommerschal ist leicht, grosszügig proportioniert und auch etwas strukturiert – böse Zungen würden sagen: zerknittert. Er kann in kühlen Momenten wärmen, bei sengender Sonne als modisches Kopftuch schützen, zu viel Haut züchtig bedecken, und bei Hitze verschwindet er ruck, zuck in der Tasche.

6. Sommer-Accessoires nutzen

Was wäre die Mode ohne Accessoires. Hier kann man sich ausleben, auch wenn das Wetter mal wieder nicht ganz mitspielt: Typische Sommeraccessoires sind Stoffgürtel oder geflochtene aus Leder, grosszügige Beach-Taschen aus Canvas und natürlich die gerade beschriebenen leichten Sommerschals.

Das Sommeraccessoire ist und bleibt aber die Sonnenbrille: Die aktuellen Modelle sind nach wie vor grosszügig portioniert, die schon fast lächerlich grossen XXL-Versionen der letzten Jahre sind aber verschwunden. Dominierend sind grosse, rundliche Brillen mit relativ dicken Plastikgestellen. Diese dürfen ruhig bunt oder sirupartig getönt sein. Wers lieber klassisch mag, bleibt bei der Aviator-Form. Sie passt perfekt zur aktuellen Mode.

7. Finger weg von Badimode

Flipflops, Kleider mit Tropenblumenmuster, Trägertops – wer diese Mode in seine Alltagsgarderobe integrieren will, ist ohnehin auf einer abenteuerlichen Mission. Man mag mit dieser Art von Badi-Fashion im Hochsommer nach Feierabend ja noch durchkommen, aber wer in der Übergangszeit auf allzu Sommerliches setzt, sieht schnell lächerlich aus.

8. oder Wintertauglichem

Ein kühler Tag und das Bedürfnis nach Wärme in Ehren. Setzen Sie lieber auf mehrere leichte Schichten (siehe Punkt 1) als auf winterliche Stoffe und Farben. (Berner Zeitung)

Erstellt: 17.06.2011, 10:40 Uhr