Sport
Krach bei Astana: Contador wird von Teamkollegen attackiert
Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 23.07.2009
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Am letzten Aufstieg der Königsetappe der Tour de France greift Alberto Contador an. Doch der Spanier im Maillot jaune kann sich nicht von Andy und Fränk Schleck absetzen. Die beiden Luxemburger schliessen wieder auf. Einzig Andreas Klöden kann das Tempo von Contador nicht mithalten, der Teamkollege. In den ersten Interviews im Ziel sagt Lance Armstrong, der auf dieser Etappe fast zweieinhalb Minuten einbüsste: «Ich werde mir besser auf die Zunge beissen.»
Deutlicher wurde der Amerikaner, wohl auch nach dem Sehen der TV-Bilder, in seinem täglichen Twitter-Kommentar. «Erhalte viele Fragen, warum AC (Alberto Contador) attackierte und Klöden zurückband. Habe es auch noch nicht herausgefunden. Oh Well», teilte Armstrong der Welt mit.
«Du musst nicht angreifen, um heute die Tour de France zu gewinnen»
Selbst der Sportliche Leiter von Astana, Johan Bruyneel, hatte für den Angriff wenig Verständnis. «Ich sagte ihm, er müsse nicht angreifen, weil die beiden Schlecks ohnehin bis ins Ziel Vollgas fahren werden», so der Belgier. Er müsse nicht attackieren, um heute die Tour de France zu gewinnen. «Wir hätten im Gesamtklassement Erster, Zweiter und Dritter sein können», so Bruyneel. «Nun sind wir Erster, Vierter und Fünfter», ergänzte er.
Schon vor zwei Wochen im Aufstieg nach Arcalis in Andorra, als Fabian Cancellara sein Maillot jaune verlor, war es zwischen Armstrong und Contador zu einem Zwist gekommen. Der Spanier hatte mit einem seiner gefürchteten Antritte 20 Sekunden auf den Amerikaner herausgeholt und sich so in die bessere Position im Gesamtklassement gebracht. Vier Tage zuvor hatte Armstrong dem Spanier einige Sekunden abgeknüpft, als sich das Feld in einer Windstaffel aufteilte. Zumindest heute im Zeitfahren um den See von Annecy gibt es keine Teamtaktik. Jeder ist auf sich allein gestellt. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 23.07.2009, 12:16 Uhr


