Sport
Streik auf dem Startschiff
Von Peter Herzog, Valencia. Aktualisiert am 16.02.2010
Setzte den Start durch: Der neuseeländische Wettfahrtleiter Harold Bennett. (Bild: Reuters)
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Beim America's Cup ist nichts unmöglich. Das bewiesen am Sonntag vor dem zweiten Lauf, den BMW Oracle Racing danach überlegen gegen Alinghi gewann, drei Mitglieder des Wettfahrtkomitées vom veranstaltenden Klub Société Nautique de Genève (SNG). Als der neuseeländische Wettfahrtleiter Harold Bennett beschloss, den Lauf zu starten, gingen Fred Meyer, Nicalas Grange und Marcel Beauwerd von der SNG in den Streik.
Bennett musste spanische Helfer an Bord auffordern, die Flaggen für das Startprozedere zu bedienen. «Wir drei waren gegen den Start, weil die Wellen über einen Meter hoch waren», bestätigte Meyer, Vizecommodore des SNG den Streik. Sie überstimmten somit Bennett mit 3:2 Stimmen (der Wettfahrtleiter hatte laut Reglement zwei Stimmen), doch der vom Weltsegelverband ISAF eingesetzte Bennett foutierte sich um den Streik. Auch Pascal Monnet von SNG arbeitete weiter. «Das war in Ordnung, denn er hatte kein Stimmrecht», sagte Meyer.
Coutts will Austragungsort mit viel Wind
Kein Wunder, dass diese Episode der SNG und Alinghi viel Häme bescherte. Russell Coutts, CEO des neuen America's Cup-Sieger BMW Oracle Racing bestätigte derweil, dass Mascalzone Latino mit dem Reale Yacht Club Cannottieri Savoia neuer Challenger of Record ist. Offen bleibt der neue Bootstyp und der Zeitpunkt, wann der 34. America's Cup in Szene geht. «Wir wollen die Fehler, die Alinghi machte, nicht wiederholen und uns zuerst die Meinungen der interessierten Challenger anhören», sagte Coutts.
Sicher ist, dass der Defender nicht in der Challenger-Serie mitsegeln wird, wie das Alinghi beim letzten Cup angestrebt hatte um wettkampfmässig trainieren zu können. Coutts wünscht sich einen Austragungsort mit viel Wind, denn Teameigner Larry Ellison habe einige grosse Ideen, was die TV-Übertragungen betreffe. (Der Bund)
Erstellt: 16.02.2010, 04:40 Uhr


