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Zickenkrieg zwischen Mancuso und Vonn

Von Jonas Racine. Aktualisiert am 25.02.2010

Das bereits distanzierte Verhältnis der beiden Skirennfahrerinnen Julia Mancuso und Lindsey Vonn ist in Vancouver zu einem öffentlich ausgetragenen Zickenkrieg avanciert.

Lindsey Vonn und Julia Mancuso sind trotz erfolgreicher Medaillenjagd nicht gut aufeinander zu sprechen.

Lindsey Vonn und Julia Mancuso sind trotz erfolgreicher Medaillenjagd nicht gut aufeinander zu sprechen.
Bild: Keystone

Es rumort im Team der amerikanischen Skifahrerinnen. Grund dafür sind die Giftpfeile, die Lindsey Vonn und Julia Mancuso gegeneinander schiessen. Erstaunlich, wenn man die Bilanz der Damen betrachtet. Je einmal Gold und Bronze für Vonn in der Abfahrt und im Super-G dazu die beiden Silbermedaillen in der Abfahrt und in der Superkombination für Mancuso ergeben eine Bilanz, die nicht nur in Österreich Neid hervorruft.

Doch offensichtlich reicht der Medaillenreigen nicht, um die angespannte Atmosphäre im US-Team zu lösen. Gegenüber «Sports Illustrated» spricht Mancuso von einem «Popularitätswettbewerb» zwischen ihr und Vonn, der sich negativ auf den Teamgeist auswirke und nennt ein Beispiel: «Wir kommen zu Sitzungen und die Stimmung ist schlecht, nur weil Lindsey nicht gut gefahren ist.» Ob diesen Aussagen reagiert die Angeklagte schwer enttäuscht: «Ich versuche Julia zu unterstützen, wie ich auch die anderen Teammitglieder unterstütze. Dass sie jetzt so negative Dinge über mich sagt, hat mich definitiv verletzt.»

Bittere Pille für Mancuso

Die miese Stimmung dürfte ihren negativen Höhepunkt erlebt haben, als Lindsey Vonn mit ihrem Sturz im ersten Lauf des Riesenslaloms die Medaillenchancen der gleich nach ihr gestarteten Mancuso zunichte machte. Der Sturz der Weltcupdominatorin hatte nämlich zur Folge, dass Mancuso abgewunken werden musste und ihren Lauf erst später wiederholen konnte. Die Piste, die mittlerweile über 30 Fahrerinnen hatte erleiden müssen, war in dementsprechend schlechtem Zustand und so erstaunte es wenig als Mancuso mit 1,3 Sekunden Rückstand die Ziellinie überquerte. Die Chance ihren Titel von Turin im Riesenslalom zu verteidigen sind wohl dahin, zu gross die Hypothek auf die führende Elisabeth Görgl.

Die Leidtragende vergoss bittere Tränen der Enttäuschung und auch Vonn zeigte sich untröstlich: «Es tut mir entsetzlich Leid für Julia. Ich wollte ganz sicher nicht, dass mein Sturz negative Auswirkungen auf sie hat. Mir ist klar, dass sie jetzt sauer auf mich ist, aber was soll ich tun?» (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 25.02.2010, 15:10 Uhr