Lauberhorn-Vorspeise hat gemundet

WengenQuasi als Vorspeise zu den Weltcuprennen vom 13. bis 15. Januar wurde am Freitag am Lauberhorn ein Europacup-Super-G ausgetragen. Der ­Italiener Mattia Casse liess sich als Sieger feiern, Nils Mani klas­sierte sich auf 17. Rang.

Sie hielten am Europacup-Super-G am Lauberhorn die Oberländer Fahne hoch: Der Diemtigtaler Nils Mani (l.) und der Oberhasler Marco Kohler.

Sie hielten am Europacup-Super-G am Lauberhorn die Oberländer Fahne hoch: Der Diemtigtaler Nils Mani (l.) und der Oberhasler Marco Kohler. Bild: Ueli Flück

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Die Strecke vom Weltcupstart aus bis ins Ziel bei der Wasserstation mass 2315 Meter und wies 550 Meter Höhendifferenz auf. Das gestrige Super-G-Europacuprennen nahm einen animierten Verlauf. Am Ende klassierten sich neun Fahrer innerhalb einer Sekunde. Gleich vier konnten sich auf dem Podest feiern lassen.

Dies, weil der Österreicher Daniel Hemetsberger und der Schweizer Gilles Roulin mit je 48 Hundertstelsekunden Rückstand auf den Sieger gemeinsam Platz 3 belegten. Vor ihnen klassierten sich der Italiener Mattia Casse und der Österreicher Niklas Koeck.

Der Sieg von Casse kam nicht unerwartet, ist er doch ein Spezialist für schnelle Rennen. Als Sechster klassierte sich mit 67 Hundertstelsekunden Rückstand auf den Sieger ein alter Bekannter: Werner Heel, 34 Jahre alt, aus dem Südtirol.

Der Sieger: Der Italiener Mattia Casse gewann den ersten von zwei ­Super-G an diesem Wochenende am Lauberhorn. Bild: Ueli Flück

Bündner schnellste Schweizer

Der schnellste Schweizer, Gilles Roulin, gehört dem C-Kader von Swiss-Ski an und startet für den Skiclub Lenzerheide-Valbella. Auch die nächstschnellsten Eidgenossen kamen aus dem Bündnerland. Mit der siebtbesten Zeit glänzte Stefan Rogentin, auch er vom Skiclub Lenzerheide-Valbella.

Der 22-jährige B-Kader-Fahrer hatte schon in einigen FIS-Rennen auf sich aufmerksam gemacht. In Santa Caterina gab er kürzlich sein Weltcupdebüt. Einen Rang hinter Rogentin reihte sich Gian Luca Barandun ein (Skiclub Beverein).

Mani schnellster Oberländer

Nils Mani aus Schwenden war der schnellste BOSV-Fahrer. Mit seinem 17. Rang war er nicht unzufrieden. «Im Bereich Minschkante kam ich kurz von der Ideallinie ab, aber sonst war die Fahrt okay», zog der 24-jährige B-Kader-Fahrer Bilanz. Als 20. reihte sich der 19-jährige Marco Kohler vom SAK Haslital Brienz ein. Er war nur 8 Hundertstelsekunden langsamer als Mani.

Zwei 18-jährige Oberländer sammelten Erfahrung: Lars Rösti (St. Stephan) und Arne Ackermann (SAK Haslital Brienz). Heute steht der zweite Super-G am Lauberhorn auf dem Programm (Start: 12.30 Uhr).

Resultate: 1. Mattia Casse (It), 1:40.27; 2. Niklas Koeck (Ö), +0,14; 3. Daniel Hemetsberger (Ö) und Gilles Roulin (Sz), +0,48; 5. Christian Walder (Ö), +0,63; 6. Werner Heel (It), +0,67; 7. Stefan Rogentin (Sz), +0,68; 8. Gian Luca Barandun (Sz), +0,69; 9. Daniel Dankelmeier (Ö), +0,92; 10. Johannes Kröll (Ö), +1,15. Ferner die Berner Oberländer: 17. Nils Mani, +1,50; 20. Marco Kohler, +1,58; 58. Lars Rösti, +3,49; 61. Arne Ackermann, +3,85. Bemerkungen: Gestartet 92, klassiert 78, ausgeschieden 11, disqualifiziert 3. (Berner Oberländer)

(Erstellt: 07.01.2017, 13:36 Uhr)

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