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Gisin und Pärson schwer gestürzt - Vonn holt Gold

Von Stephan Roth. Aktualisiert am 17.02.2010

Die favorisierte Amerikanerin Lindsey Vonn setzte sich in der Frauen-Abfahrt souverän durch. Bernerzeitung.ch/Newsnet berichtete live.

(Bernerzeitung.ch/Newsnet)

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    Mit einer verwegen anzusehenden Fahrt sicherte sich die Speeddominatorin Lindsey Vonn Olympia-Gold in der Abfahrt der Frauen.

    Als beste Schweizerin klassierte sich Fabienne Suter im 5. Rang. Der Schwyzerin fehlten zur Bronzemedaille 0,52 Sekunden, auf Superstar Vonn verlor sie 1,98 Sekunden. Die 25-jährige Amerikanerin, die in diesem Winter fünf von sechs Saison-Abfahrten gewonnen hatte, setzte sich vor ihrer Landsfrau Julia Mancuso und der Österreicherin Elisabeth Görgl durch. Vonn ist die erste amerikanische Olympiasiegerin in der Abfahrt überhaupt.

    Mancuso hatte hatte mit der Startnummer 10 für die erste Richtzeit gesorgt. Die Riesenslalom-Olympiasiegerin von Turin 2006, die in diesem Winter in sechs Abfahrten nur einmal in die Top 10 fuhr (8. Platz in Cortina), nahm allen vor ihr gestarteten Fahrerinnen neun Zehntel und mehr ab. Auf Vonn verlor Mancuso 0,56 Sekunden. Die drittklassierte Görgl - deren Mutter Traudl Hecher 1960 und 1964 ebenfalls zweimal Olympia-Bronze in der Abfahrt geholt hatte - lag im Ziel 1,46 Sekunden zurück. Die deutsche Mitfavoritin Maria Riesch büsste mehr als zwei Sekunden ein und wurde nur Achte.

    Ein schwerer Sturz von Dominique Gisin liess Befürchtungen über eine erneute Verletzung aufkommen. Die Engelbergerin, die nach ihrer achten Knieoperation und drei Wochen Pause erst Ende Januar auf die Piste zurückgekehrt war, konnte aber selber Entwarnung geben. «Es geht mir einigermassen gut. Weil ich mit dem Kopf hart aufgeschlagen habe, habe ich eine Hirnerschütterung erlitten.» Der Frust sass bei Dominique Gisin danach noch tiefer, denn die Olympischen Spiele sind für vorzeitig zu Ende; in der Super-Kombination wird sie nicht antreten können.

    Durch Gisins Sturz ergab sich eine sehr schwierige Situation auch für Nadia Styger, die unmittelbar nach ihrer Teamkollegin hätte starten sollen. Stattdessen musste die Schwyzerin ihre Startvorbereitungen abbrechen und rund zehn Minuten warten. Nach einer fehlerhaften Fahrt reichte es Styger nur zum 12. Platz (3,03 zurück).

    Mit der anspruchsvollen Piste Franz's Downhill gar nicht zurecht kam Nadja Kamer, die auf die Bestzeit fast vier Sekunden einbüsste und nicht in die Top 15 fuhr.

    Auch am Donnerstag stehen in Whistler die Frauen im Einsatz. Auf dem Programm steht die Entscheidung in der Super-Kombination. (Si)

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    Die Entscheidung ist gefallen. Der Sieg auf der enorm schweren, harten Piste, die viele Fahrerinnen überforderte, geht an die grosse Dominatorin Lindsey Vonn. Silber geht ebenfalls an eine Amerikanerin, Julia Mancuso. Bronze holt die Österreicherin Elisabeth Görgl.

  • E. Fanchini  

    Die Italienerin scheidet aus.

  • Fenninger  

    Paltz 22 für die nächste Österreicherin.

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    Dominique Gisin soll sich bei ihrem bösen Sturz (nur) eine Hirnerschütterung zugezogen haben.

  • Mader  

    Rang 14 für die Österreicherin.

  • Stechert  

    Ich kann verstehen, warum der Kommentator auf der ARD dermassen die Nerven verliert. Die Deutsche ist mit grossem Rückstand Zehnte.

  • Schnarf  

    Auch die Italienerin ist chancenlos.

  • Lindell-Vikarby  

    Die Schwedin kommt spät, aber unverletzt ins Ziel.

  • Maze  

    Die slowenische Technikerin kann auf dieser Strecke nicht mit den Schnellsten mithalten.

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    Im Ziel vergiesst Julia Mancuso, die Zweite, Freudentränen.

  • McKennis  

    Sie kann mit ihren Landsfrauen aus den USA nicht mithalten - und fällt aus.

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    Lindsey Vonn hat ihre Klasse wieder einmal unter Beweis gestellt. Vielleicht war ihre Verletzung und ihr verzweifelter Auftritt vor Olympia ein gutes Mittel, um den Druck abzubauen.

  • M. Riesch  

    Die Deutsche musste sich mehrfach die Jacke wieder anziehen. Jetzt darf sie starten. Sie liegt weit zurück. Nur Platz 8! Eine enorme Enttäuschung für Riesch.

  • Pärson  

    Auch die Schwedin kämpft mit der heutige schwierigen, harten Piste. Doch sie kämpft um eine Medaille. Nein! Pärson stürzt ebenfalls schwer! Da hatte sie den Sprung nicht verkraftet, weil sie Rücklage hatte. Sie ist unglaublich hoch durch die Luft geflogen, schon fast, als ob sie nie mehr landen würde. Pärson wird von zwei Betreuern gestützt von der Piste geführt.

  • Rolland  

    Das gibt es ja nicht! Die bedauernswerte Französin verliert nach vier Schlittschuhschritten das Gleichgewicht, weil sie sich mit dem Stock selbst behinderte, und stürzt. Im Ziel ist Vonn geschockt.

  • Jacquemod  

    Die Französin ist klar geschlagen.

  • Suter  

    Jetzt kommt die Schweizer Hoffnung. Oben hat sie 43 Hindertstel verloren. «Oh, in die falsche Richtung!», ruft Co-Kommentator Bond auf SF. Das wird heute nichts mit einer Medaille. Rang 5 und zum Glück nicht gestürzt. Da hat sie zu viele Fehler gemacht.

  • Brydon  

    Die Kanadierin liegt weit zurück.

  • Vonn  

    Wird Vancouver heute zu VONNcouver? Oben liegt sie vor ihrer Teamkollegin. Sie führt deutlich. Sie geht mit 56 Hundertstel Vorsprung in Führung!

  • Marchand-Arvier  

    Der Französin reicht es nur für platz 5. 1:46,22. Sie hatte einen groben Fehler und Umweg gemacht.

  • Fischbacher  

    Die Österreicherin liegt hinter Mancuso zurück. Sie kämpft um Platz 2. Dritte. Da hat sich Bond («das muss reichen für Rang 2») wie Russi bei Cuche geirrt.

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    Julia Mancuso liegt immer noch an der Spitze. Es würde mich nicht wundern, wenn sie heute eine Medaille holen würde.

  • Merighetti  

    Die Italienerin, die ich in der Startliste irrtümlich als Österreicherin bezeichnete, ist auf der Piste. Oh! Wieder ein böser Sturz. Merighetti wurde nach vorne katapultiert und schlittert nun auf dem Hosenboden runter. Da wird es Leute geben, die sagen, dass ihr die Nummer 13 Pech gebracht hat.

  • Styger  

    Nach langem Warten ist die Schwyzerin gestartet. Lässt sie sich von Gisins Sturz hemmen? Sie kann nicht mit Mancuso mithalten. Die Fahrerinnen haben grosse Probleme mit der Strecke, auf der sie kaum trainieren konnten. Styger ist schwer geschlagen. Rang 5.

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    Blaue Flecken wird sich Dominique Gisin bei diesem Sturz aber ganz sicher zugezogen haben. Teamkollegin Andrea Dettling hatte sich im Ziel Raum bei Gisins Sturz die Hände vors Gesicht gehalten, konnte nicht hinsehen, wie sich die Schweizer Abfahrerin auf der harten Piste überschlug.

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    Nach den ersten Angaben aus Whistler scheint Gisin für einmal ohne schwere Verletzungen davon gekommen zu sein.

  • Gisin  

    Die Schwyzerin ist gestartet. Oben hat sie vier Zehntel Rückstand. Nach ihrer Knieverletzung darf man nicht zu viel erwarten. Nein! Sie ist gestürzt! Das sah dramatisch aus. Hoffentlich nicht schon wieder eine Verletzung für Gisin. Da hat es sie beim Sprung verdreht. Sie kann auf den eigenen Beinen den Zielraum verlassen.

  • Mancuso  

    Die Amerikanerin kam zuletzt immer besser in Form. Klare Bestzeit!

  • Kamer  

    Die erste Schweizerin ist auf der Piste. «Sie weiss nicht genau wo durch», sagt SF-Co-Kommentator Michi Bond. Nur Achte!

  • Revillet  

    Die Französin kann Görgl ebenfalls nicht gefährden.

  • Recchia  

    Die Italiener büsst Zeit ein. Rang 3. Görgl führt.

  • Janyk  

    Die Kanadierin ist oben schneller. Doch inzwischen hat sie den Vorsprung eingebüsst.

  • Görgl  

    Die Österreicherin sollte schneller als die Amerikaner sein. Kurz vor dem Ziel rasselte sie durch ein Tor. Dennoch klare Bestzeit! Im Ziel sinkt sie erschöpft in den Schee.

  • Cook  

    Die Amerikanerin, die einen schweren Trainingssturz zu verkraften hatte, fährt eine neue Bestzeit.

  • Ruiz Castillo  

    Die Spanier kommt sturzfrei ins Ziel. Zweite.

  • Alcott  

    Die kesse Britin ist auf der Strecke. Auch sie kommt im Zielraum zu Fall. 1:47.31. Die erste Richtzeit.

  • Krizova  

    Die 20-jährige Tschechin wird als erste Fahrerin auf die Strecke gehen. Sie muss nur noch kurz warten. Los geht's! Sie ist auf der Strecke. Und Krizova stürzt. Allerdings sollte sie den Sturz auf der harten Piste ohne Verletzungen überstanden haben. Sie fährt noch ins Ziel.

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    Die Stimmung ist gut. Gleich geht es los.

  • Eine Meldung aus dem Langlauf  

    Die Schweizerin Doris Trachsel hat sich imSprint der Frauen als 30. der Qualifikation für die Viertelfinals (21.30 Uhr) qualifiziert.

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    Olympiasieger Simon Ammann war beim Konditionstraining der Schweizerinnen dabei. Hoffentlich bringt das wenigstens einer aus dem Quartett Kamer, Styger, Gisin und Suter Glück.

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    Die Verhältnisse sind heute - zumindest auf den ersten Blick - einwandfrei.

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    Schweizerinnen im grossen Kreis der Herausforderinnen Vonns Die Breite im Speed-Bereich machts möglich, dass Swiss-Ski auch nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Lara Gut, Fränzi Aufdenblatten und Martina Schild eine schlagkräftige Equipe zu stellen vermag. Jeder aus dem Quartett mit Nadia Styger und den Olympia-Neulingen Dominique Gisin, Nadja Kamer und Fabienne Suter wird zugetraut, im Kampf um die Medaillen ein Wort mitzureden.

    Die Form scheint jedenfalls zu stimmen. Je näher Olympia rückte, desto stärker traten die Schweizerinnen im Weltcup in den Abfahrten auf. Nach den letzten drei Prüfungen waren sie dank Nadja Kamer (Zweite in Haus im Ennstal und Dritte in Cortina) und Fabienne Suter (Dritte in St. Moritz) jeweils unter den ersten drei vertreten.

    Zudem sagt die Piste allen vier zu. «Eine Abfahrtsstrecke, die alles beinhaltet. Gleitpassagen, Sprünge, schnelle Abschnitte, Geländeübergänge, alles vorhanden», sagt Dominique Gisin.

    Nadia Styger reiste auch ohne Top-Ergebnis mit viel Selbstvertrauen an Kanadas Westküste. Allein die Erinnerungen an die Olympia-Hauptprobe vor zwei Jahren, als sie die Abfahrt gewonnen hatte, sorgen bei der Schwyzerin für ein Hochgefühl. «In Bezug auf die Strecke war es sicher nicht 'Liebe auf den ersten Blick», sagt sie. «Bei der Besichtigung kam es mir allerdings vor, als sei ich schon hundertmal hinuntergefahren.»

    Die witterungsbedingten Verschiebungen kamen Lindsey Vonn gelegen. Sie erhielt dadurch mehr Zeit, ihre Schienbeinverletzung auszukurieren. Die Schmerzen sollen mittlerweile auf ein Minimum abgeklungen sein. Vonns Sieg käme einer doppelten Premiere gleich. Die Dominatorin der Saison wäre die erste Abfahrts-Olympiasiegerin aus den USA.

    Solches zu verhindern wird am ehesten Maria Riesch und Anja Pärson zugetraut. Die Deutsche hatte vor gut zwei Wochen in St. Moritz dem Monolog ihrer Freundin nach sechs Siegen ein Ende gesetzt. Die Schwedin hat in diesem Winter (fast) wieder zu alter Stärke und Konstanz gefunden und versteht es zudem wie kaum eine andere Fahrerin, an Grossanlässen ihre Bestform abzurufen. (Si)

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    Zur Abfahrt der Frauen von heute (20.00 Uhr) startet Lindsey Vonn (Bild) als klare Favoritin. Dahinter lauert eine Vielzahl von Medaillenkandidatinnen auf eine Schwäche der Amerikanerin.

Erstellt: 17.02.2010, 23:08 Uhr