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Stéphane Lambiel verpasst Bronze knapp, Gold für Evan Lysacek

Aktualisiert am 19.02.2010

Dem Schweizer gelang keine fehlerfreie Kür. Danach folgte das Zittern und Bangen. Es war vergeblich.

Starke Pirouetten reichten nicht: Stéphane Lambiel.

Starke Pirouetten reichten nicht: Stéphane Lambiel.
Bild: Keystone

Olympiasieger: Evan Lysacek.

Olympiasieger: Evan Lysacek. (Bild: Keystone)

Nur Zweiter. Jewgeni Pluschenko.

Nur Zweiter. Jewgeni Pluschenko. (Bild: Keystone)

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Pech für Stéphane Lambiel: Der zweifache Weltmeister verpasste als Vierter das Podest um 0,51 Punkte. Gold gewann überraschend nicht der russische Topfavorit und Titelverteidiger Jewgeni Pluschenko, der nach dem Kurzprogramm geführt hatte, sondern Evan Lysacek. Der 24-jährige Amerikaner war im vergangenen Jahr auch Weltmeister geworden. Bronze holte der Japaner Daisuke Takahashi.

Lambiel stellte zwar mit 162,09 Punkten eine persönliche Kür-Bestleistung auf, doch wäre einiges mehr möglich gewesen. Zwar stand der 24-jährige Unterwalliser beide Vierfach-Sprünge, doch beim ersten berührte er mit der Hand das Eis, und beim zweiten landete er tief in den Knien. Deshalb konnte er keinen von beiden mit einem dreifachen Toeloop kombinieren, sondern lediglich den zweiten mit einem doppelten. Dies war umso bitterer, als er die Kombination Vierfach-Toeloop/Dreifach-Toeloop im Einlaufen einmal mehr sauber gestanden hatte.

Abzüge bei den Sprüngen

Auch diese Fehler hätten noch zur Bronzemedaille gereicht, da Takahashi beim Vierfach-Toeloop stürzte. Aber Lambiel erhielt auch beim Dreifach-Lutz und beim Dreifach-Rittberger Abzüge für die Ausführung. Künstlerisch konnte der neunfache Schweizer Meister bei seiner Kür zur Musik «La Traviata» von Giuseppe Verdi ebenfalls nicht wie gewohnt überzeugen, weshalb er bei den Programmkomponenten weniger Punkte als Takahashi bekam. «Ich bin traurig und enttäuscht», so Lambiel. Der Walliser sagte, dass ihm die Energie gefehlt habe, weil er alle seine Sprünge habe retten müssen.

Lysacek riskierte wie erwartet keinen Vierfach-Sprung, dafür gelang ihm ein nahezu fehlerfreies Programm mit acht Dreifachen. Pluschenko stand zwar zu Beginn seiner Kür die Kombination Vierfach-Dreifach, doch trat er bei den Sprüngen nicht so sicher wie gewohnt auf, was ihn letztendlich, um 1,31 Punkte, den Olympiasieg kostete.

(str/si)

Erstellt: 19.02.2010, 10:34 Uhr