Unihockey: Köniz-Trainer David Jansson im Interview

Morgen Abend beginnen in der Mobiliar League der Männer die Playoff-Viertelfinals. Floorball Köniz empfängt die Langnauer Tigers. Köniz-Trainer David Jansson sagt, sein Team freue sich auf diese Serie: «Die Tigers passen uns.»

Jubelt Köniz-Trainer David Jansson auch in den Playoffs? Morgen startet er mit seinem Team in die Serie gegen die Langnauer Tigers.

Jubelt Köniz-Trainer David Jansson auch in den Playoffs? Morgen startet er mit seinem Team in die Serie gegen die Langnauer Tigers.
Bild: Walter Pfäffli

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Bis zur letzten Qualifikationsrunde hatte Floorball Köniz in der Mobiliar League an zweiter Stelle gelegen und sich gedanklich gewiss mit der Auswahl möglicher Playoff-Gegner befasst. Weil die Könizer jedoch im letzten Spiel gegen Winterthur unterlagen (4:6), erübrigte sich das Wahlprozedere für die Vorstädter: Als Qualifikationsvierter erhielt Köniz jene Equipe zugeschrieben, die von den wahlberechtigten Teams gemieden wurde – die Unihockey Tigers. Köniz-Trainer David Jansson blickt der maximal siebenteiligen Affiche mit Zuversicht entgegen.

Ist Floorball Köniz bereit für die Playoff-Serie gegen die Tigers?
David Jansson: Ja, das sind wir. In der Vorwoche hatten wir unsere zwei besten Trainings der Saison absolviert. Dies zeigt mir, dass die Spieler bereit sind. Die Einstellung stimmt, das Vertrauen in unser Spielsystem ist da. Aber es ist ganz klar, dass uns eine sehr schwierige Aufgabe bevorsteht. Die Tigers sind wahrscheinlich das zweitstärkste Team der Liga.

Weil Ihr Team durch die Niederlage gegen Winterthur noch vom zweiten auf den vierten Platz gefallen war, wurde Köniz als Verlierer der letzten Qualifikationsrunde betitelt...
Dasselbe hatte ich bis zwei Stunden nach der Partie gegen Winterthur auch gedacht. Ich war zuerst enttäuscht – aber dann wandelten sich die Gefühle ins Positive. Die Tigers passen uns gut in dieser Saison. Wir haben sie zweimal bezwungen und ihre Spielweise behagt Köniz.

Aber die Tigers verfügen über mehr Playoff-Erfahrung als Köniz. Wie wollen Sie dieses Manko kompensieren?
Sicher, die Erfahrung kann ein Faktor sein. Aber für uns hat sich die Ausgangslage im Vergleich zur Qualifikation nicht geändert: Wir haben eine positive Underdog-Mentalität entwickelt, die sehr viel bewirken kann. Sicherlich haben wir Respekt vor den Tigers, aber während der ganzen Qualifikation hat mein Team nie ängstlich gespielt, dies wird auch in den Playoffs so sein. Wir freuen uns sehr auf diese Serie.

Wie fällt Ihre Bilanz nach der Qualifikation aus?
Ich bin sehr zufrieden, wir haben mit unserer jungen Mannschaft über den Erwartungen abgeschnitten. Die Qualifikation war super, aber Zufriedenheit ist im Sport das Schlimmste. Klar ist: Wir wollen mehr, zumal zwischen Köniz und den Tigers eine gewisse Rivalität herrscht.

In der Qualifikation hat sich einmal mehr bestätigt, dass bei Köniz enorm viel von der Leistung Daniel Calebssons abhängt.
Das ist richtig, aber in welchem Team wäre nicht viel von Calebsson abhängig? Er ist einer der fünf weltbesten Spieler, ein Leader, der mental stark ist. Caleb bedeutet uns extrem viel, er macht die Mitspieler besser. Es gibt wohl nirgens in der Welt einen Ersatz für Calebsson...

...dessen Abgang Köniz per Ende Saison kompensieren muss. Wie gedenken Sie diese entstehende Lücke zu schliessen?
Wir brauchen Playmaker-Typen, diese müssen nicht zwingend aus dem Ausland sein. Diesbezüglich verfolgen wir bei Köniz eine Strategie, die ich voll und ganz unterstütze. Es ist möglich, dass wir nächstes Jahr ausschliesslich Schweizer Spieler beschäftigen. Ich freue mich, auch in Zukunft mit diesem Team arbeiten zu dürfen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 09.02.2010, 09:43 Uhr

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