Rasanter Flug in den Fallschirm

Der Wohlener Marc Hauser setzte eine neue Bestmarke in der Fallschirmdisziplin Speed Tracking und erreichte dabei eine Spitzengeschwindigkeit von 304 km/h.

Über den Wolken: Marc Hauser erringt im Himmel über dem spanischen Empuriabrava einen ersten Rekord in der von ihm entwickelten Fallschirmsprungdisziplin  Speed Tracking.

Über den Wolken: Marc Hauser erringt im Himmel über dem spanischen Empuriabrava einen ersten Rekord in der von ihm entwickelten Fallschirmsprungdisziplin Speed Tracking. Bild: zvg

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Marc Hauser (40) aus Wohlen bei Bern setzte im Speed Tracking (deutsch: Geschwindigkeitsverfolgung), einer noch relativ neuen Disziplin des Fallschirmspringens, einen Weltrekord.

Beim Speed Tracking geht es darum, im freien Fall eine möglichst grosse Vorwärtsgeschwindigkeit zu erreichen. Die Cracks sprechen dabei nicht vom – wie im Fallschirmsport typisch – freien Fall, sondern von einem «freien Flug», zumal sich der Athlet im Idealfall möglichst horizontal vorwärtsbewegt.

GPS als Messinstrument

Im Gegensatz zu klassischen Fallschirmspringern, welche mit circa 180 km/h fallen, erreichen Speed-Tracker Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h. Gemessen wird die Geschwindigkeit mithilfe eines GPS-Empfängers, dessen Daten anschliessend am Boden ausgewertet werden. Der Fallschirmspringer muss seinen Vorwärtsflug vor dem Öffnen des Fallschirmes erst abbremsen, um dann am Ende wieder sicher auf dem Boden zu landen. Marc Hauser selbst ist der Initiator und Namensgeber dieser schnellen Flugvariante, in der er 2009 die ersten Flugversuche unternommen hat. Damals allerdings noch ohne die Daten anschliessend auszuwerten.

Fast so schnell wie Vettel

Hauser, der mit 18 Jahren erste Erfahrungen im Fallschirmspringen sammeln konnte, beschäftigte sich mit der Frage, ob ein Mensch ohne Hilfsmittel schneller als ein Formel-1-Auto sein könne. Zwar kommt er mit den erreichten 304 km/h noch nicht ganz an die Geschwindigkeit eines Formel-1-Boliden (circa 350 km/h) heran, dennoch «bewegte» sich der Wohlener fast dreimal so schnell als mit der auf den Schweizer Autobahnen zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Die Geschwindigkeitsgrafik zeigt, dass Hauser die Höchstgeschwindigkeit nach einer Distanz von etwas mehr als 8400 horizontalen und 2000 vertikalen Metern erreicht hat. Aufgrund dieser flachen Flugbahn ist der Begriff «Flug» also durchaus legitim.

Das Fluggefühl beim Speed Tracking komme dem ursprünglichsten Flugwunsch sehr nahe, so der 40-Jährige, es sei jeweils ein atemberaubendes Erlebnis. Hauser stellt mit seinem Rekord klar, dass die Berner zumindest nicht in allen Belangen zu den Langsamen gehören. (Berner Zeitung)

(Erstellt: 09.10.2012, 09:07 Uhr)

Glücklich: Der erfahrene Fallschirmspringer Marc Hauser setzte im Speed Tracking erfolgreich eine erste Messlatte. (Bild: zvg)

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