Ein Hauch von Copacabana
Futsal hat in Bern starken Aufwind. Nach dem Aufstieg von Minerva in die Nationalliga A wird die Hauptstadt bereits von drei Teams in der höchsten Schweizer Spielklasse vertreten. Dass in den jeweiligen Mannschaften zahlreiche Akteure aus der Berner Regional-Fussballszene spielen, verleiht dem Futsal einen besonderen Reiz.
Roman Rohner, der fangsichere Torhüter des interregionalen Zweitligisten FC Bern, erlebte gegen Delminium seine Premiere. Wie am Vortag gegen Portalban auf dem Neufeld-Rasen zeigte Rohner mit vielen stilsicheren Paraden auch mit Mobulu eine tadellose Leistung. Der 23-Jährige, ein Geschichtsstudent, schwärmte anschliessend: «Das ist Adrenalin pur! Schlichtweg grossartig, diese Intensität, diese Schnelligkeit und die vielen Aktionen.» Der FC-Bern-Stammtorhüter nimmt bei Mobulu den Platz von Mischa Felber ein, der nun im Tor von Delminium steht.
Felber, der bei Mobulu als Pionier wertvolle Arbeit geleistet hat, wurde vor dem Derby für seine Verdienste geehrt. Keine weiteren Geschenke für den Gewürdigten wurden im mit viel Leidenschaft ausgetragenen Spiel gemacht. Felbers Team musste fünf Treffer hinnehmen. «Bei uns hat die Zuordnung nicht gestimmt.» Er habe erstmals mit dieser Vordermannschaft gespielt, verriet Felber.
Grossen Anteil am Sieg Mobulus hatte FC-Bern-Spieler David Mühlemann. Der angehende Jurist schoss einen Treffer und gab zwei Assists. «Jetzt bin ich fix und fertig. Am Morgen schon habe ich mit Berns zweiter Mannschaft 90 Minuten gespielt. Nun muss ich wohl ins Sauerstoffzelt», witzelte er.
«Mehr als zufrieden»
Joäo Carvalho do Nascimento, brasilianischer Coach Mobulus, liess sich vom zweifachen Torschützen Felipe Gomes dos Santos Folgendes übersetzen. «Es war nicht einfach, das Team mit den vielen neuen Spielern zu coachen. Ich bin aber mehr als zufrieden.» Auch Yves Mezger vom Erstligisten Breitenrain, der unter den Zuschauern weilte, ist überzeugt von der Technik fördernden Wirkung von Futsal. Die Niederlage seines Teams Minerva gegen Lausanne machte ihm immer noch zu schaffen. (Berner Zeitung)
Erstellt: 02.11.2010, 09:11 Uhr

