Futsal: Unentschieden in hektischem Berner Derby
Telegramm
Mobulu Futsal UNI Bern - Futsal Minerva 3:3 (1:3)
ZSSw Neufeld, Bern. – 200 Zuschauer.
Tore: 8. Geissbühler 1:0. 12. Prskalo 2:0. 14. Lämmle 3:0. 17. Adeyemi (Gomes dos Santos) 1:3. 23. Gomes dos Santos (da Cruz da Silva) 2:3. 34. Adeyemi (Gomes dos Santos) 3:3.
Mobulu Futsal UNI Bern: Rohner; Wilhelm, Candan, Bodmer, Gomes dos Santos, Burkhalter, Lauener, Bajunovic, da Cruz da Silva, Mühlemann, Adeyemi.
Futsal Minerva: Escudero/Vivian; Mezger, Santona, Carrasco, Vivian, Eder, Laemmle, Prskalo, Geissbühler, Williner, Jedele.
Bemerkungen: Mobulu ohne Marending, Lauener, Candan (Ersatz), Moll (Ausland), Lötscher, Sellathurai, Vijayakumar, Dinis, Nadarajah (nicht im Aufgebot), Pulver
(Saisonende). 12. Minute: Rohner hält 2x 10 Meter; Rote Karten: 30. Escudero (Rot); 34. Jedele (Gelb-Rot); 38. Gomes dos Santos (Gelb-Rot).
Tabelle (alle 6 Spiele): 1. Geneva 16 Punkte. 2. Bulle 14. 3. Fribourg Old Fox 11. 4. Minerva 10. 5. Lusitanos 9. 6. Lausanne, Mobulu Bern und Peseux je 7. 9. Marigona 4. 10. Delminium 0.
Minerva kam in diesem für beide Teams wichtigen Derby besser aus den Startlöchern. Bis zur 15. Minute musste Goalie Roman Rohner dreimal hinter sich greifen. Dass Mobulu Bern schon nach zehn Spielminuten fünf Fouls auf dem Konto hatte, machte die Sache für das Team von Joao Carvalho do Nascimento nicht einfacher. Gut für die Mobulesen, dass ihr Goalie kaum zu bezwingen war. Gleich vier Mal scheiterte Minerva in der ersten Halbzeit vom Zehnmeterpunkt und verpasste so die Vorentscheidung. Kurz vor der Pause war es dann der stark aufspielende Oliver Adeyemi, welcher nach einer schönen Kombination zum 1:3 für Mobulu verkürzte und damit die Hoffnungen der Gastgeber wieder belebte.
Hektische zweite Halbzeit
In der zweiten Halbzeit hatte Mobulu deutlich mehr Ballbesitz als der Gegner, konnte sich aber nicht allzu viele Torchancen herausspielen. Felipe Gomes war es, der in der 27. Minute zum 2:3 traf und so eine spannende Schlussphase einleitete, zu der auch die Schiedsrichter ihren Teil beitrugen. In der 30. Minute stellten sie den zuvor stark aufspielenden Goalie Escudero von Minerva nach einem doch eher harmlosen Foul an Adeyemi vom Platz. «Ich sah, dass ich schneller am Ball bin», sagte Adeyemi nach dem Spiel. Er habe den Ball am herauseilenden Goalie vorbeigspitzelt, bevor es zum Körperkontakt kam. «Ob es eine rote Karte war oder nicht, muss nicht ich beurteilen», kommentierte Adeyemi die Szene. Mobulu konnte aus der folgenden Überzahl keinen Profit schlagen und so blieb es vorerst beim 2:3-Rückstand.
Kurz darauf war es erneut Adeyemi, der von Roman Jedele gefoult wurde, worauf dieser die gelb-rote Karte sah. Adeyemi krönte seine Glanzleistung im folgenden Überzahlspiel mit dem 3:3-Ausgleichstreffer. Minervas Nationalspieler Yves Metzger war entsetzt von den Unparteiischen. «Das war die bisher schlechteste Schiedsrichterleistung in dieser Saison.» Minerva hätte es aber selber in der Hand gehabt, am Ende doch noch als Sieger vom Platz zu gehen. Nach einem Sliding Tackling stellten die Unparteiischen nämlich kurz vor Spielschluss auch noch Mobulus Kreativspieler Felipe Dos Santos Gomes vom Platz. Die folgende Unterzahlsituation überstand Mobulu nur dank dem bärenstarken Rohner torlos. Mit grossartigen Reaktionen sicherte er seiner Mannschaft einen wichtigen Punkt, der Mobulu weiterhin leise auf eine Playoff-Qualifikation hoffen lässt. Minerva seinerseits belegt nach dem Unentschieden weiterhin den vierten Platz. Wäre bereits jetzt Saisonende, würde dies für die Playoffs reichen. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 13.12.2010, 11:21 Uhr

