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Münchenbuchsee will in den Cupfinal

Mit einem Sieg im Duell zweier NLB-Vereine kann der VBC Münchenbuchsee am Sonntag erstmals in die Cuphalbfinals einziehen.

Mit Schmetterbällen Richtung Cupfinal: Münchenbuchsees Martin Weber (rechts) schlägt wuchtig am Block vorbei.
Solche gelungene Aktionen sind auch am Sonntag im Cup-Viertelfinal gegen Ligakonkurrent Ecublens gefragt.

Christian Pfander

Ein Klassiker mit symbolischer Bedeutung

In der letzten Meisterschaftsrunde im alten Jahr kommt es am Samstag in Oerlikon (18 Uhr, Im Birch) zum Klassiker Voléro Zürich - Volley Köniz. Verlieren die Bernerinnen, stürzen sie vom Leaderthron. Es wäre nach dem Cupout gegen Neuenburg (2:3) und dem Scheitern im Europacup (gegen Calais) die dritte Enttäuschung im Dezember. Das international bestückte Zürcher Frauenensemble ist Favorit, es reihte zuletzt zehn Erfolge hintereinander. «Der Sieger dieser Partie ‹überwintert› als Leader. Der Klassiker hat daher eine symbolische Bedeutung», sagt Stav Jacobi, Verwaltungsratspräsident der Voléro AG. «Wille und Emotionen entscheiden über Sieg oder Niederlage», betont Jacobi.

Dass Voléro aber auch mit fünf EM-Teilnehmerinnen im Schweizer Championat überrascht werden kann, bewahrheitete sich gegen Aesch-Pfeffingen. Die Birstalerinnen setzten sich in der dritten Runde 3:1 durch. Wobei: An der EM in Polen kam nur die kroatische Zuspielerin Ana Grbac regelmässig zum Einsatz. Gabriela Koeva (Bul), Hélène Rousseaux (Be) und die Serbinnen Jovana Vesovic und Aleksandra Petrovic sammelten in erster Linie Erfahrung. «Wir gehen zwar motiviert in den Spitzenkampf, er hat in der Planung aber nicht oberste Priorität», sagt der Könizer Teamchef Dirk Gross. «Wir bemühen uns, die Automatismen zu perfektionieren, sodass wir zu Beginn der Playoffs im Februar in Bestform sind. Voléro ist uns athletisch überlegen. Bei uns sind nach der Grippewelle nicht alle Spielerinnen hundertprozentig leistungsfähig.» Köniz kann gegen Voléro wieder auf Leaderin Onuma Sittirak zählen. Die Thailänderin kehrt am Samstag von den Southeast Asian Games aus Laos zurück.

Swica Volley Münsingen empfängt am Samstag (18 Uhr, Schlossmatt) Lugano. Thomas Wälti

220 Länderspiele hat Ronald Triller für Deutschland bestritten, er nahm mehrmals an Welt- und Europameisterschaften teil und gewann in seiner Heimat Meisterschaft und Pokal. Doch selbst für den 44-jährigen Assistenztrainer des VBC Münchenbuchsee ist ein Viertelfinalspiel im Schweizer Cup etwas Besonderes: «Für kleine Vereine, wie wir einer sind, hat der Cup einen speziellen Reiz. Wir haben die Chance, eine schöne Geschichte zu schreiben.»

Am Sonntag trifft Münchenbuchsee vor eigenem Publikum auf Ligakonkurrent Ecublens (14 Uhr, Sekundarschule). Die Ausgangslage ist klar, die Berner (10 Siege, 2 Niederlagen) belegen in der NLB-Westgruppe den 2.Rang, die Equipe aus dem Waadtland ziert mit der umgekehrten Bilanz das Tabellenende. «Wir können uns eigentlich nur selbst schlagen», erklärt Mittelblocker Fabio Zulauf.

Der Berner Dorfklub befindet sich derzeit im Hoch: Bereits zwei Partien vor Ende der Qualifikationsphase hat sich die aus lauter regionalen Spielern bestehende Equipe für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Nach dem Jahreswechsel diskutieren Team und Vorstand, ob eine NLA-Rückkehr (letztmals 2005) ins Auge gefasst wird. Im Cup deutete Münchenbuchsee mit dem 3:0-Erfolg über das oberklassige Laufenburg Qualitäten an. Der Teamgeist sei der grosse Trumpf, erzählt Triller. «Wir haben keinen Seydou Doumbia in unseren Reihen», erklärt Zulauf, ein leidenschaftlicher YB-Fan, mit einem Augenzwinkern. «Bei uns ist die Mannschaft der Star.»

Verlockende Perspektive

In der Runde der letzten acht machen mit Amriswil und Näfels sowie Lausanne und Chênois die vier NLA-Spitzenteams zwei Halbfinalplätze unter sich aus. Im dritten Viertelfinal treffen Einsiedeln (NLB) und NLA-Schlusslicht Lugano aufeinander. Bleibt Münchenbuchsee das Losglück hold, wäre gar der Einzug in den Cupfinal vor wohl über 3000 Zuschauern in der Berner Wankdorfhalle keine Utopie mehr. «Wir schielen Richtung Wankdorf, sind uns jedoch bewusst, dass der Weg noch lang ist», sagt Fabio Zulauf. Noch nie vermochte sich Münchenbuchsee für die Cuphalbfinals zu qualifizieren, gegen Ecublens stehen die Chancen gut – in dieser Saison sind die Berner in der eigenen Halle noch ungeschlagen. Und: «Auch in den Halbfinals hätten wir als NLB-Team wahrscheinlich Heimrecht», sagt Zulauf. Träumen ist erlaubt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 18.12.2009, 07:26 Uhr

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Lausanne - Wohlen3:0
Stand: 06.02.2012 17:55
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Ajoie - Visp4:2
Lausanne - Sierre-Anniviers6:0
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Stand: 05.02.2012 19:02

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