«Ich war alleine und nervös»

Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 12.03.2010 4 Kommentare

Carlo Janka ist mit 23 Jahren Gesamtweltcup-Sieger, Olympiasieger und Weltmeister. Der Bündner sagt dazu: «Ich hoffe, dass es so weitergeht.»

1/17 Benjamin Raich gratuliert Carlo Janka zu dessen Sieg im Gesamtweltcup.
Bild: Keystone

   

Die emotionellen Ausbrüche gab es von Carlo Janka auch nach seinem jüngsten Triumph nicht. Die Erlösung war ihm aber dennoch anzumerken und anzusehen. «Es ist fantastisch. Jetzt habe ich den Gesamtweltcup geholt und bin schon Olympiasieger und Weltmeister», sagte er in einer ersten Reaktion. Es sei eine «perfekte Saison».

Vor dem zweiten Lauf «war ich im Starthaus schon etwas nervös». Als Erster nach dem ersten Lauf sei er noch alleine im Starthaus gestanden. «Kein Mensch war mehr da oben, nur noch einige Betreuer», erzählte Janka im Interview mit dem Schweizer Fernsehen. «Das Gefühl im ersten Lauf hat aber gepasst. Ich konnte das umsetzen, was ich mir vorgenommen hatte», so der Bündner. «Es waren meine Bedingungen heute.»

«Es passt zum Tag, dass Albrecht wieder fuhr»

Der Erfolg bedeute ihm sehr viel. «Gesamtweltcup, Olympia und WM – ich weiss nicht, was ich da noch sagen soll», sagte der «Iceman» dann doch noch etwas bewegt. «Jetzt habe ich alle drei grossen Sachen gewonnen und bin erste 23 Jahre alt. Ich hoffe, dass es so weitergeht», ergänzte er später. Der Erfolge mochte er aber nicht einordnen. «Ich bin natürlich stolz auf die Siege in Beaver Creek und in Wengen. Für den Gesamtweltcup muss man eine ganze Saison gut sein. Und über Olympia müssen wir nicht diskutieren», meinte Janka.

Zusätzlich zur Freude über die grosse Kristallkugel, die er als erst vierter Schweizer und als erster seit Paul Accola 1992 gewinnt, kam die Freude über den ersten Auftritt von Daniel Albrecht, seinem ehemaligen Zimmerkollegen, im Weltcup seit dem schweren Sturz vor über einem Jahr in Kitzbühel. Er ging jeweils als Vorfahrer über die Piste. «Es passt zum Tag, dass Dani wieder fährt. Ich war erstaunt, wie gut er schon wieder ist. Das ist ein Versprechen für die nächste Saison», erklärte Janka.

Das Lob von Benjamin Raich

Als fairer Verlierer gab sich Benjamin Raich, der vor dem Slalom 106 Punkte hinter Janka liegt und den Schweizer damit auch mit einem Sieg nicht mehr überholen kann. «Natürlich bin ich enttäuscht. Aber ich habe alles gegeben, und es war kein besseres Resultat möglich. Carlo ist zu recht vorne», so der geschlagene Österreicher, der wohl zum dritten Mal Zweiter im Gesamtweltcup werden wird.

«Ich hatte diese Saison keine ganz grossen Siege. Wenn man die Saison von Carlo anschaut, dann ist das fantastisch und der Sieg verdient», sagte Raich im SF. «Er ist ein technisch guter Skifahrer, der überall schnell sein kann. Und er hat eine Coolness», lobt er seinen Konkurrenten. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 12.03.2010, 15:38 Uhr

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4 Kommentare

Ruth Olloz

12.03.2010, 16:23 Uhr
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Herzliche Gratulation für alle diese grossartigen Erfolge. Für die Zukunft ist Carlo Janka allzeit beste Gesundheit zu wünschen und dass er stets unfallfrei durch's Ziel fährt. Daniel Albrecht möge in der nächsten Saison wieder voll mit dabei sein können. Diese beiden Sportler zeigen auf, wie Glück und Unglück nah beieinander stehen. Antworten


Margrit Buchegger

12.03.2010, 16:24 Uhr
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Ein cooler Typ mit starken Nerven. Bravo. Aber erbenso ein fairer Verlierer, dieser Beni Raich. Auch dem hätte man es gegönnt. Antworten



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