In den Alltag zurückgefunden
Als das in der Meisterschaft um 16 Punkte schlechter klassierte Suhr Aarau gegen den BSV Bern Muri mit 9:4 führte, griff Trainer Peter Bachmann zur taktischen Massnahme, die jedem Team-Verantwortlichen zur Verfügung steht. Er legte die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch und unterbrach so das Spiel mit einem Time-out für 60 Sekunden. 12 Minuten waren da gespielt, und danach brachten die Berner das Spiel weitgehend unter Kontrolle. Ausser wenn sie gerade während ein paar Minuten die Arbeit in der Deckung nicht mehr konsequent ausführten. Letztlich wurde es ein Spiel, das ohne grosse Dramatik mit dem erwarteten Ergebnis endete. Der BSV Bern Muri steht in den Cup-Halbfinals.
Starker Cvetkovic
Und dennoch war dieses Spiel für einige BSV-Akteure ein spezielles. An erster Stelle ist da Goran Cvetkovic zu erwähnen. Der serbische Linkshänder präsentiert sich derzeit in ausgezeichneter Form. Die Suhr-Abwehr fand gegen die Durchbrüche von Cvetkovic lange kein Rezept. Am Ende hatte die Nummer 49 der Berner 12 Treffer erzielt. Cvetkovic blieb in dieser Saison endlich von schweren Verletzungen verschont, nachdem er in der vergangenen Spielzeit lediglich neun Spiele für den BSV Bern Muri hatte absolvieren können. Stefan Odermatt kam auf einer ungewohnten Position zum Einsatz. Der Innerschweizer, sonst am rechten Flügel zu Hause, lieferte als Ersatz-Kreisläufer eine passable Leistung ab. Odermatt ersetzte Alen Milosevic, der in der 13. Minute mit einer Fussverletzung ausschied. Eine Röntgenuntersuchung wird Klarheit über die Schwere der Verletzung bringen.
«Odermatt hat eine gute Nase für das Positionsspiel am Kreis», meinte Trainer Bachmann. «Es war klar, dass er dort eingesetzt würde.» Und Cvetkovic? «Er ist derzeit in einer sehr guten Verfassung. Ich war etwas überrascht, dass Suhr es nicht mit einer Manndeckung auf ihn versuchte. Im Training hatten wir uns auf diese Situation vorbereitet.»
Umstellung
«Vier Tage nach dem Europacup-Spiel gegen Krasnodar ging es darum, wieder in den Alltag zurückzufinden. Das ist uns am Anfang nicht gelungen, dann aber doch. Das Wichtigste ist, dass wir weitergekommen sind», fasste Bachmann das Spiel zusammen. Dem gilt es nichts anzufügen. (Berner Zeitung)
Erstellt: 26.02.2009, 10:09 Uhr

