Carlo Janka legt im ersten Teil vor

Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 12.03.2010

Der 23-jährige Bündner zeigte in dem vom Schweizer Trainer Mauro Pini gesetzten ersten Lauf des Riesenslaloms eine starke Leistung. Bernerzeitung.ch/Newsnet berichtete live.

(Bernerzeitung.ch/Newsnet)

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    Der 23-jährige Bündner Carlo Janka zeigte in dem vom Schweizer Trainer Mauro Pini gesetzten ersten Lauf des Riesenslaloms eine bravouröse Leistung. Der Olympiasieger und Weltmeister zeigte wie gewohnt keine Nerven und setzte sich mit Bestzeit an die Spitze des Zwischenklassements. Seinen grossen Gegner im Kampf um die grosse Kristallkugel, den Österreicher Benjamin Raich, liess Janka gleich um 1,33 Sekunden hinter sich. Der im Gesamt-Weltcup 38 Punkte hinter Janka liegende Raich kam lediglich auf den 11. Zwischenrang. Bei der momentanen Konstellation stünde Janka schon vor dem abschliessenden Slalom vom Samstag als Gesamtsieger fest.

    Janka setzte sich bei Halbzeit um 17 Hundertstel vor den Italiener Davide Simoncelli und 28 Hundertstel vor den Amerikaner Ted Ligety, den Führenden in der Riesenslalom-Wertung. Ligety wird die Disziplinenwertung kaum mehr zu nehmen sein, zumal mit dem Italiener Massimiliano Blardone und dem Österreicher Marcel Hirscher seine zwei härtesten Gegner aus der Entscheidung fielen.

    Schützenhilfe erhielt Janka auch von zwei seiner Teamkollegen, die sich ebenfalls vor Raich schoben. Didier Cuche liegt bei Halbzeit auf Platz 6, Sandro Viletta klassierte sich als Achter.

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    Zur Erinnerung: Für einen Sieg gibt es 100 Punkte, der Zweite erhält 80 Punkte und der Dritte 60 Punkte. Jankas Vorsprung beträgt derzeit 38 Punkte. Gewinnt also Janka, muss Raich mindestens Sechster werden, um eine Vorentscheidung heute zu verhindern. Spannung im zweiten Lauf ist garantiert.

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    Wenn das Rennen so enden würde, dann hätte die Schweiz den ersten Gesamt-Weltcupsieger seit Paul Accola vor 18 Jahren. Jankas Vorsprung vor dem Slalom von morgen betrüge dann über 100 Punkte. Aber damit versorgen wir den Konjunktiv sofort wieder in der untersten und hintersten Schublade. Der zweite Lauf findet um 12 Uhr statt.

  • 29 Faivre  

    Und zum Abschluss der Juniorenweltmeister. Der Steilhang ist auch für ihn sehr anspruchsvoll, meistert die Probleme aber sehr beachtlich.

  • 28 Lizeroux  

    Und noch ein Slalom-Spezialist. Auch er liegt wie Zurbriggen oben schon deutlich zurück. Es geht dem Franzosen offensichtlich doch etwas zu schnell.

  • 27 Zurbriggen  

    Und gleich noch ein Walliser: Silvan Zurbriggen. Er wird vor allem morgen die Schweizer Hoffnungen hochhalten. Der Riesenslalom ist nicht seine Paradedisziplin.

  • 26 Défago  

    Der Abfahrts-Olympiasieger liegt bei der ersten Zwischenzeit schon eine halbe Sekund zurück, bei der zweiten sind es schon über 2 Sekunden Rückstand.

  • 25 Gufler  

    Er ist auf der Höhe von Berthod bei der zweiten Zwischenzeit. Im Ziel sogar noch etwas vor dem Bündner.

  • 24 Mermillod Blondin  

    Missilliers Teamkollege liegt deutlicher zurück. Er legt die bisher schwächste Zeit in den Schnee.

  • 23 Missillier  

    Es kommen jetzt zwei Franzosen. Wieder eine Zeit unter 1:10, damit ist Missillier 13.

  • 22 Larsson  

    Der Schwede fühlt sich eigentlich auch eher zwischen den Kippstangen wohler. Und seine abenteuerliche Linie im Steilhang führt elegant am Tor vorbei.

  • 21 Bank  

    Der Tscheche liegt wie Berthod und Co. Respektive noch etwas dahinter.

  • 20 Viletta  

    Gute Zwischenzeit für Viletta, den Slalomspezialisten. Starke Fahrt, er ist Achter.

  • 19 Reichelt  

    Auch der Österreicher wird sich hinten einordnen.

  • 18 Karlsen  

    Der norwegische Slalomspezialist ist etwas schneller als Berthod.

  • 17 Berthod  

    Marc Berthod liegt nach einem Fehler im Steilhang weit zurück. Er ist im Moment 13.

  • 16 Kostelic  

    Gestern zeigte Ivica Kostelic einen formidablen Super-G, heute läuft es etwas weniger gut, er ist einen Hauch schneller als Benjamin Raich.

  • 15 Schieppati  

    Noch ein Italiener. Und auch er vliert viel Zeit, wird hinter Raich bleiben.

  • 14 Mölgg  

    Der Südtiroler verliert oben schon über sieben Zehntel. Im Steilhang kommt eine Sekunde dazu...

  • 13 Baumann  

    Und schon der nächste Österreicher: Romed Baumann. Auch er ist ungefähr gleich schnell wie Cuche. Im Steilhang fällt er zurück, ist noch etwas langsamer als Raich.

  • 12 Schörghofer  

    Der nächste Fahrer, der sich zwischen Janka und Raich schieben wird.

  • 7 Hirscher  

    Nochmals zur Disqualifikation: Fehlstart! Ja, das gibt es auch im Skifahren.

  • 11 Richard  

    Der Franzose ist gut dabei, wenn auch nicht gerade auf der Höhe von Janka. aber auf jener von Cuche, knapp dahinter.

  • 7 Hirscher  

    Marcel Hirscher wurde disqualifiziert. Wir haben keinen Torfehler gesehen, aber vielleicht stimmte auch etwas nicht mit Schuh und/oder Bindung.

  • 10 Svindal  

    Der Norweger ist immer ein Favorit. Aber manchmal halt auch ein etwas langsamerer Favorit. Und noch etwas seltener ein ausgeschiedener Favorit. Er verpasst ein Tor vor der Schlüsselstelle.

  • 9 Cuche  

    Kann Cuche auf den Spuren von Janka fahren? Nur 1/100 hinter Janka oben. Aber im Steilhang muss er etwas zaubern. Und darum 86/100 Rückstand. Cuche bleibt vor Raich, was wichtig sein können.

  • 8 Ploner  

    Starke Fahrt im oberen Teil, nur 5/100 hinter Janka. Aber im Teilhang purzeln die Hundertstel dazu...

  • 7 Hirscher  

    Der Österreicher kämpft mit Ligety um die Riesenkristallkugel. Er liegt hinter Janka zurück. Und er ist hinter Ligety, Fünfter. Ligety im Moment Dritter.

  • 6 Raich  

    Kann der Österreicher kontern? Oben 54/100 hinter Janka. Und nach dem Steilhang sind es schon 1,31 Sekunden! Das ist eine erste Schlappe für Raich: 1,33 Sekunden hinter Janka. Aber es gibt ja noch einen zweiten Lauf.

  • 5 Janka  

    Was kann der Bündner Iceman auf dieser schwierigen Strecke ausrichten? Oben zwei Zehntel zurück. Sehr gut in der schwierigen Zone! Nur noch 8/100 zurück. Bestzeit! 17 Hundertstel war Janka schneller als Simoncelli. 1:08,43 ist die neue Marke.

  • 4 Jansrud  

    Noch ein Fahrer, bevor das Weltcup-Duell Janka vs. Raich in die vorletzte Runde geht. Der Norweger Kjetil Jansrud liegt oben zurück und kann trotz guter Linie in der Problemfalle nicht aufholen.

  • 3 Ligety  

    Der Führende im Riesenslalom-Weltcup. Er liegt oben etwas zurück. Keine Probleme bei der Problemstelle. Aber er liegt noch immer etwas zurück.

  • 2 Simoncelli  

    Hat der zweite Italiener besser besichtigt? Oben ist der deutlich schneller als sein Teamkollege, als dieser noch im Rennen war. Und jetzt gibt es die erste Richtzeit: 1:08,60.

  • 1 Blardone  

    Der erste Fahrer ist unterwegs. Und er verpasst dort das Tor, wo es auch Albrecht verpasste hatte. Ein Übergang in ein steiles Gelände mit einem ganz fies gesetzten Tor. Es ist nicht einfach auf der steilen, eisigen Unterlage auf Kurs zu bleiben.

  • Daniel Albrecht  

    Er fährt etwas zurückhaltend. Aber es geht wohl auch weniger um die Zeit, sondern mehr um das Gefühl. Und das ging daneben, da hat er zwei Tore verpasst.

  • Der Vorfahrer  

    Daniel Albrecht kehrt heute auf die Weltcup-Piste zurück. Er wird als dritter und letzter Vorfahrer über die Piste gehen; mal sehen, ob wir seine Zeit auch irgendwo zu sehen bekommen.

  • Start um 9 Uhr  

    «Der Riesenslalom ist ein neues Rennen, es sind wieder viele Punkte möglich, und ich hoffe, dass ich meine Olympiaform bewahrt habe», sagte Carlo Janka nach dem 11. Platz im Super-G von gestern. Die Goldmedaille von Whistler gibt also Mumm, und schliesslich ist die Ausgangslage heute eine andere als gestern: «Im Super-G konnte ich die ersten Fahrer im Fernsehen verfolgen, und ich habe schon gesehen, dass einige ausgeschieden sind, man fängt an zu überlegen. Im Riesenslalom besteht diese Gefahr nicht, denn da starte ich selbst als einer der Ersten.»

    Gestern ging der Plan von Raich besser auf. Er hatte am Mittwoch auf die Abfahrt verzichtet, dafür intensiv Riesenslalom trainiert. «Das war wichtig», sagte er, «auch für den Super-G; man musste das richtige Gefühl für die engeren Radien finden.» Von Jankas Abfahrtssieg erfuhr er erst nach dem Training, und die Erinnerung daran brachte ihn gestern zum Lächeln: «Ich habe dem Carlo viel zugetraut, aber einen Sieg - damit habe ich nicht gerechnet.»

    Es ist ein Duell auf hohem Niveau, und es wird keinen Zufallssieger geben. Hat Janka die Möglichkeit gestern nochmals genutzt, um wie Raich am Tag zuvor ein paar Riesenslalom-Tore zu üben? «Nein, nein», sagte Janka, «ein bisschen Konditionstraining, ein bisschen Videostudium und vor allem Erholung.» Er weiss ja, dass er es kann.

Erstellt: 12.03.2010, 10:04 Uhr

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Stand: 25.05.2012 15:24
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